Mit Bill Skarsgård

„Es“ ist wieder da: Jetzt auf DVD, blu-ray & Co. 

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27 Jahre lang hatte das Image des Clowns Zeit, sich von Tim Curry zu erholen. Jetzt macht Bill Skarsgård alles wieder kaputt.

Pennywise gilt noch heute als die Nummer eins unter Stephen Kings Monstern. In der Neuverfilmung von „Es“ wird der Clown von Schauspieler Bill Skarsgård verkörpert.

Viele Menschen hassen Clowns, und der Grund dafür hat bei den meisten einen Namen: Pennywise. Grandios verkörpert durch Tim Curry, wurde der Clown 1990 durch eine TV-Miniserie endgültig zur ikonischen Albtraum-Gestalt. Als Urvater aller Horror-Clowns hat Pennywise unsere Populärkultur nachhaltig geprägt. Und obwohl Stephen King seit der Veröffentlichung von „Es“ (1986) Dutzende neue Monster erschuf, gilt Pennywise noch heute als die Nummer eins unter seinen Ungeheuern. Mit der Neuverfilmung von „Es“ (2017) feierte der tanzende Horror-Clown sein mit Hochspannung erwartetes Comeback. Und das mit Erfolg: Allein in Deutschland lösten über drei Millionen Menschen ein Kinoticket für das Horrorspektakel, weltweit avancierte „Es“ zum erfolgreichsten Horrorfilm überhaupt.

Mit Andy Muschietti landete ein Newcomer auf dem Registuhl von „Es“. Den Eindruck, dass er und sein Team mit diesem Projekt überfordert wären, gewinnt man allerdings nicht. Nur zwei Dinge kann man ihnen vorwerfen: Nach einer halben Stunde erreicht der Film eine Phase, in der er sehr gehetzt wirkt. Da kommt es alle zwei Minuten zu einem neuen Auftritt von Pennywise, der nach und nach alle Mitglieder des jugendlichen Loser Clubs (unter anderem gespielt von Finn Wolfhard, „Stranger Things“) heimsucht. Das Monster, das ja eigentlich kein Clown ist, sondern die verschiedenen Ängste der Menschen in der Kleinstadt Derry verkörpert, tritt dann auch mal als entstellter Leprakranker oder verzerrte Fratze auf. In diesen Szenen hätte man vielleicht besser auf ordentliche Masken als auf die nicht ganz zeitgemäß umgesetzten CGI-Darstellungen zurückgegriffen.

Ansonsten aber ist „Es“ ein Film, bei dem vieles richtig gemacht wurde. Die Geschichte des Verlierer-Clubs, der irgendwann den Kampf mit dem abstrakten Bösen „Es“ aufnimmt, wird stimmig erzählt, stimmiger als in der Miniserie von 1990. Und erstaunlicherweise bringt Muschietti über Dialoge und kleine ironische Anspielungen viel Witz und Lockerheit in seinen Film.

„Es“ im Jahr 2017 ist ein Film wie eine Geisterbahnfahrt - schaurig, irgendwie lustig und zweifellos aufregend. Ein Film, bei dem man hinterher vielleicht Sachen sagt wie: „Hat Spaß gemacht!“ Was nicht zuletzt auch an Bill Skarsgård liegt, der einen formidabel-durchgeknallten, furchteinflößenden, vor allem auch eigenständigen Pennywise gibt und mit seiner Schlaksigkeit perfekt ins Horrorclown-Kostüm passt. Man darf sich auf seine erneute Rückkehr freuen, wenn 2019 der zweite Teil von „Es“ ins Kino kommt.

Erhältlich auf DVD, Blu-ray Disc, Ultra HD Blu-ray und als Video-on-Demand.

teleschau

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