Lenas Sieg für Deutschland

Eurovision Song Contest (ESC): Lena Meyer-Landrut (Satellite) - Gewinnerin für Deutschland

Seit über 50 Jahren gibt es den Eurovision Song Contest ESC. Lena Meyer-Landrut gewann nach Nicole im Jahr 2010 für Deutschland. Das machte sie zum Superstar.

  • Lena Meyer-Landrut (28) siegte 2010 beim Eurovision Song Contest mit dem Titel "Satellite"
  • Dieses Jahr entscheiden zwei Experten-Jurys, wer für Deutschland zum ESC 2020 nach Rotterdam fährt
  • Bekanntgegeben wird die Entscheidung am 27. Februar im Rahmen der Show"Unser Lie d für Rotterdam"
  • Deutschland konnte beim ESC bisher zweimal triumphieren

Hannover - 2010 verzauberte die damals 19-jährige Lena-Meyer-Landrut aus Hannover ganz Europa mit ihrem Auftritt beim Eurovision Song Contest in Oslo (Norwegen). Das Jahr war 2010 war für die Sängerin ein einziger Triumphzug: Abitur, ein Durchmarsch bei "Unser Star für Oslo" - kurz USFO, die Veröffentlichung ihres Albums "My Cassette Player", das schon nach einer Woche an die Spitze der deutschen Charts schoss. Ähnliches schafften auch ihre drei Single-Auskopplungen "Satellite", "Love Me" und "Bee" geschafft. Alle Songs waren in 2010 in den Top 5 der Singlecharts vertreten. 

Lena Meyer-LandrutLena Meyer-Landrut mit ihrer ESC-Trophäe

Vor Lena Meyer-Landrut konnte Deutschland den Sieg 28 Jahre zuvor mit dem Song "Ein bißchen Frieden" von Nicole ergattern. Komponiert hatte das Lied der deutsche Musiker Ralph Siegel.

2019 triumphierten die Niederlande in Tel Aviv (Israel) mit Sänger Duncan Laurence und dem Song "Arcade". Es war bereits der fünfte Sieg für die Niederlande beim ESC. Alle Informationen zu den Tickets für den ESC 2020 bekommen Sie auf übrigens auf eurovision.de.

ESC: Das sind die Gewinner vom Eurovision Song Contest der letzten zehn Jahre

Jahr

Austragungsort

Gewinner-Land

Interpret

Titel

2009

Moskau, Russland

Norwegen

Alexander Rybak

Fairytale

2010

Oslo, Norwegen

Deutschland

Lena

Satellite

2011

Düsseldorf, Deutschland

Aserbaidschan

Ell & Nikki

Running Scared

2012

Baku, Aserbaidschan

Schweden 

Loreen

Euphoria

2013

Malmö, Schweden

Dänemark 

Emmelie de Forest

Only Teardrops

2014

Kopenhagen, Dänermark

Österreich 

Conchita Wurst

Rise Like a Phoenix

2015

Wien, Österreich

Schweden 

Måns Zelmerlöw

Heroes

2016

Stockholm, Schweden

Ukraine 

Jamala

1944

2017

Kiew,Ukraine

Portugal 

Salvador Sobral

Amar pelos dois

2018

Lissabon, Portugal

Israel 

Netta

Toy

2019

Tel Aviv, Israel

Niederlande 

Duncan Laurence

Arcade

Quelle: Wikipedia

Lena Meyer-Landrut (ESC): Versuch der Titelverteidigung 2011

Die Idee, The Voice Kids-Jurorin Lena Meyer-Landrut auch beim Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf zur Titelverteidigung erneut antreten zu lassen, stammte von Lenas Entdecker und Mentor Stefan Raab. Er hatte den Gedanken schon auf der Pressekonferenz kurz nach dem Sieg beim ESC formuliert. Und so kam es auch: Lena Meyer-Landrut trat konkurrenzlos für Deutschland an. Lediglich den Song hatten die deutschen Zuschauer zu wählen. 

Am 31. Januar und 7. Februar stellte Lena in den auf ProSieben live übertragenden Halbfinal-Shows insgesamt zwölf Songs vor. In der am 18. Februar von der ARD übertragenen Livesendung entschieden sich die Zuschauer dann für "Taken By A Stranger" als Nachfolger für "Satellite".

Am 14. Mai 2011 versuchte sich Lena Meyer-Landrut dann beim ESC-Finale in Düsseldorf an der Titelverteidigung, aber Europas Jurys und Televoter wählten sie mit 107 Punkten lediglich auf Rang zehn.

