Style-Magazin ab 28. Juni auf Sixx

Janin Ullmann: „Ich sah aus wie ein Textmarker!“

+
Janin Ullmann moderiert ab Mittwoch, 28. Juni, 22.10 Uhr, das Magazin „red.Style“ auf Sixx. Die Sendung thematisiere alles rund um „den Begriff Stil, also von Mode über Raumdesign bis hin zu Trends - auch mal die, über die man schmunzeln muss“.

Janin Ullmann moderiert ihr eigenes Lifestyle-Magazin beim Frauensender Sixx. Im Interview plaudert sie über Shopping-Gewohnheiten und ihre Modesünden aus der Zeit als VIVA-Moderatorin.

Janin Ullmann stand schon mit 18 Jahren unter ihrem Mädchennamen Reinhardt bei VIVA vor der Kamera. Heute schüttelt sie den Kopf über ihre damalige Kleiderwahl und gibt zu Protokoll: „Meine gesamte VIVA-Zeit war eine reine Style-Sünde!“ Inzwischen ist die gebürtige Erfurterin 35 Jahre alt und äußerst stilsicher. Nicht nur deshalb moderiert die Blondine ab Mittwoch, 28. Juni (22.10 Uhr, Sixx), ihr eigenes Style-Magazin, die Ehefrau des Schauspielers Kostja Ullmann (33) bringt eben auch die notwendige Kamera-Erfahrung mit. Den bunt gemischten Aufbau des Magazins - zwischen Frisur-Trends und Style-Tipps finden sich auch Interviews mit Prominenten - erklärt sie im Interview. Eine reine Frauen-Sendung solle es aber nicht werden, denn den Herren der Schöpfung darf man bei Stilfragen auch mal unter die Arme greifen - und dabei, die Frauen besser zu verstehen.

nordbuzz: Seit etwa einem Jahr sind Sie verheiratet und haben Ihren Nachnamen von Reinhardt in Ullmann geändert. Eine schwere Entscheidung?

Janin Ullmann: Überhaupt nicht. Klar kennt man mich unter meinem Mädchennamen, trotzdem war für mich von Anfang an klar, dass ich Kostjas Nachnamen annehmen werde. Da bin ich sehr klassisch und trage den Namen meines Mannes voller Stolz.

nordbuzz: Können Sie sich ein gemeinsames Projekt mit Ihrem Ehemann vorstellen?

Ullmann: Wir werden oft im Doppelpack angefragt, aber haben uns von Anfang an gegen gemeinsame Projekte entschieden. Mir stehen oft die Nackenhaare zu Berge, wenn ich sehe, wie aus einer Liebe etwas sehr Geschäftstüchtiges wird. Das Private ist mir heilig, deswegen möchte ich auch, dass es privat bleibt.

nordbuzz: Das neue Magazin „red.Style“ moderieren Sie alleine. Was erwartet die Zuschauer?

Ullmann: Wir thematisieren alles rund um den Begriff Stil, also von Mode über Raumdesign bis hin zu Trends - auch mal die, über die man schmunzeln muss. Es ist eine schöne Mischung aus Tipps und Tricks, Geschichten, Erlebnissen und Gesprächen mit Bloggern, Prominenten und inspirierenden Persönlichkeiten.

nordbuzz: Das Motto der Sendung lautet „Beratung wie von der besten Freundin“. Wie wollen Sie das umsetzen?

Ullmann: Mit meinen 35 Jahren habe ich schon einiges erlebt und so manchen Trend mitgemacht. Mir ist wichtig klarzumachen, dass man nicht jeder Mode-Bewegung zwingend folgen muss, sondern nur den Trends, die einem auch gefallen und entsprechen. Ich moderiere die Sendung auf Augenhöhe mit den Zuschauern und auch mit einer gewissen Selbstironie. Ich plaudere ein wenig aus dem Nähkästchen, da ich mit meinen Mädels viel über solche Themen quatsche.

