Nachschlag für Fetisch-Fans

Fifty Shades Of Grey: „Gefährliche Liebe“ gibt‘s jetzt auch für Zuhause

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„Fifty Shades Of Grey - Gefährliche Liebe“ ist das Mittelstück der BDSM-Trilogie.

Es ist wieder Zeit für SM-Spielchen: Christan Grey und Ana Steele sind zurück im Kino. Aber erst einmal müssen sie wieder zueinanderfinden.

Ein zigfacher Millionenbestseller war die „Shades of Grey“-Trilogie bereits in Buchform. Irre Social-Media-Reaktionen und über viereinhalb Millionen Kinobesucher alleine in Deutschland sprachen dann auch bei der Verfilmung des ersten Teils der Erotik-BDSM-Romanze für sich. Die Kritiker hatten viel zu mäkeln - das Publikum ließ sich davon offenbar wenig beeindrucken. Ganz ähnlich ist es auch beim zweiten Teil: „Fifty Shades Of Grey - Gefährliche Liebe“ (2016) lockte über dreieinhalb Millionen Besucher in die deutschen Kinos, nun erscheint der Film auf DVD, Blu-ray Disc, Ultra HD Blu-ray und als Video-on-Demand.

Zur Erinnerung: Der Milliardär Christian Grey (Jamie Dornan) hat die unschuldige, schüchterne Anastasia Steele (Dakota Johnson) verführt und ihr einen Einblick in seine BDSM-Vorlieben gegeben. Für Ana beginnt nach dem Studium jedoch ein völlig neuer Lebensabschnitt. Sie tritt einen Job als Assistentin in einem Verlagshaus an, wo ihr Vorgesetzter Jack Hyde (Eric Johnson) ihr bald schon an die Wäsche will. Dem hochgradig eifersüchtigen Christian gefällt das natürlich gar nicht.

Er findet Wege, um den Nebenbuhler aus dem Weg zu schaffen (Verlagshaus kaufen, natürlich), macht sich damit aber auch einen nicht zu unterschätzenden Feind. Doch auch Ana nimmt Anstoß an Christians Bekanntschaften: Sie trifft auf Elena (Kim Basinger, die schon 1986 in „9 1/2 Wochen“ filmische BDSM-Erfahrungen sammelte), die Christian im zarten Alter von 15 Jahren ver- und in die BDSM-Welt einführte.

Doch es ist ein anderer Faktor, der dem Film mehr Tempo und Inhalt gibt als dem ersten Teil: Ana wird verfolgt. Eine mysteriöse, geschunden aussehende junge Frau begegnet ihr auf der Straße. Verfolgt sie. Beobachtet sie. Bedroht sie. Die Liebe zu Christian wird für Ana gefährlich.

Dem neuen Regisseur James Foley fällt es jedoch schwer, die Emotionen zum Zuschauer zu transportieren. Geht es um die Gefühlswelt zwischen Christian und Ana, traut er sich nicht, die bedeutungsvollen Gesten für sich sprechen zu lassen. Stattdessen gibt's mit großer Verlässlichkeit überflüssige Dialogzeilen, teilweise mit Fremdschämcharakter. Dort, wo es tatsächlich Fragen zu klären gäbe, fehlt dieser Enthusiasmus zum Reden: Die Thrillerelemente verblassen viel zu schnell und werden in schönen Bildern und einem poppigen Soundtrack ertränkt.

Alles schlecht also? Längst nicht. Sicher, große Filmkunst ist hier nicht zu sehen. Das hat aber auch niemand erwartet. Eine Faszination ist dem Thema aber nicht abzusprechen. Der Stoff ist reizvoll, nicht obwohl, sondern weil sich diese übertriebene, unrealistische Geschichte in der Realität niemals ereignen würde. Christian Grey ist eine moderne (und erwachsenere) Version vom Märchenprinzen, der auf seinem Pferd angeritten kommt und die Prinzessin in ein königliches Leben entführt. Und in diese Träumerei und Schwärmerei entführt der Film den dazu bereiten Zuschauer wirkungsvoll. Der Abschluss der Trilogie, „Fifty Shades of Grey - Befreite Lust“, startet am 8. Februar 2018 im Kino.

tsch

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