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Londoner Gangster und unsichtbare Feinde: Das sind die DVD-Highlights der Woche

Der Coach (Colin Farrell, links) hat für Ray (Charlie Hunnam) ein ganz besonderes Geschenk im Kofferraum.
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Der Coach (Colin Farrell, links) hat für Ray (Charlie Hunnam) ein ganz besonderes Geschenk im Kofferraum.

„The Gentlemen“, „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“ und „Der Unsichtbare“: Das sind die DVDs und Blu-rays der Woche.

Ein Film von Guy Ritchie ist meist ein, nun ja, Guy-Ritchie-Film. Der Brite besitzt wie nur wenige andere Regisseure eine eigene Handschrift, eine, die man meist schon aus der Ferne erkennt. Gut, „Aladdin“, Ritchies letzter Film, war anders. Aber der Milliarden-Dollar-Erfolg war vor allem ein Produkt aus dem Hause Disney. „The Gentlemen“ ist nun wieder ein Ritchie-Film der alten Schule, ein rasanter Gangsterstreifen aus London, stylish, brutal, voll großartiger Musik, sehr männlich. Da heißen Gangster „Dry Eye“, essen Soleier, trinken Bier in schäbigen Pubs, sind ein klein wenig rassistisch und philosophieren übers Männlichsein. Nun erscheint der Film, ebenso wie „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“ und „Der Unsichtbare“ auf DVD und Blu-ray.

„The Gentlemen“ (VÖ: 10. Juli)

Mickey Pearson (Matthew McConaughey) ist ein schwerreicher Amerikaner, der sein Geld mit dem Anbau von Marihuana verdient. Da er wenig später blutbefleckt am Boden liegt, folgt nun eine Rückblende, in der ein Erpresser namens Fletcher (Hugh Grant) erzählt, wie es dazu kam: Demnach wollte Pearson seine Farm loswerden, am liebsten an den US-Milliardär Matthew (Jeremy Strong). Doch da es weitere Interessenten gibt, entwickelt sich ein Spiel, bei dem jeder Beteiligte im Sinne eigener Interessen über so manche Leiche geht. Geschickt baut „The Gentlemen“ Spannung auf, führt mal in die eine, dann in die andere Richtung. Ausgestattet mit einer Meta-Ebene ist der Film von Guy Ritchie ein großer Spaß und fieser Witz. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Preis DVD: circa 16 Euro

USA, 2020, Regie: Guy Ritchie, Laufzeit: 110 Minuten

„Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“ (VÖ: 9. Juli)

Nach der Trennung von Joker sorgt Harley Quinn in Gotham City für Aufregung. Dadurch zieht sie nicht nur das Interesse der Polizistin Renee Montoya (Rosie Perez), sondern ebenso des machthungrigen Roman Sionis (Ewan McGregor) auf sich. Als dieser von der jungen Taschendiebin Cassandra Cain (Ella Jay Basco) bestohlen wird, setzt er Harley auf sie an. Doch neben ihr beteiligen sich auch die taffe Dinah Lance (Jurnee Smollett-Bell) und die Gangster-Killerin Helena Bertinelli (Mary Elizabeth Winstead) an der Hatz. Harley Quinns heillos überdrehte, unstete Persönlichkeit wirkt sich direkt auf die Gestaltung des bunten Treibens aus: Ständig spricht sie augenzwinkernd über die Entwicklungen und dreht mehrfach die Handlung zurück. Doch den bisweilen eher dünnen Plot von „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“ kann auch diese Taktik nicht überspielen.

Preis DVD: circa 15 Euro

USA, 2019, Regie: Cathy Yan, Laufzeit: 105 Minuten

„Der Unsichtbare“ (VÖ: 9. Juli)

Auf der Flucht vor ihrem kontrollsüchtigen Partner Adrian Griffin (Oliver Jackson-Cohen) findet Cecilia Kass (Elisabeth Moss) bei einem Jugendfreund (Aldis Hodge) und dessen Teenagertochter (Storm Reid) Unterschlupf. Doch obwohl sie wenig später von Adrians Selbstmord erfährt, wird Cecilia das Gefühl der Angst nicht los. Merkwürdige Vorfälle bestärken sie vielmehr in der Annahme, ihr Ex, ein renommierter Forscher auf dem Gebiet der Optik, habe seinen Tod nur vorgetäuscht und stelle ihr nun in unsichtbarer Gestalt nach. Der Film „Der Unsichtbare“, der lose auf die Grundidee von H. G. Wells' gleichnamigem Science-Fiction-Roman zurückgreift, arbeitet mit vertrauten Genrekonventionen. Verglichen mit der ersten Stunde baut die zweite Hälfte des Films dann allerdings doch ein bisschen ab.

Preis DVD: circa 14 Euro

USA, 2019, Regie: Leigh Whannell, Laufzeit: 120 Minuten

teleschau

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