„Früher war ich eher ein ‘Jungs-Mädchen‘“

nordbuzz: Das heißt, Sie veranstalten privat durchaus den ein oder anderen Mädelsabend?

Ullmann: Ja, tatsächlich ist mir das sehr wichtig! Früher war ich eher ein „Jungs-Mädchen“, weil ich immer nur mit Jungs rumgehangen habe. Mittlerweile ist mein Freundeskreis überwiegend weiblich. Ich liebe diese tollen, talentierten, großartigen Frauen, die ich meine Freundinnen nennen darf. Wie gehen alle unseren eigenen Weg und unterstützen uns dabei.

nordbuzz: Warum brauchen die Frauen überhaupt eine solche Sendung?

Ullmann: In erster Linie freue ich mich, wenn alle Spaß haben an unserer Sendung. Trotzdem hat „red.Style“ auch den Anspruch, einen guten Service zu bieten, und zwar nicht nur, wenn es um Stil geht. Wir sprechen beispielsweise auch über Liebe und geben Tipps. Auch das sind Themen, die man normalerweise eher unter Freundinnen bespricht, so wie ich es privat auch mache.

nordbuzz: Die Sendung ist demnach ausschließlich für Frauen gedacht?

Ullmann: Absolut nicht, wir wollen die Männer nicht außen vor lassen und können ihnen so einiges bieten! Es ist nicht immer leicht, uns Frauen zu verstehen, das gebe ich gerne zu. Bei „red.Style“ bekommen die Herren der Schöpfung Tipps, dem „großen Mysterium Frau“ ein bisschen näherzukommen.

nordbuzz: Sind Sie denn einfach zu verstehen für ihren Mann?

Ullmann: Ich befürchte nein! Da bin ich wie jede andere Frau (lacht). Aber ich versuche es ihm ab und zu leichter zu machen und Dinge direkt zu sagen und auf den Punkt zu bringen. Ich habe gelernt: Kommunikation macht vieles einfacher in einer Beziehung.

nordbuzz: Geben Sie Ihrem Partner Style-Tipps?

Ullmann: Wenn es um Diplomatie geht, ist bei mir relativ viel Platz nach oben, deswegen bin ich sehr happy, dass wir beide sicher sind, was unsere Kleiderwahl betrifft (lacht).

„...dann bin ich in Nullkommanix schlechter gelaunt als Grumpy Cat“

nordbuzz: Also auch keine gemeinsamen Shopping-Ausflüge?

Ullmann: Auf keinen Fall! Ein wichtiger Tipp für alle Frauen: Nehmt lieber die beste Freundin mit zum Shoppen als den Freund, das ist entspannter für beide! Bei mir ist es aber eher so, dass ich das meinem Mann nicht antun möchte. Ich bin nämlich sehr ungeduldig, und deswegen ist Shoppengehen eine echte Strafe für mich. Wenn mir ein Teil nicht direkt gefällt und ich planlos von Laden zu Laden rennen muss, bin ich in Nullkommanix schlechter gelaunt als Grumpy Cat.

nordbuzz: Wie würden Sie Ihren eigenen Stil beschreiben?

Ullmann: Ich mag es am liebsten lässig und unkompliziert. Jeansshorts, Tanktop, Sneakers, Boyfriend-Hemd, fertig! Grundsätzlich finde ich Frauen toll, denen man ansieht, dass sie mit sich im Reinen sind. Wir sind ja manchmal sehr streng zu uns, da schließe ich mich komplett mit ein. Wir Frauen sollten uns viel öfter sagen, wie toll wir uns gegenseitig finden!

nordbuzz: Styling ist also Ausdruck der Persönlichkeit?

