Neue Serie „Hightown“

„Hightown“: Die Party ist vorbei

Als Jackie (Monica Raymund) eine Leiche findet, setzt ihr das mehr zu, als sie sich eingestehen will. Die neue Starzplay-Serie „Hightown“ startet am 17. Mai.
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Als Jackie (Monica Raymund) eine Leiche findet, setzt ihr das mehr zu, als sie sich eingestehen will. Die neue Starzplay-Serie „Hightown“ startet am 17. Mai.

Als die partysüchtige Jackie (Monica Raymund) eine Leiche findet, gerät ihr Leben in der gelungenen Starzplay-Serie „Hightown“ endgültig außer Kontrolle. Helfen soll eine Therapie - wäre da nicht ein entscheidender Hinweis auf den Mörder.

Das Wochenende kann für Jackie (Monica Raymund) nicht früh genug kommen. Schließlich erwartet die junge Beamtin der US-Fischereibehörde die bunte Vergnügungsmeile des Küstenorts Cape Cod und deren unzählige Versuchungen. Zwei Fischer, die sich nicht an die Regeln gehalten haben, sind da an einem Freitagnachmittag leidlich lästig. Deswegen lässt Jackie die beiden davonkommen und stürzt sich in einen Partymarathon, der nach Alkohol- und Drogenexzessen tags darauf sein Ende findet - samt One-Night-Stand im Bett und dröhnendem Kopf. Linderung verspricht in der neuen Starzplay-Serie „Hightown“ (ab 17. Mai) ein Morgenspaziergang am Meer. Wäre da nicht eine Frauenleiche ...

Die Tote ruft den Detective Ray Abruzzo (James Badge Dale) auf den Plan, der feststellen muss, dass es sich bei dem Opfer um eine seiner Informantinnen handelt. Bei seinen Nachforschungen kommt er schon bald mit dem Drogenbaron Frankie Cuevas (Amaury Nolasco, „Prison Break“) in Berührung. Der sitzt zwar im Knast, scheint die Zügel seines Geschäfts aber trotzdem noch fest in der Hand zu halten. Besonders pikant: Abruzzo setzt alles daran, Frankies Freundin Rennee (Riley Voelkel) als neue Informantin zu gewinnen.

Jackie scheint ihr Leben nach dem Leichenfund derweil komplett zu entgleiten. Mehr denn je bestimmen Alkohol, Drogen und Sex ihr Leben. Erst nach einem schweren Autounfall beginnt sie widerwillig eine Therapie gegen ihre Sucht. Ausgerechnet während des Entzuges erhält sie eine vielversprechende Information in Bezug auf den Mord und sieht es fortan als ihre Mission, zur Aufklärung des Verbrechens beizutragen.

Nicht innovativ, aber überzeugend

Mit einer psychisch labilen Hauptfigur auf der einen und einem chronisch unterkühlten und muffigen Detective auf der anderen Seite bedienen Serienschöpferin Rebecca Perry Cutter („Gotham“) und Produzent Jerry Bruckheimer („Bad Boys For Life“, „Lucifer“) in ihrer Crime-Drama-Serie auf den ersten Blick gern genutzte Stereotype. Doch bei „Hightown“ lohnt es sich, genauer hinzusehen. Zwar erfindet die achtteilige Produktion das Rad nicht neu, besticht aber mit einer überzeugenden Figurenzeichnung und einer Handlung, die weder zum rührseligen Drama verkommt noch in kriminalistische Ermittlungsorgien ausartet.

Besonders überzeugend agiert Hauptdarstellerin Monica Raymund, die bislang in Serien wie „Chicago Fire“ und „Lie To Me“ ihre Spuren hinterließ. Ihrer Figur Jackie verleiht sie eine einnehmende Präsenz und bemerkenswerten Facettenreichtum. Eindrücklich ist vor allem das erste Gespräch mit der Leiterin des Suchtzentrums, währenddessen sich die Gefühlswelt Jackies irgendwo zwischen kindlichem Trotz, vermeintlicher Coolness, flotten Sprüchen und einem zerrissenen Seelenleben einpendelt.

teleschau

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