WELT-Reportage „Friedman schaut hin“

Enissa Amani: Bremst AfD-Kritik ihre Karriere?

Die deutsch-iranische Komikerin, Schauspielerin und Moderatorin Enissa Amani glaubt zu wissen, warum ihr ein - noch - größeres Publikum verwehrt bleibt.
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Die deutsch-iranische Komikerin, Schauspielerin und Moderatorin Enissa Amani glaubt zu wissen, warum ihr ein - noch - größeres Publikum verwehrt bleibt.

Enissa Amani steht seit knapp sieben Jahren als Comedienne auf der Bühne.

Sie setzt sich in ihren Programmen auch mit politischen Themen auseinander. Würde sie das nicht, hätte sie mehr Zuschauer, vermutete die 38-Jährige nun in einem Interview. „Ich könnte weitaus größer spielen, wenn ich das Thema Politik komplett außen vorlassen würde“, erklärte sie im Gespräch mit Michel Friedman im Rahmen der WELT-Reportagereihe „Friedman schaut hin“.

Diese Vermutung bezog die Comedienne besonders auf die Anhänger einer bestimmten Partei. „Die AfDler würden bei mir im Zuschauerraum sitzen, wenn ich Witze über die Deutsche Bahn machen würde. Und über Schokolade und über das, was meine Omi mir früher gesagt hat. Und was mir in meiner letzten Beziehung passiert ist“, erklärte Amani. Dann könne sie vor 14.000 Zuschauern in der Lanxess-Arena auftreten. „Aber ich spiele vor zwei- bis dreitausend Leuten, weil ich zwischendurch so was sage wie: Die AfD soll sich f..cken.“

Enissa Amani: „Ich könnte weitaus größer spielen, wenn ich das Thema Politik komplett außen vorlassen würde“

Amani ist die erste Deutsche und die erste europäische Frau, die bei Netflix ein eigenes Programm bespielen durfte: Seit April 2018 ist das Comedy-Special „Ehrenwort“ bei dem Streamingdienst abrufbar. Außerdem ist die iranisch-deutsche Komikerin in der Netflix-Reihe „Comedians der Welt“ zu sehen. Inzwischen ist sie nicht mehr nur als Komikerin tätig: Gegenüber Friedman erzählte sie, dass sie außerdem ein Drehbuch geschrieben habe und an einem Kurzfilm arbeite, bei dem sie auch Regie führe.

Das gesamte Interview mit Friedman ist unter dem Titel „Friedman schaut hin - Achtung, Amani!“ am Donnerstag, 29. Oktober, 17.15 Uhr, auf WELT zu sehen, sowie nach der Ausstrahlung in der Mediathek verfügbar.

teleschau

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