„Frontal 21“ liegt internes Papier vor

„Frontal 21“: BKA rechnet mit Radikalisierung der Corona-Proteste

Das Bundeskriminalamt rechnet mit Radikalisierung der Corona-Proteste. Ein entsprechendes Papier liegt der ZDF-Redaktion "Frontal 21" (Foto: Moderatorin Ila Brecht) vor, die in ihrer Sendung am 12. Januar 2021 darüber berichtet.
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Das Bundeskriminalamt rechnet mit Radikalisierung der Corona-Proteste. Ein entsprechendes Papier liegt der ZDF-Redaktion „Frontal 21“ (Foto: Moderatorin Ila Brecht) vor, die in ihrer Sendung am 12. Januar 2021 darüber berichtet.

Bekommen wir auch in Deutschland bald Szenen wie bei der Kapitol-Stürmung in der US-Hauptstadt Washington D.C.

zu sehen? Das Bundeskriminalamt (BKA) rechnet damit, dass die „Radikalisierungstendenz der Proteste“ gegen die Corona-Politik der Bundesregierung zunimmt. Ein zu diesem Schluss kommendes Papier von Ende November 2020 liegt „Frontal 21“ vor. Das ZDF-Magazin wird in der Sendung am Dienstagabend (Beginn ist um 21 Uhr) darüber berichten. Vor allem sei demnach davon auszugehen, dass im Zusammenhang mit Großveranstaltungen „strafrechtlich relevante Aktionsformen“ verstärkt auftreten können. Auch die Möglichkeit, dass sich „spontane Aufzüge mit dem Ziel formieren, symbolträchtig wirkmächtige Orte zu besetzen“, wird in der BKA-Studie prognostiziert.

Der Vizepräsident des BKA, Jürgen Peter, sagte „Frontal 21“, dass radikale Gruppen versuchten, legitime Demonstrationen zu vereinnahmen. „Wir haben darunter auch bekennende Reichsbürger. Wir haben Rechtsextremisten, und wir haben Angehörige von Verschwörungstheorien. Wir haben alle mit großer Bestürzung gesehen, was in den USA und im Kapitol stattgefunden hat.“

Das BKA warnt davor, dass sich potenzielle Täter nicht nur gegen Behörden und Institutionen wie zuletzt den Reichstag, sondern auch direkt gegen Politiker richten könnten. Laut BKA vernetzen sich radikalisierte Regierungsgegner derzeit vor allem in Chatgruppen bei Telegram. Dort werde zu schweren Straftaten wie Mord aufgerufen. Auch in Bezug auf die Mobilisierung bei Veranstaltungen sei „Telegram derzeit eine herausgehobene Bedeutung beizumessen“.

teleschau

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