24 Stunden Dachau

Mit der Erinnerung leben: „24 Stunden Dachau“

Das Konzentrationslager Dachau wurde von Himmlers SS bald nach der Machtergreifung Hitlers eingerichtet und diente als Vorbild aller weiteren Straf- und Vernichtungslager. Heute besuchen die Gedenkstätte etwa 800.000 Touristen im Jahr.
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Das Konzentrationslager Dachau wurde von Himmlers SS bald nach der Machtergreifung Hitlers eingerichtet und diente als Vorbild aller weiteren Straf- und Vernichtungslager. Heute besuchen die Gedenkstätte etwa 800.000 Touristen im Jahr.

Vor 75 Jahren, am 29.

April 1945, wurde das Konzentrationslager Dachau von Soldaten der 07. US-Armee befreit. Aus diesem Anlass sendet der Dokumentationskanal ZDFinfo den Film „24 Stunden Dachau“ von Uli Weis und Kathrin Beck (Mittwoch, 15. April, 20.15 Uhr), der nicht nur an die Geschichte dieses Lagers erinnert, sondern auch die Reaktionen der zumeist jüngeren Besucher von heute zeigt. Etwa 800.000 Touristen kommen jedes Jahr, um die Gedenkstätte zu besichtigen.

Nicht zuletzt werden in dem sehenswerten Beitrag aber auch Einheimische, die mit der Erinnerung leben müssen, zu ihrem Umgang mit der Geschichte befragt. In Dachau, dem ersten deutschen Konzentrationslager der SS, waren seit 1933 etwa 200.000 Gefangene interniert, von Historikern wurden 41.500 Tote gezählt. Während Mitglieder eines Dachauer Trachtenvereins neuerliche Millioneninvestitionen in die Gedenkstätte für abträglich halten, urteilt der betagte Zeitzeuge und Holocaust-Überlebende Georg Stefan Troller - er war damals US-Vernehmungsoffizier - äußerst hart: Schon bei der Befreiung hätten sich Einheimische unter Tränen angesichts der Berge von Leichen selbst als Opfer gesehen. Das sei wohl bis in die Gegenwart so geblieben.

teleschau

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