Ullmann: Ja, natürlich! Wir zeigen durch unsere Erscheinung den Charakter und wie wir uns fühlen. Ich bin zum Beispiel mit meinen 1,64 Meter eher ein Zwerg. Manchmal hätte ich auch gerne tolle, lange Beine wie zum Beispiel Toni Garrn, aber die hat ja schon Toni Garrn! Wenn ich den Wunsch danach habe, dann ziehe ich High Heels an, um mich zumindest etwas größer zu fühlen. Man muss nicht perfekt aussehen, aber man sollte sich gut fühlen.

nordbuzz: Aber zeigt nicht eine Sendung, die sich hauptsächlich mit Aussehen beschäftigt, wie oberflächlich unsere Gesellschaft ist?

Ullmann: Wir alle sehen jeden Tag, vor allem durch die Social-Media-Kanäle, eine Menge perfekter Bilder. Perfektion ist ganz offensichtlich zu einem Gradmesser für ein glückliches Leben geworden. Bei „red.Style“ wird das natürlich auch Thema sein. Wir ordnen das ein und betrachten viel mit einem Augenzwinkern. Bei uns wird es vor allem um Lifestyle gehen. Dazu gehören neben Fashion und Beauty Ideen, wie die eigenen vier Wände noch gemütlicher gestaltet werden können, leckere Food-Trends, alles rund um Liebe. Wir wollen zu einem guten Lebensgefühl beitragen. Mir geht es weniger um Perfektion, weswegen wir auch zeigen, dass man nicht jedem Trend hinterherlaufen muss und einen individuellen Stil haben darf.

Style-No-Gos? - „Logo-Shirts“

nordbuzz: Stehen Sie mit der Show nicht in Konkurrenz zu den vielen YouTube-Kanälen?

Ullmann: Ganz im Gegenteil. Unsere Sendung zieht vielmehr einen Bogen zu bekannten Bloggern, die uns ihre persönlichen Tipps geben, egal ob zum Thema Mode, Reise oder Food.

nordbuzz: Verraten Sie uns Ihre schlimmste Style-Sünde?

Ullmann: Ganz ehrlich, meine gesamte VIVA-Zeit war eine einzige Style-Sünde! Ich habe keine Ahnung, was von 2000 bis 2005 in mich gefahren ist. Ich sah aus wie ein Textmarker! Kein Teil hat zum anderen gepasst. Mein allererstes Fotoshooting für VIVA hatte ich mit 18 Jahren, und ich trug ein Mickey-Mouse T-Shirt. Das sollte man niemals machen, außer man ist zwölf Jahre alt! (lacht)

nordbuzz: Gibt es für Sie auch heute noch Style-No-Gos?

Ullmann: Ja, das sind die Logo-Shirts, die gerade viele Influencer und Promis tragen. Zufällig spazieren sie dann alle beim Coachella-Festival rum und lassen sich damit vom WM-Fotografen ablichten. Das ist in meinen Augen kein Mode-Trend, sondern ein raffiniertes Geschäft mit dem Menschen als lebendige Litfaßsäule. An dieser Stelle würde ich bei „red.Style“ sagen, dass man keinen Trend an Leuten festmachen sollte, die sich einfach nur einen Trip zu einem angesagten Festival finanzieren lassen.

nordbuzz: Da Sie sich selbst für Mode interessieren: Schalten Sie auch eine Sendung wie „Shopping Queen“ ein?

Ullmann: Ich bin, wie wahrscheinlich jede Frau, ein großer Fan von Guido Maria Kretschmer. Seine bissigen Kommentare liebe ich, und er schafft es immer, die Dinge mit Witz und Charme auf den Punkt zu bringen.

nordbuzz: „red.Style“ wirbt mit dem Slogan #wemakeyouhappy. Was macht Sie glücklich?

Ullmann: Am glücklichsten bin ich, wenn ich mit meinem Mann und unseren Freunden beim Essen bin. Wir reden dann alle durcheinander, jeder probiert vom anderen, und meistens klirren die Gläser ein bisschen zu laut. In diesen Momenten weiß ich immer, dass ich nicht mehr brauche als das, um glücklich zu sein!

tsch

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare