„Kühn hat zu tun“: Klappe für neue Jan Weiler-Verfilmung

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Diese beiden Herren wollen „Kühn hat zu tun“ nun auch zum Fernseherfolg machen: Hauptdarsteller Thomas Loibl (links) und Regisseur Ralf Huettner.

Ein neuer Krimi-Held fürs TV: Der Startschuss für die Dreharbeiten zu „Kühn hat zu tun“ ist gefallen.

Seit 12. Juni befindet sich die WDR/ARD-Produktion in vollem Gange. Der Film ist die Adaption eines Bestsellers aus der Feder des Erfolgsautoren Jan Weiler. Dessen Debütroman „Maria, ihm schmeckt's nicht!“ avancierte im Jahr 2003 zum Verkaufsschlager und wurde 2009 mit Christian Ulmen („Tatort“, „Jerks“) verfilmt. Auch „Das Pubertier“ (2014) eroberte im vergangenen Jahr die große Leinwand. „Kühn hat zu tun“ soll nun also fürs Fernsehen in Szene gesetzt werden - immerhin ist dort der deutsche Krimi beheimatet.

Die Regie übernimmt der Grimme-Preisträger Ralf Huettner („Vincent will Meer“, „Kommissarin Lucas“). Autor Volker Einrauch, der zuletzt für den packenden Frankfurt-Tatort „Unter Kriegern“ viel Lob erfuhr, hat das Drehbuch verfasst. Der titelgebende Hauptkommissar und Familienvater wird von Thomas Loibl („Toni Erdamnn“) verkörpert. Ihm zur Seite stehen unter anderem Dagmar Leesch, Robert Stadlober und Kim Riedle.

Der Kommissar kommt in der Verfilmung des Kriminalromans gleich an mehreren Fronten zum Einsatz. Ihm obliegt es, die Entführung eines Nachbarkindes aufzudecken. Parallel dazu wird unweit des Kühn'schen Gartens eine Leiche entdeckt. Treibt etwa ein Serienmörder sein Unwesen? Zudem wird der Polizist immer wieder von Visionen geplagt. Zu Hause machen ihm seine Kinder zu schaffen und auch die Wohnsituation ist nicht optimal... Dass Kühn zu tun hat, ist nicht untertrieben.

Es entfaltet sich ein spannender Mikrokosmos, in dem ein scharfer Blick hinter die bürgerliche Fassade nicht ausbleibt. Literaturkritiker Denis Scheck („Druckfrisch“, ARD) nannte Weilers Gesellschaftsroman „Ein sehr kluges Buch darüber, wo das Böse wohnt: unter deutschen Dächern.“ Ob die Verfilmung der cleveren Vorlage gerecht werden kann, wird sich zeigen. Die Dreharbeiten in und um München dauern noch bis Mitte Juli an, eine Ausstrahlung ist im Laufe des Jahres geplant.

teleschau

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