Oldenburger Kandidat im Interview

Heinrich Herwig über ZDF-Küchenschlacht: „Zuhause koche ich nie nach Rezept“

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Zusammen mit weiteren Kandidaten kämpft Heinrich Herwig um den Wochensieg. 

Pünktlich zur Mittagszeit wird im ZDF jede Woche um die Wette gekocht. In der Sendung „Die Küchenschlacht“ kämpfen fünf ambitionierte Hobbyköche um den Wochensieg. Nachdem sich im Januar bereits Oldenburgerin Mona Li in die Studio-Küche wagte, ist nun erneut ein Oldenburger am Start: Heinrich Herwig. Wir haben mit ihm über seinen Food-Blog, Nelson Müller und ekligen Seeigel gesprochen. 

nordbuzz: Moin Heinrich, ab Montag bist Du in der ZDF-Küchenschlacht zu sehen. Wie kam es denn überhaupt dazu? 

Heinrich Herwig: Ich habe mich selbst beworben. Aber eigentlich kannte ich die Sendung gar nicht richtig. Erst durch die Food-Bloggerin „Grazielle“ wurde ich auf die ZDF-Küchenschlacht aufmerksam. Zusammen mit weiteren Bloggern hatten wir ein Rezept für ein Pfannkuchen-Kochbuch für Kinder geliefert. Als dieses dann erschien, war sie gerade Teilnehmerin der Küchenschlacht. Daraufhin habe ich mir ein paar Folgen angesehen und mich beworben. Einfach über ein Onlineformular mit persönlichen Angaben, ausführlichen Rezepten und einem Foto von mir. Dann kam der Anruf von den Produzenten und schon wenige Wochen später stand ich im Studio. 

nordbuzz: Und wie ging es dann weiter?  

Heinrich: Für jeden Tag gibt es ein anderes Motto. Ich durfte jeweils zwei Rezept-Vorschläge machen. Das ZDF sucht dann das passende raus. Am ersten Tag koche ich zum Beispiel mein Leibgericht: handgeschabte Käsespätzle mit Gurkensalat. Das ist auch das Lieblingsessen unserer Kinder. 

Oldenburger Heinrich Herwig ist ab Montag, 20. März bei der Küchenschlacht im ZDF zu sehen. 

nordbuzz: Hast Du die Rezepte denn vorher einmal probegekocht?

Heinrich: Da ich das Rezept für den letzten Tag noch nie gemacht hatte, habe ich das vorgekocht. Am Freitag gibt es in der Küchenschlacht ja immer ein Rezept des Moderators. Bei mir war das Nelson Müller. Ansonsten habe ich überlegt welche Zutaten und Hilfsmittel ich zur Sendung mitnehme. Zum Beispiel zwei Balsamico-Essige ein ganz bestimmter süßer Senf und mein geliebter Trüffelhobel.

nordbuzz: Nützliche Hilfsmittel sind ja nicht schlecht. Doch nützt das beim Kochen unter Zeitdruck?

Heinrich: Natürlich habe ich versucht Rezepte zu finden, die ich auch in der Zeit schaffen kann. Das war dann kein Problem. Ich hatte ein paar Zweifel, ob ich kochen und mich gleichzeitig mit Nelson unterhalten können würde. Aber letztlich war das kein Problem. Und da das Team im Studio so herzlich und hilfsbereit war, kam bei mir gar kein Lampenfieber auf. Die Kameras konnten mich auch nicht mehr stören, denn schon 2015 habe ich bei „Das perfekte Dinner“ mitgemacht. 

nordbuzz: Und wie war Nelson Müller so?

Heinrich: Ihn kennen zu lernen war echt eine tolle Erfahrung. Nelson ist ein wirklich netter, herzlicher Mensch. Wie übrigens auch die Juroren, die im Laufe der Woche so bewertet haben. Richtige Koch-Tipps habe ich von Nelson zwar nicht bekommen, aber die Bewertung durch die Juroren war natürlich auch sehr interessant.

nordbuzz: Auf deinem Blog „Gaumenschrei“ gibst Du ja auch selbst Tipps und postest Rezepte. Was hat es damit auf sich?

Heinrich: Damit habe ich Anfang 2016 angefangen. Da war meine Frau die treibende Kraft. Ich sollte meine Texte und Bilder doch öffentlich machen, hat sie gesagt. Dabei geht es mir aber weniger um genaue Rezepte zum Nachkochen, die gibt es ja wie Sand am Meer. Ich möchte einfach die eigene Kreativität meiner Leser beflügeln und Menschen erreichen, die dem Kochen, Essen und Genuss zugetan sind. Meine Texte drehen sich also nicht nur um die Zubereitung und meine Bilder sollen den Besuchern einfach Freude bereiten. Ich hoffe, das gelingt mir.

„Was in meinem „Kochhirn“ noch ganz passabel wirkte, war im Ergebnis aber ungenießbar“

nordbuzz: Und wer hat Dir diese Kreativität in der Küche beigebracht?

Heinrich: Das war ich weitestgehend selbst. Ich habe schon mit etwa zehn Jahren angefangen und koche wann immer es geht für die Familie oder Freunde. Dabei niemals nach Rezept, sondern ich denke mir die Zusammenstellung der Zutaten immer selbst aus. 

nordbuzz: Klingt sehr kreativ. Und wenn Du mal keine Lust drauf hast, wo gehst Du dann in Oldenburg essen?

Heinrich: Zum Griechen um die Ecke oder zur Brückenwirtin. Aber noch lieber esse ich bei meinen Kochfreunden. Seit 20 Jahren treffen wir uns und kochen regelmäßig zusammen.

nordbuzz: Eine eklige Frage hätten wir noch: Was war das Schlimmste, was Du je gegessen hast?

Heinrich: (lacht) Ich habe einmal in einem Sushi-Laden in Düsseldorf Seeigel probiert. Das war grausig. Und in unserem Kochkreis hatten wir mal das Thema Fisch und so habe ich mich an einer Nachspeise probiert: Glasierter Thunfisch. Was in meinem „Kochhirn“ noch ganz passabel wirkte, war im Ergebnis aber ungenießbar.

nordbuzz: Montag geht‘s los: Wo und mit wem wirst Du Dir die Sendungen anschauen?

Heinrich: Schön ruhig zuhause mit meiner Frau auf der Couch. Aber ich bin Montag beruflich unterwegs und kann die Sendung daher erst am Abend sehen. Gut, dass das ZDF eine Mediathek hat.

Ab Montag, 20. März, wird die Küchenschlacht-Ausgabe mit Heinrich Herwig im Zweiten ausgestrahlt. Die Kochsendung läuft täglich um 14.15 Uhr. Zum Start dürfen wir uns auf die Leibgerichte der Kandidaten freuen. Bei Heinrich stehen Käsespätzle mit Gurkensalat auf dem Speiseplan.

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