Jetzt auf DVD blu-ray und Video-on-Demand

Film-Tipp – Neu fürs Heimkino: Horror-Satire „Get Out“

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Chris (Daniel Kaluuya) wird unfreiwillig unter Hypnose gesetzt.

„Get Out“ kombiniert subtilen Psychothrill mit bissiger Gesellschaftskritik und endet in einer bombastischen Gewaltorgie: Das sind die Zutaten für einen modernen Horrorfilm, der ab sofort auf DVD, Blu-ray Disc und als Video-on-Demand erhältlich ist.

Chris (Daniel Kaluuya) steht vor der wohl größten Herausforderung, die ein junger Mann zu überstehen hat: Er soll die Eltern seiner Freundin Rose (Allison Williams) kennenlernen. Das allein würde schon als Stoff für einen alltäglichen Horrorfilm reichen. „Get Out“ (2016, nun fürs Heimkino erhältlich) geht wesentlich weiter. Gleich zu Beginn stellt sich eine ethische Frage: Muss man erwähnen, dass der neue Freund Afroamerikaner ist? Ist dieses „Merkmal“ ausschlaggebend für die Akzeptanz bei den Schwiegereltern in spe? Wenn es nach Rose geht, dann nicht. Ihr Freund Chris sieht die Sache etwas skeptischer. „Get Out“ ist kein reiner Horrorfilm oder Psychothriller, sondern bietet allerfeinste satirische Gesellschaftskritik, die gerade in der heutigen Zeit - und vor allem in den USA - bitter aufstößt.

„Get Out“ von Regisseur Jordan Peele reiht sich ein in eine neue innovative Art der Horrorfilme wie Gore Verbinskis „A Cure for Wellness“. Neben deutlicher Gesellschaftskritik lauert das Grauen irgendwo in der trügerischen Normalität. Man ahnt es, man spürt es, in jeder Szene kitzelt dieses unscheinbare Gräuel eine Gänsehaut auf die Haut des Zuschauers, bis alles am Ende in einer bombastisch gewaltvollen Horrororgie explodiert.

Zu Beginn geht es einfach nur um ein junges Paar und ein Wochenende mit den wohlhabenden Eltern, die sich nicht an der schwarzen Hautfarbe des neuen Freundes ihrer Tochter zu stören scheinen. Familienoberhaupt Dean Armitage (Bradley Whitford) betont redselig, dass er Barack Obama gerne auch ein drittes Mal zum Präsidenten gewählt hätte. Zu seinem aufgeschlossenen Auftreten passt allerdings nicht, dass seine beiden Hausangestellten Afroamerikaner sind - hier trifft Klischee auf Realität. Noch dazu verhalten sich die beiden sehr merkwürdig, irgendwie fremdgesteuert und unterwürfig. Bei Chris läuten sehr bald die Alarmglocken.

Die zwei jungen Hauptdarsteller Daniel Kaluuya („Sicario“) und Allison Williams („Girls“) können mühelos neben der brillanten Catherine Keener als Rose' Mutter Missy bestehen. Der Cast von „Get Out“ überzeugt auf ganzer Länge. Selbst Nebenfiguren wie Rose' Bruder Jeremy (Caleb Landry Jones) bleiben lange im Gedächtnis.

„Get Out“ gelingt die Kunst, aktuelle ethnische Themen mit Satire, Humor und doch einer gewissen Ernsthaftigkeit aufzuarbeiten und dabei eine verdammt gute, spannende Story zu erzählen. Dass die Geschichte in einem viel zu expliziten Blutrausch endet, ist eigentlich schade. Alleine Catherine Keener und das Klappern des Teelöffels an der Tasse hätten für genügend angsterfülltes Frösteln gesorgt.

Erhältlich auf DVD, Blu-ray Disc und als Video-on-Demand.

teleschau

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