TV-Diss per YouTube-Video

Helena Fürst ist jetzt Rapperin

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Ist unter die Rapper gegangen: die ehemalige Sozialfahnderin, Armenkämpferin und Dschungel-Camp-Bewohnerin Helena Fürst.

Reality-TV-Sozialfahnderin und Dschungelcamp-Teilnehmerin Helena Fürst mischt mit einem Rap-Song die Musikbranche auf.

Musikalisch ist ihr auf YouTube abrufbarer Song „Gebt mir mein Leben zurück, ich finde mein Glück!“, mit dem die 45-Jährige nun ihr Glück versucht, simpel gestrickt: Über einen Billigbeat, der im Hintergrund monoton und variationslos wie das Preset einer 80-er-Jahre Bontempi-Orgel klingt, spreizt „die Fürstin“ recht ungelenke Reime.

Sozial- und medienkritsch gibt Helena Fürst ihren bislang gut 5'000 Hörern zu verstehen: „Manchmal ist TV einfach nur Kot. Hass gestreut von Massen, lass' mich nicht verblassen, lass mich kalt, ihr macht mich nicht kalt ... kreativ sein ist nicht peinlich, denn die Show ist nicht reinlich.“ Fürst wurde als ehemalige Sachbearbeiterin beim kommunalen Jobcenter „Pro Arbeit“ im Kreis Offenbach entdeckt. Dort wurde sie 2008 für die SAT.1-Sendung „Gnadenlos gerecht - Sozialfahnder ermitteln“ mit der Kamera begleitet. Es folgten die RTL-Doku-Soap „Helena Fürst - Kämpferin aus Leidenschaft“ beziehungsweise „Helena Fürst - Anwältin der Armen.“

Beschwerde gegen das „Dschungelcamp“ - und eine Neubewerbung

Als die Formate ausgedient hatten, machte Fürst, seit 2011 Mutter einer Tochter , noch einmal „Furore“ als eher miesepetrige Dschungelcamp-Teilnehmerin des Jahres 2016. Sie wurde als viertletzte Teilnehmerin herausgewählt und produzierte danach neue Schlagzeilen, indem sie Moderatorin Sonja Zietlow vorwarf, bei den Zuschauern für ihren Rauswurf Stimmung gemacht zu haben. Trotz getätigter Nestbeschmutzung äußerte Fürst den Wunsch, 2020 noch ein zweites Mal an der RTL-Show „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ teilzunehmen. Ein Wunsch, dem der Kölner Privatsener übrigens umgehend eine humorlose Absage erteilte.

Jetzt äußert sich die ehemalige Sozialarbeiterin bis auf weiteres über soziale Medien und eben jenes „Rap“-YouTube-Video. Wer wissen will, was die „Fürstin“, die bereits mit ihrem damaligen Verlobten, dem Schlagersänger Ennesto Monté, mal einen Song veröffentlichte, sich bei ihrer Dichtkunst dachte, kann dies auf Fürsts Facebook-Account nachlesen: „Natürlich hat mein Rap eine tiefere Bedeutung. Es ist eine Medienkritik und meine persönliche Verarbeitung mit dem Ganzen. Sogar das Brot steht für etwas Bestimmtes, also wer meint, ich reime da sinnlos rum, nein. Denkt über die Metaebene meines Raps nach, wenn ihr mögt.“

teleschau

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