Was kostet die Liebe? - Ein Großstadtmärchen - Di. 01.03 - SAT.1: 20.15 Uhr

Cinderella als Escort-Girl

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Es könnte alles so schön sein, hätten Nora (Mira Bartuschek) und Max (Alexander Khuon) sich nicht über einen Escort-Service kennengelernt.

In der Komödie "Was kostet die Liebe? - Ein Großstadtmärchen" wird die alte Cinderella-Story mit einem Escort-Service aufgepeppt.

"Cinderella", "Aschenputtel", oder "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel": Die Geschichte des unscheinbaren Mädchens, das zur Prinzessin wird, wurde schon so häufig erzählt, dass man denkt, mehr geht nicht. Und trotzdem ist die Komödie "Was kostet die Liebe? - Ein Großstadtmärchen" genau das: Eine abgewandelte Cinderella-Story. Nur gibt es hier statt Stiefschwestern fiese Kolleginnen und nicht Tauben, sondern die Arbeit in einem Escort-Service verwandelt das Aschenputtel nach und nach in eine schöne Prinzessin. Der Debütfilm des Nachwuchsregisseurs Florian Knittel entstand im Rahmen einer Kooperation von ProSiebenSat.1 mit dem Land Baden-Württemberg und der Filmakademie Ludwigsburg. SAT.1 zeigt den Film jetzt zur Primetime als Free-TV Premiere.

Nora (Mira Bartuschek) schlägt sich so durchs Leben. Tolle Männer sind weit und breit nicht in Sicht, und auch im Job gilt sie nur als die ewige Praktikantin. Eines Tages steht ihre Cousine Emily (Birte Glang) vor der Tür und zieht mit Koffer und Mops bei ihr ein. Wegen einer Lebensmittelvergiftung bittet sie Nora prompt bei der Arbeit für sie einzuspringen, und zwar als Begleiterin bei einem Escort-Service: Nothing included, selbstverständlich. Nora lässt sich nach langem Bitten darauf ein und lernt als "Beatrice" Millionär Max (Alexander Khuon) kennen. Die beiden verbringen einen traumhaften Abend zusammen. Spätestens in dem Moment, als Max Nora in den Schuh hilft, ist die Parallele zu "Cinderella" mit der Holzhammermethode beim Zuschauer angekommen.

Es kommt, wie es kommen musste. Ausgerechnet Max ist der neue Chef der Werbefirma, in der Nora arbeitet. Der moderne Prince Charming hat aber einen Fehler: Er erkennt seine Angebetete nicht wieder - ist ja auch schwierig, in normalen Klamotten und so ganz ohne High-Heels. Das hat man so ähnlich schon über 1.000-Mal gesehen, genau wie die darauf folgende Verwechslungsgeschichte, in der Max' bester Freund Freddy (Marc Ben Puch) auch noch kräftig mitmischt und das Chaos perfekt macht. Wird am Ende trotzdem alles gut, getreu dem Motto der Werbefirma: "Fairytale - zuständig für Träume und Märchen jeder Art"?

Der Film will genau wie Max der "verschissenen Werbewelt mal so richtig auf die Eier geben". Dessen inspirierende Ansprache vor versammelter Mannschaft ist dabei nicht das Einzige, das an Rom-Coms der Marke Hollywood erinnert. Auf Noras "Ich hab es so satt, ich zu sein" folgt ein einfaches "dann werde doch eine Andere" von Emily. Alles, was Mama über "sei einfach du selbst" einmal gesagt hat, kann man sich demzufolge also schenken. Vielleicht ist das der ehrlichste Ansatz des Films. Kleider machen eben doch Leute.

Die Schauspielleistung trägt wenig dazu bei, die gelegentlichen Schwächen des Drehbuchs zu übertönen. Zu wenig subtil ist Birte Glang als schrille Cousine Emily, zu tollpatschig Mira Bartuschek als Nora. Vor allem die drittklassige Verwechslungsgeschichte lässt den Zuschauer zwangsläufig aufstöhnen. Als Unterhaltung dient "Was kostet die Liebe? - Ein Großstadtmärchen" trotzdem für alle, die auf Millionäre mit Herz und Verwandlungen zur Prinzessin stehen.

Name der Sendung Was kostet die Liebe? - Ein Großstadtmärchen
Sendedatum 01.03.2016
Sender SAT.1
Sendezeit 20:15:00
Genre Komödie
Filmbewertung akzeptabel
Genre Komödie
Filmname Was kostet die Liebe? - Ein Großstadtmärchen
Originaltitel
Regisseur Florian Knittel
Schauspieler Mira Bartuschek
Schauspieler Birte Glang
Schauspieler Alexander Khuon
Entstehungszeitraum 2015
Land D

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