20 Jahre „Wer wird Millionär?“

Günther Jauch: So haben sich die Kandidaten verändert

+
20 Jahre „Wer wird Millionär?“: Günther Jauch führt am Montag durch die Jubiläumsausgabe. Im Interview mit RTL meinte der Moderator im Vorfeld: „Die großen Hasardeure sind seltener geworden.“

Seit 13.

September 1999 hat sich in der deutschen TV-Landschaft viel getan. Traditionssendungen wie „Wetten, dass ..?“ wurden abgesetzt, das Reality-TV eroberte die Zuschauergunst und einzig König Fußball scheint im Rennen um die besten Quoten weiter unangetastet. Eine Ausnahme bildet „Wer wird Millionär?“. Die Quizsendung läuft seit 20 Jahren und bringt es mittlerweile auf mehr als 1.400 Folgen. Bevor Günther Jauch am Montag zur Jubiläumsausgabe (RTL, 20.15 Uhr) lädt, verriet der Moderator gegenüber RTL, was für ihn den perfekten Kandidaten ausmache. Es sei „derjenige, der reinkommt und den ich von der Optik, vom Gang, der Kleidung, vor den ersten Antworten in eine Klischeeschublade stecke und denke, das ist ein Langweiler“. Erst mit der Zeit merke man dann jedoch, wie der Kandidat selbstironisch werde und „im besten Fall Intelligenz zeige“, so Jauch.

Quizzer, die mit Originalität und Humor punkten konnten, seien „schon mit tosendem Applaus verabschiedet worden“, obwohl man damit vorher nie gerechnet hätte. Neben den Kandidaten machen auch die Fragen die Sendung so besonders, wie der Moderator betonte. Schätzfragen wie „Was hat der Durchschnitts-Deutsche in seinem Leben: 3,7 Freunde, 3,7 Autos, 3,7 Jeans im Schrank oder 3,7 Handyverträge?“ würden Zuschauer vor dem Fernseher in besonderem Maße involvieren. „Dann richte ich mich zu Hause von meiner Couch auf und frage mich, kann das sein, dass der Deutsche nur 3,7 Freunde hat? Darüber spricht man, und das finde ich interessant“, sagte der 63-Jährige.

Interessant ist auch Jauchs Einschätzung zum Spielverhalten der Kandidaten: „Die großen Hasardeure, die es früher mal gab, die sind tatsächlich seltener geworden“, will er erkannt haben. Grund dafür sei nach Ansicht des Quizmasters, dass die Leute gesehen hätten, „wie tief man fallen kann“ und deshalb oft das Risiko scheuen. Der Drang der Kandidaten zu sagen, „ich möchte einen Wintergarten, der kostet 16.000 Euro, und die Joker, die lege ich mir auf dem Weg dahin zurecht“ hätte zugenommen, so der Quiz-Master.

teleschau

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare