Das Erste dreht deutsches "Homeland"

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In der fünften Staffel der US-Serie "Homeland" verschlägt es CIA-Agentin Carrie Mathison (Claire Danes) nach Berlin. Das Erste dreht nun mit "Bonn" eine eigene deutsche Agentenserie.

War da die Agentenserie "Homeland" heimliches Vorbild? Die aktuelle fünfte Staffel der US-Erfolgsserie läuft am Sonntagabend bei SAT.1 und spielt in Berlin; das Erste wagt sich nun ebenfalls an eine Thrillerserie - und wählt die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn als Schauplatz.

"Bonn", so der Arbeitstitel der zunächst sechsteiligen Serie, setzt im Jahr 1954 an und erzählt von der jungen Geheimdienstmitarbeiterin Antonia "Toni" Schmidt, die vermutet, dass ihr Geliebter Wolfgang Mitglied einer NS-Geheimorganisation ist. Zusammen mit ihrem Chef Otto John erkennt sie, dass wiedererstarkende alte Kräfte eine Bedrohung für die junge Bundesrepublik darstellen. Otto John war von 1950 bis 1954 tatsächlich erster Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz - und in einen der größten Spionageskandale der deutschen Geschichte verwickelt, als er 1954 plötzlich in der DDR auftauchte. Spannender Stoff also für eine Fernsehproduktion. "Bonn" wird von Philip Voges und Ilja Haller von Chestnut Films produziert, für die Drehbücher zeichnet Gerrit Hermans verantwortlich, der bislang ausschließlich die Bücher zu Kinderfilmen schrieb. Über Regie und Besetzung der Serie ist noch nicht bekannt, auch ein Sendetermin steht noch nicht fest.

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