Nach 28 Jahren

Formel-1-Kultreporter Kai Ebel: Vorgezogenes Karriereende wegen Corona

Daumen nach oben - trotz Formel-1-Abschied: Am Wochenende war Kultreporter Kai Ebel zum letzten Mal in der Boxengasse im Einsatz.
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Daumen nach oben - trotz Formel-1-Abschied: Am Wochenende war Kultreporter Kai Ebel zum letzten Mal in der Boxengasse im Einsatz.

Das Rören der Motoren, spektakuläre Überholmanöver - und Kai Ebel am Streckenrand: Dieses Bild hat sich bei Formel-1-Fans über 28 Jahre fest eingebrannt.

Doch damit ist jetzt Schluss - und zwar früher, als zunächst gedacht. Eigentlich sollte der Kultreporter am kommenden Wochenenende beim Großen Preis der Emilia Romagna noch einmal live vor Ort berichten und als „Mr. Boxengasse“ Stimmen einfangen. Weil die gegenwärtige Corona-Lage und die damit verbundenen Reisebeschränkungen allerdings erneut verschärft wurden, hängte der 56-Jährige nach seinem Einsatz in Portimao am Sonntag sein Mikrofon an den Nagel.

Damit geht eine Ära zu Ende. Erstmals stand Kai Ebel am 1. Mai 1994 beim Großen Preis von San Marino, bei dem Ayrton Senna unter tragischen Umständen ums Leben kam, für RTL am Streckrenrand und führte Interviews in der Boxengasse. Schon zuvor war der Mann mit dem markanten Grinsen zwei Jahre als Redakteur für RTL durch die ganze Welt gereist, um von der Rennsporteliteklasse zu berichten. In seiner langen Karriere als Berichterstatter erarbeitete sich Ebel nicht nur den Respekt des Formel-1-Trosses, sondern fiel bei seinen 498 Einsätzen auch regelmäßig durch seine extravaganten Outfits auf.

Auch für RTL heißt es bald Abschied zu nehmen von der Formel 1. Die ausstehenden Rennen der Saison werden vom Studio in Köln produziert. Nach dem letzten Rennen in Abu Dhabi gehen die Übertragungsrechte der Rennsportserie exklusiv auf Sky über. Damit endet auch die Formel 1-Ära von Kommentator Heiko Wasser, der am Wochenende beim Großen Preis von Portugal sein 500. Rennen begleitete.

teleschau

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