„hart aber fair extra“

Keine Panik! Darum war diese „hart aber fair“-Ausgabe zum Coronavirus überfällig

Frank Plasberg (rechts) hatte Prof. Dr. Alexander Kekulé, NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Dr. Susanne Johna und Prof. Borwin Bandelow (von links) in seiner Sendung zu Gast.
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Frank Plasberg (rechts) hatte Prof. Dr. Alexander Kekulé, NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Dr. Susanne Johna und Prof. Borwin Bandelow (von links) in seiner Sendung zu Gast.

Bruno Labbadia ist eine Legende.

Vielleicht weniger, wenn es um seine Erfolge als Fußballtrainer (unter anderem: HSV, Leverkusen, Stuttgart, Wolfsburg) geht, dafür aber ganz sicher für seinen Spruch „Das wird alles von den Medien hochsterilisiert.“ Sein verbaler Fauxpas (von anno 2009) ist mittlerweile so im verballhornenden Sprachalltag angekommen, dass er nicht einmal mehr als Fehler wahrgenommen wird. Als gestern Abend bei „hart aber fair extra“ - einziges Thema: „Zwischen Hysterie und begründeter Angst: Wie gefährlich ist das Coronavirus?“ - der dauerhaft düster dreinblickende NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann verbal exakt in Labbadias Spuren wandelte, lachte nur Moderator Frank Plasberg kurz auf.

„Neue Gefahren erzeugen übergroße Ängste!“

Das ist prinzipiell gut - Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Und gerade in Tagen wie diesen, in denen, so der Experte für Angsterkrankungen, Prof. Borwin Bandelow, „die Nationalpanik ausbricht“. Was im Übrigen verständlich sei, so Bandelow weiter: „Neue, unbekannte Gefahren erzeugen übergroße Ängste. Das Angstgehirn denkt sich: Ich bin der Nächste!“

„hart aber fair“ ging es also vor allem um die Beruhigung des bundesdeutschen Angstgehirns. Das erreicht man am besten durch Information. „Wir wollen Orientierung geben“, gab Plasberg das Motto aus. Und Prof. Dr. Alexander Kekulé setzte es quasi im Alleingang um. Der Virologe und Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg avancierte zum gehuldigten Star der Sendung. Sollte er demnächst in TV-Formaten wie „Dr. Kekulé“, „Kekulé's Anatomy“, „Sprechstunde mit Dr. Kekulé“ oder „Fragen Sie Dr. Alexander“ in Serie gehen - es würde nicht verwundern.

Virologe: „In vier Wochen wissen wir mehr!“

Kekulé hatte einiges zu sagen, leider nicht nur Beruhigendes. Einerseits sei eine Ansteckung in Deutschland derzeit „höchst unwahrscheinlich“ und als „absolute Seltenheit“ zu betrachten. Andererseits gelte dies nur für den Moment: „In vier Wochen wissen wir mehr.“ Motto: „Die Gegenwart ist ungefährlich, die Zukunft leider ungewiss.“

Nach „hart aber fair extra“, bei dem die Runde auch auf Zuschauerfragen einging, weiß man als Zuschauer auf jeden Fall ein bisschen mehr, vor allem Kekulé sei Dank. Die Kernaussagen der Sendung, aufgeteilt in gute und weniger gute Nachrichten:

„Vorerkrankte und alte Menschen sind gefährdeter!“

Die nicht so guten Nachichten:

Tipps: Hände waschen, in Armbeugen niesen

Praktische Tipps und Ratschläge gab es auch:

Und ganz allgemein: keine Panik!

teleschau

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