Deutscher ESC-Vorentscheid 2020: "Unser Kandidat für Rotterdam" 

Den eigentlichen Vorentscheid wird es dieses Jahr nicht geben, denn: Die Zuschauer haben dieses Jahr nichts zu melden. Gleich zwei Experten-Jurys haben bereits entschieden. Barbara Schöneberger präsentiert auf ihrem Instagram-Account das deutsche Konzept für den ESC 2020.

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Bekanntgegeben wurde die Entscheidung am 27. Februar. Die Show "Unser Kandidat für Rotterdam" übertrug der Sender ONE ab 21:30 Uhr live aus Hamburg. Im Auswahlverfahren zum ESC 2020 konnte der 22-jährige Ben Dolic mit seinem Hit "Violent Thing" überzeugen. Im Mai fährt der junge Sänger dann zum Eurovision Song Contest nach Rotterdam und kämpft dort um den deutschen Sieg. 

ESC: Eurovision Song Contest ist ein europaweites Musikspektakel seit 1956

Der Eurovision Song Contest (ESC) findet seit 1956 jährlich statt. Ausgetragen wird er von der Europäischen Rundfunkunion (EBU). 2019 verfolgten alleine in Deutschland rund 8,1 Millionen Fernsehzuschauer das Finale in Tel Aviv (Israel). 2020 findet der ESC in Rotterdam (Niederlande) statt. Die ARD überträgt das Finale am 16. Mai live ab 21:00 Uhr.

ESC kompakt: Der Eurovision Song Contest in Zahlen

Erste Austragung

1956

Anzahl teilnehmender Länder

46* (26 im Finale)

Häufigste Gewinner-Nation

Irland (7 Siege)

Häufigste letzte Plätze

Finnland (11)

Erfolgreichste Sprache

Englisch (31 Siege)

Erfolgreichster Künstler

Johnny Logan (Irland, als einziger Interpret zwei Siege)

* Im Jubiläumsjahr 2015 nahm Australien als zusätzlicher Ehrengast teil, sodass 47 Nationen vertreten waren.

ESC: Das sind die strengen Regeln des Wettbewerbs

  • Die Interpreten müssen mindestens 16 Jahre alt sein.
  • Jeder Interpret darf in einem Jahr nur für ein Land antreten.
  • Es dürfen höchstens sechs Personen auf der Bühne mitwirken.
  • Das Lied muss live gesungen werden.
  • Lied oder Auftritt dürfen keine politische Botschaft enthalten oder dem Image des ESC schaden.
  • Beim Auftritt dürfen keine Tiere mitwirken.
  • Die Lieder dürfen frühestens am 1. September des Vorjahres veröffentlicht werden (gilt seit 2010).
  • Es muss sich um einen Originalsong handeln. Coverversionen eines älteren Liedes sind verboten.
  • Die Länge des Beitrags darf maximal drei Minuten betragen.
  • Die Instrumental-Musik wird als Playback eingespielt.
  • 1998 gab es zum letzten Mal die Möglichkeit, sich durch ein Orchester live begleiten zu lassen.
  • Die Zahl der teilnehmenden Länder ist auf 46 begrenzt, im Finale auf 26.

Eine Ausnahme für die letzte Regel gab es beim ESC 2015. Hier traten inklusive des Jubiläums-Ehrengasts Australien 27 Länder im Finale an.

Quelle: Wikipedia

Eurovision Song Contest: Die Sieger von 1956 bis 2008 

Jahr

Austragungsort

Gewinner-Land

Interpret

Titel

1956

Schweiz Lugano

Schweiz 

Lys Assia

Refrain

1957

Bundesrepublik Deutschland Frankfurt am Main

Niederlande 

Corry Brokken

Net als toen

1958

Niederlande Hilversum

Frankreich 

André Claveau

Dors mon amour

1959

Frankreich Cannes

Niederlande 

Teddy Scholten

Een beetje

1960

Vereinigtes Königreich London

Frankreich 

Jacqueline Boyer

Tom Pillibi

1961

Frankreich Cannes

Luxemburg 

Jean-Claude Pascal

Nous les amoureux

1962

Luxemburg Luxemburg

Frankreich 

Isabelle Aubret

Un premier amour

1963

Vereinigtes Königreich London

Dänemark 

Grethe & Jørgen Ingmann

Dansevise

1964

Dänemark Kopenhagen

Italien 

Gigliola Cinquetti

Non ho l’età

1965

Italien Neapel

Luxemburg 

France Gall

Poupée de cire, poupée de son

1966

Luxemburg Luxemburg

Österreich 

Udo Jürgens

Merci, Chérie

1967

Österreich Wien

Vereinigtes Königreich 

Sandie Shaw

Puppet on a String

1968

Vereinigtes Königreich London

Spanien 

Massiel

La, la, la

1969

Spanien Madrid

Spanien

Salomé

Vivo cantando

Frankreich 

Frida Boccara

Un jour, un enfant

 

