Der Schauspieler starb am 15. Januar

Eine Serie verneigt sich: „Dahoam is Dahoam“ nimmt Abschied von Ferdinand Schmidt-Modrow

Ferdinand Schmidt-Modrow starb Anfang des Jahres an den Folgen eines Speiseröhrenrisses.
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Ferdinand Schmidt-Modrow starb Anfang des Jahres an den Folgen eines Speiseröhrenrisses.

Am 15.

Januar starb der beliebte bayerische Schauspieler Ferdinand Schmidt-Modrow an den Folgen eines Speiseröhrenrisses - er wurde nur 34 Jahre alt. Nun können die Zuschauer, Fans und Kollegen des beliebten „Dahoam is Dahoam“-Darstellers noch einmal von ihm Abschied nehmen. Dafür hat das Bayerische Fernsehen der Serien-Episode, die am Dienstag, 31. März, um 19.30 Uhr, ausgestrahlt wird, einen ganz speziellen Charakter gegeben. Die Serien-Verantwortlichen durchbrechen dabei ausnahmsweise auch den sonst üblichen Erzählduktus.

Anstatt die schmerzhafte Lücke, die der Tod des Schauspielers hinterließ, durch eine fiktionale Einbettung aufzufangen, wird lediglich vage von „einer großen Reise“ die Rede sein, die der früher von Schmidt-Modrow gespielte Dorfpfarrer Brandl angetreten habe. Dies regt seine Lansinger Mitbewohner dazu an, sich an lustige und sentimentale Momente mit ihrem Geistlichen zu erinnern. Diese Episoden werden zum Teil in rührenden Rückblenden erzählt. Innerhalb der Fiktion des „Dahoam is Dahoam“-Lebens war Pfarrer Brandl letztmalig in der Episode, die am Montag, 16. März, ausgestrahlt wurde, zu sehen.

„Serientod“ war keine Option

„In dieser besonderen Episode haben wir uns über die realistische Erzählweise unserer Serie hinweggesetzt“, sagt Daniela Boehm, die verantwortliche BR-Redakteurin der Serie. „Wir hoffen, dass alle Zuschauer, die Ferdinand Schmidt-Modrow kannten und liebten, mit dieser Variante den bestmöglichen Frieden finden.“

Pfarrer Brandl in der Serie sterben zu lassen, war für die Macher keine Option. „Ferdinand Schmidt-Modrows Tod war für uns alle ein unfassbarer Schicksalsschlag. Darum wollten wir bei 'Dahoam is Dahoam' keinesfalls unsere wirkliche Trauer als Spielmaterial benutzen und Tod und Bestattung von Pfarrer Brandl inszenieren“, so die BR-Redakteurin Boehm. „Wir wollten nicht, dass Familie, Team und Zuschauer diesen Verlust noch ein weiteres Mal schmerzhaft durchleben müssen.“

Übergangsweise wird der frühere Pfarrer Kurz (Hans Stadlbauer) in das fiktive Seriendorf Lansing zurückkehren. Wann und ob überhaupt ein neuer Geistlicher eingesetzt werden wird, steht derzeit noch nicht fest, heißt es beim BR.

teleschau

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