NDR-Sendung „Das soll Recht sein?“

Kritische Fälle in der Justiz: Ingo Zamperoni fragt nach

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Ingo Zamperoni ist ab Montag, 21. Oktober, 22.00 Uhr, mit drei neuen Folgen seines Gerichtsformats „Das soll Recht sein?“ im NDR zu sehen.

Wie gerecht ist die Rechtssprechung? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit von Fehlurteilen? Mit solchen Fragen beschäftigt sich „Tagesthemen“-Moderator Ingo Zamperoni in einer Sendereihe im NDR-Dritten.

Die ersten drei Folgen „Das soll Recht sein?“ wurden im vergangenen Herbst ausgestrahlt. Nun werden weitere drei Folgen der durchaus spannenden NDR-Sendung ausgestrahlt: Ab Montag, 21. Oktober, 22.00 Uhr, diskutiert Zamperoni gemeinsam mit vier Schöffen und Schöffinnen drei neue Gerichtsfälle aus Norddeutschland, die augenscheinlich alles andere als gerecht verliefen und im Staat für Kopfschütteln sorgten. Gerichte, sagt Zamperoni, sollen für Gerechtigkeit sorgen, „aber manche Urteile machen uns fassungslos.“

Die thematisierten Prozesse könnten unterschiedlicher nicht sein: In der ersten Folge „Sind Raser Mörder?“ wird die neue Regelung infrage gestellt, dass Raser bei tödlichen Unfällen wegen Mordes verurteilt werden können. Unter anderem geht es in der Sendung um einen bekannten Fall aus Bremen. Dort raste der Motorradfahrer Alperen T. im Juni 2016 durch die Innenstadt und kollidierte mit einem Rentner, der noch im Rettungswagen starb. Alperen T. verdingte sich als Moto-Vlogger und war mit seinen Hochgeschwindigkeitsfilmchen zu einem Star der Szene geworden ...

Am Dienstag, 22. Oktober, 22.00 Uhr, betrachten Zamperoni und die Schöffen einen Fall, bei dem ein 14-jähriges Mädchen nach einem Beschluss des Oberlandesgerichts in einer Jugendeinrichtung leben musste - ohne das Wissen ihrer Mutter („Kampf ums Kind“). Fast acht Monate wurde das Mädchen in einer Jugendeinrichtung „festgehalten“, wie es der NDR formuliert. Wie konnte es zu einer derartigen Entscheidung eines Oberlandesgerichts kommen?

Der letzte Teil „Risiko Freigänger?“ (Dienstag, 29. Oktober, 22.00 Uhr) beschäftigt sich mit einem verurteilten Mehrfachtäter, dem es gestattet war, ohne Begleitung Freigang zu haben, und der prompt wieder vor Gericht landete - und erneut als Sexualstraftäter verurteilt wurde. Zamperoni und die Schöffen analysieren, was hinter den umstrittenen und fragwürdigen Beschlüssen steckt.

teleschau

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