Niederlande

Lenny Kuhr

De troubadour

Vereinigtes Königreich 

Lulu

Boom Bang-a-Bang

1970

Niederlande Amsterdam

Irland 

Dana

All Kinds of Everything

1971

Irland Dublin

Monaco

Séverine

Un banc, un arbre, une rue

1972

Vereinigtes Königreich Edinburgh

Luxemburg 

Vicky Leandros

Après toi

1973

Luxemburg Luxemburg

Luxemburg 

Anne-Marie David

Tu te reconnaîtras

1974

Vereinigtes Königreich Brighton

Schweden 

ABBA

Waterloo

1975

Schweden Stockholm

Niederlande 

Teach-In

Ding-a-Dong

1976

Niederlande Den Haag

Vereinigtes Königreich 

Brotherhood of Man

Save Your Kisses for Me

1977

Vereinigtes Königreich London

Frankreich 

Marie Myriam

L’oiseau et l’enfant

1978

Frankreich Paris

Israel 

Yizhar Cohen & The Alpha-Beta

A-ba-ni-bi

1979

Israel Jerusalem

Israel 

Gali Atari & Milk and Honey

Hallelujah (הללויה)

1980

Niederlande Den Haag

Irland 

Johnny Logan

What’s Another Year

1981

Irland Dublin

Vereinigtes Königreich 

Bucks Fizz

Making Your Mind Up

1982

Vereinigtes Königreich Harrogate

Deutschland

Nicole

Ein bißchen Frieden

1983

Bundesrepublik Deutschland München

Luxemburg 

Corinne Hermès

Si la vie est cadeau

1984

Luxemburg Luxemburg

Schweden 

Herreys

Diggi-loo, diggi-ley

1985

Schweden Göteborg

Norwegen 

Bobbysocks

La det swinge

1986

Norwegen Bergen

Belgien

Sandra Kim

J’aime la vie

1987

Belgien Brüssel

Irland 

Johnny Logan

Hold Me Now

1988

Irland Dublin

Schweiz 

Céline Dion

Ne partez pas sans moi

1989

Schweiz Lausanne

Jugoslawien 

Riva

Rock Me

1990

Jugoslawien Zagreb

Italien 

Toto Cutugno

Insieme: 1992

1991

Italien Rom

Schweden 

Carola

Fångad av en stormvind

1992

Schweden Malmö

Irland 

Linda Martin

Why Me

1993

Irland Millstreet

Irland 

Niamh Kavanagh

In Your Eyes

1994

Irland Dublin

Irland 

Paul Harrington & Charlie McGettigan

Rock ’n’ Roll Kids

1995

Irland Dublin

Norwegen

Secret Garden

Nocturne

1996

Norwegen Oslo

Irland 

Eimear Quinn

The Voice

1997

Irland Dublin

Vereinigtes Königreich

Katrina and the Waves

Love Shine a Light

1998

Vereinigtes Königreich Birmingham

Israel 

Dana International

Diva

1999

Israel Jerusalem

Schweden 

Charlotte Nilsson

Take Me to Your Heaven

2000

Schweden Stockholm

Dänemark 

Olsen Brothers

Fly on the Wings of Love

2001

Dänemark Kopenhagen

Estland Estland

Tanel Padar, Dave Benton & 2XL

Everybody

2002

Estland Tallinn

Lettland 

Marie N

I Wanna

2003

Lettland Riga

Türkei T

Sertab Erener

Everyway that I Can

2004

Türkei Istanbul

Ukraine 

Ruslana

Wild Dances

2005

Ukraine Kiew

Griechenland 

Elena Paparizou

My Number One

2006

Griechenland Athen

Finnland 

Lordi

Hard Rock Hallelujah

2007

Finnland Helsinki

Serbien 

Marija Šerifović

Molitva

2008

Serbien Belgrad

Russland 

Dima Bilan

Believe

Quelle: Wikipedia

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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