Der Bulle und das Landei - Goldrausch - Do. 21.04 - ARD: 20.15 Uhr

Irm Hermann greift zur Knarre

+
In der sechsten Folge der Krimireihe "Der Bulle und das Landei" ermitteln Kati (Diana Amft) und Robert Killmer (Uwe Ochsenknecht) wieder im Eifelort Monreal. Der Fall weist in die Nachkriegszeit zurück.

Uwe Ochsenknecht und Diana Amft sind zum sechsten Mal als "der Bulle und das Landei" im Einsatz. Im Eifelstädtchen wird ein Altbürgermeister um die Ecke gebracht.

So ungerecht kann die Fernsehwelt sein: Da spielen sich Uwe Ochsenknecht und Diana Amft in ihrem oberhessischen Eifelstädtchen regelmäßig den Hintern wund. Die Kritik ist's zufrieden, aber das Publikum bleibt weg. Gerade mal 3,4 Millionen (10,5 Prozent) waren es beim letzten Film im vergangenen Jahr. Dass man diesmal ganz Besonderes vorhat, wird schon beim Teaser deutlich. In liebevollem Schwarzweiß ist der gemacht, spielt in der unmittelbaren Nachkriegszeit und weist auf ein Verbrechen von damals zurück: Raubmord bei der Post ...! 70 Jahre später wird der Altbürgermeister Karl Wolter ermordet - Starkstrom auf dem Treppenlift. Auf das Polizistenpärchen Robert und Kati Killmer kommt in Der Bulle und das "Landei - Goldrausch" harte Arbeit zu - und auf den Zuschauer durchaus viel Vergnügen.

Die Verdächtigen wirken allesamt zunächst höchst verschroben: Da ist ein zurückgebliebener Gärtner, der ein Glasauge trägt, ein seniler Hühnerzüchter wirkt schon höchst verdächtig, und nicht zuletzt Fräulein von Blücher (Irm Hermann), die Haushälterin mit dem eisigen Blick könnte sehr wohl die Täterin sein. Bald wird Robert und Kati klar, dass die Tat mit einem weit zurückliegenden Ereignis in Monreals Vergangenheit zusammenhängt.

Bürgermeister Drömmer (Bernhard Schütz) hatte Großes vor: Der 95. Geburtstag seines Vorvorgängers Karl Wolter soll seinen ganzen Glanz auf ihn selbst, den politischen Enkel des großen Vorläufers, lenken. Doch dann das. Der plötzliche Elektrotod. Warum so kurz vor dem großen Tag, und was hatte Wolter mit der Androhung gemeint, er wolle just zu diesem Zeitpunkt eine Bombe platzen lassen?

In Wolters Villa werden Robert und Kati von der geheimnisvollen Haushälterin Hermine von Blücher empfangen. Sie war einst die Tochter des Hauses, doch wurde ihr Vater wegen eines angeblichen verübten Postüberfalls um Besitz und Leben gebracht. Man hatte bei ihm Reste des geraubtebn Goldes gefunden. Wolter nahm die Waise danach selbstlos als Haushälterin auf. Und so lautet Hermines Tatversion nun kühn: Horst Schaurig (Ingo Naujoks), der Sohn des Hühnerzüchters Georg Schaurig, soll Wolters Mörder aus gutem Grund gewesen sein.

Uwe Ochsenknecht und Diana Amft lösen auch ihren sechsten Fall unter der Regie von Torsten Wacker mit viel Spielfreude und durch Understatement gezügeltem Humor. Mag ihr fortwährendes Ehescheidungsspielchen auch wie ein nasses Handtuch ausgewrungen werden. Der Running Gag funktioniert, und Oma Biever (Ulrike Bliefert) darf sich immer wieder Hoffnung auf den Fortbestand der Ehe machen. Die Episodenfiguren sind mit Irm Hermann, die abschließend zur Knarre greift, mit Charles Brauer und Ingo Naujoks in mehr oder weniger schuftigen Rollen erstaunlich hochkarätig besetzt, sodass der Flachs trotz des Mordens bis hin zum Showdown samt beigefügtem Happyend bestens blühen kann.

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare