Fukushima - Nichts ist, wie es war - Di. 08.03 - BR: 23.15 Uhr

Fünf Jahre danach

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Gespenstische Leere: Das Filmteam drehte innerhalb des Fukushima-Sperrgebiets.

Fünf Jahre nach dem GAU in Japan: Der BR-Dokumentarfilm greift unter anderem auf die Aufnahmen von drei japanischen Fernsehmitarbeitern zurück, die 2011 die ersten Bilder aus Fukushima lieferten.

Es sind Bilder, die sich tief eingebrannt haben: wie nach und nach die Blöcke des japanischen Unglückskraftwerks in Fukushima havarierten. Und doch gibt es mittlerweile, fünf Jahre nach dem GAU, Neues zu berichten - vor allem von den bislang nicht bewältigten Katastrophenfolgen in der Region, aus der 2011 fast 200.000 Bewohner evakuiert worden waren. Der Dokumentarfilm "Fukushima - Nichts ist, wie es war" rückt drei mutige Mitarbeitern der regionalen Fernsehstation Fukushima Central Television (FCT) ins Zentrum. Sie waren im März 2011 die Ersten, die ihre Kameras auf die Katastrophe richteten und mitten im Horrorszenario kontinuierlich weiter filmten.

In den sehenswerten Dokumentarfilm von Patrick Hörl und Kei Matsumoto, der bereits 2014 erstausgestrahlt wurde, flossen zuletzt neue Recherche-Erkenntnisse und aktuelle Vor-Ort-Bilder ein. Er vertieft damit den Schwerpunkt, den der BR bereits um 22.45 Uhr mit der Dokumentation "Fukushima - Leben mit der Katastrophe" setzt.

Beide Beiträge erinnern nicht nur an das erste "runde" Wiederkehrdatum des GAUs, sondern führen auch auf den neuen Doris-Dörrie-Film "Grüße aus Fukushima" mit Rosalie Thomass hin, der am Donnerstag, 10. März, in die deutschen Kinos kommt. Die mit Laiendarstellern aus der Region besetzte Produktion erzählt von einer deutschen Aussteigerin, die in Japan als "Clown ohne Grenzen" Hoffnung verbreiten möchte. Obwohl er fiktional angelegt ist, wirkt der Film wie eine düstere Endzeit-Dokumentation.

Name der Sendung Fukushima - Nichts ist, wie es war
Sendedatum 08.03.2016
Sender BR
Sendezeit 23:15:00
Genre Dokumentarfilm
Genre Dokumentarfilm

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