The Shannara Chronicles - Staffel 1

Fantasy für Anfänger

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Wil (Austin Butler), Eretria (Ivana Baquero, rechts) und Amberle (Poppy Drayton) schlagen sich durch eine magische Welt, in der Dämonen, Trolle und viele andere Gefahren lauern.

Ein neuer Fantasy-Hit? "The Shannara Chronicles" erfreut sich beim Publikum großer Beliebtheit. Die erste Staffel ist nun auf DVD und Blu-ray Disc erhältlich.

"Game of Thrones", "Der Herr der Ringe" - Mit Bezug auf "The Shannara Chronicles" werden bisweilen große Vergleiche gezogen. Für Fans ist die MTV-Produktion, deren erste Staffel (2015) nun auf DVD und Blu-ray Disc erscheint, der nächste große Fantasy-Hit. Vor allem bei jungen Zuschauern kommt das Format gut an. Ihre neuen Helden tragen Namen wie Eretria, Allanon oder Lorin, sie leben in einer dystopischen, magischen Zukunft und müssen sich gegen zahlreiche grässliche Monster zur Wehr setzen.

Anerkennen muss man: Es gibt viel zu sehen und zu bestaunen in der Welt von "The Shannara Chronicles". Die Landschaften und Kulissen sind nicht weniger monumental als die, die man aus Westeros oder Mittelerde kennt. Hier wirken sie allerdings bunter. Und die Helden sehen noch besser aus.

Mal geht's in dieser Serie ziemlich brutal zu. Kann schon mal vorkommen, dass eine nette alte Frau von einer geflügelten Furie in Fetzen gerissen wird. Dann wird's plötzlich wieder sexy, nicht selten auch ein wenig kitschig. Und die Geschichte schreitet flott voran: Der magische Ellcrys-Baum, den die Elfen seit vielen Jahren hüten und pflegen, ist krank, was mit dem Auftauchen Ork-ähnlicher Dämonen einhergeht. Ein paar Jugendliche sollen das Ganze wieder in Ordnung bringen.

Man gewinnt schnell den Eindruck, dass "The Shannara Chronicles", die Umsetzung der gleichnamigen Romanreihe von Terry Brooks, konsequent auf die Wünsche eines jungen, fantasy-affinen Publikums zugeschnitten wurde. Oder zumindest auf das, was man dafür hält. Der ganz große Wurf ist das hier jedoch nicht. Viele Elemente wirken willkürlich zusammengeworfen, die Figuren sind schnell durchschaut, und die großspurige Geschichte entpuppt sich schon nach wenigen Episoden (insgesamt sind es zehn) als lächerlich platt.

Einen Vorwurf kann man den Machern um Al Gough und Miles Millar, die schon bei "Smallville" zusammenarbeiteten, aus alldem kaum machen. Immerhin scheinen sie mit ihrem Gemisch aus Blut, Schmalz und schönen jungen Menschen bei vielen Zuschauern ins Schwarze zu treffen. Dennoch: Der Fantasy-Knaller für eine neue Generation ist "The Shannara Chronicles" nicht. Eher Fantasy für Anfänger.

Auch als Video-on-Demand erhältlich.

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