Castingshows mit Heidi Klum und Dieter Bohlen

DSDS, GNTM und Das Supertalent: Fake-Vorwurf bei Castingshows - Kandidaten decken auf 

Woche für Woche flimmern Castingshows mit Heidi Klum und Dieter Bohlen über die Mattscheibe. Nun rechneten Kandidaten mit DSDS, GNTM und „Das Supertalent“ ab

  • Woche für Woche flimmern Shows mit Heidi Klum und Dieter Bohlen über die Mattscheibe.
  • Ex-Kandidaten und Mitarbeiter rechnen nun mit GNTM, DSDS und „Das Supertalent“ ab.
  • Gegenüber den Castingshows werden üble Fake-Vorwürfe laut.

Woche für Woche schalten wir zur besten Prime-Time den Fernseher an und kaum haben wir uns für einen Sender entschieden, flimmert irgendeine Castingshow über die heimische Mattscheibe. Egal ob „Deutschland sucht den Superstar“ (RTL), „Das Supertalent“ (RTL), „The Voice of Germany“ (Sat.1) oder GNTM (ProSieben) - überall wird gesungen, gemodelt, gestrahlt, nur um am Ende des Tages zu beweisen, dass man das Zeug zum Superstar hat.

Ob nach knallharten Wochen voll Gesangsarbeit, Shooting-Training und Blasen an den Füßen der langersehnte Durchbruch erfolgt, davon spricht niemand. Nun packten Ex-Kandidaten und Mitarbeiter gegenüber Bild (Achtung: Artikel hinter Paywall) über jene Castingshows aus und bewiesen, dass im Showbiz eben doch mehr Schein als Sein ist.

Castingshow:DSDS
Erstausstrahlung:9. November 2002
Jahr(e):seit 2002
Deutscher Titel:Deutschland sucht den Superstar
Moderation:Aktuelle Moderatoren: Alexander Klaws
Produktionsunternehmen:UFA Shoa GmbH, ITV Studios Germany

DSDS (RTL): Alles nur Show in Casting-Kracher mit Dieter Bohlen

Für kaum eine andere Castingshow bewerben sich mehr schrille Vögel und Freaks als für „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS). Nicht ganz ohne Hintergedanken. Denn beim RTL-Format stehen nur die guten Einschaltquoten im Mittelpunkt - Gesangstalent hin oder her. Kein Wunder, dass es in der diesjährigen Staffel also 12 Casting-Shows gab, aber nur vier Live-Shows - Lachflash und Fremdschäm-Momente inklusive.

Das Parade-Beispiel dafür ist wohl Menderes Bağcı. Jahr für Jahr begeisterte der DSDS-Dauerkandidat mit seinen Michael-Jackson-Imitationen ein Millionenpublikum - auch wenn jeder wusste, dass es niemals für den großen RTL-Sieg reichen wird. Joshua Tappe, Finalist der diesjährigen Superstar-Staffel, setzte dem ganzen die Krone auf und erhob schwere Fake-Vorwurfe gegenüber dem RTL-Format rund um Jury-Legende Dieter Bohlen. Das Fazit von Tappe ist da knallhart: „Ich sage mal so: Nach meiner DSDS-Teilnahme weiß ich, dass man beim Fernsehen nichts dem Zufall überlässt.“

Das Supertalent (RTL): Talentsuche mit Kandidaten aus aller Herren Länder

Wer in den vergangenen Staffeln immer fleißig beim „Supertalent“ auf RTL mitgefiebert hat, dem dürfte eines nicht entgangen sein: Die Kandidaten kommen aus aller Herren Länder. Auch Christian Stoinev, der mit Hund Percy 2019 den Supertalent-Titel abstaubte, kommt aus Florida. Keine allzu große Überraschung. Immerhin stammten im großen RTL-Finale neun von zwölf Teilnehmern aus dem Ausland, wie nordbuzz.de berichtet. Auch Dieter Bohlen gab zu: „Mehr Leute, die deutsch sprechen, wären nicht schlecht. Es muss doch unter Millionen Deutschen auch Leute mit besonderem Talent geben.“

Aber Christian ist kein Unbekannter. Bereits vor „Das Supertalent“ war er in amerikanischen und englischen Castingshows zu sehen und wurde für die deutsche Version über eine Agentur gebucht - also kein aufwendiges Bewerbungsverfahren. Auch ein Produktionsmitarbeiter der RTL-Show gestand: „Ein großer Anteil der Kandidaten wird über eine Agentur gebucht. Die Show ist eine riesige Inszenierung.“

Ex-Kandidaten und Mitarbeiter rechnen mit Castingshows wie DSDS, GNTM und „Das Supertalent“ ab. (Montage)

Doch es kommt noch schlimmer. Beim Dreh für „Das Supertalent“ werden Fan-Schilder im Publikum verteilt und ein Animateur sagt die gewünschten Emotionen auf - also Applaus auf Knopfdruck. Na, vielleicht wird es in der nächsten „Das Supertalent"-Staffel ja besser. Immerhin bekommt Dieter Bohlen hochkarätige Jury-Unterstützung.

Germany‘s next Topmodel (ProSieben): Typen- statt Modelsuche bei Heidi Klums „Meeedchen"

Last but not least - GNTM. Jahr für Jahr hängt ein Millionenpublikum vor dem heimischen Bildschirm, während Modelmama Heidi Klum ihre „Meeeedchen“ anspornt. Denn es kann eben nur eine „Germany‘s next Topmodel" werden. In diesem Jahr fiel das Los auf Jacky Wruck, die jetzt als ZDF-Polizistin durchstartet.

Doch auch bei dieser Castingshow müssen Illusionen zerstört werden. Denn wer gedacht hat, die Kandidatinnen bewerben sich freiwillig bei der ProSieben-Show, den müssen wir enttäuschen. Oftmals schreiben Agenturen, die mit GNTM zusammenarbeiten, die „Meeeedchen“ auf Instagram an. Immer mit dabei: eine Österreicherin, ein Transgender, eine Türkin, eine Dunkelhäutige und eine Krawall-Lady - damit auch ja für reichlich Knall-Potenzial gesorgt ist.

Wir erinnern uns gerne an so manchen Zicken-Krieg in der Modelvilla zurück, aber auch hier hat ProSieben seine Finger im Spiel. Fleißig wurden die GNTM-Girls von Mitarbeitern und Juroren produziert. So verriet eine Produktionsmitarbeiterin gegenüber Bild: „Das wirkt manchmal schon wie eine Art Drehbuch.“

Doch auch die ein oder andere Ex-Kandidatin plauderte aus dem Topmodel-Nähkästchen, nachdem bereits Knebelvertrags-Vorwürfe gegenüber der Agentur ONEeins fab laut wurden: „Wer den Mitarbeitern Tipps gab, was das Verhalten der anderen Mädels angeht, bekam schon mal eine bessere Behandlung oder vermeintlich bessere Startplätze bei Shootings. Wir hatten damals das Gefühl, wir sollten die anderen ruhig denunzieren.“ Trotz alledem reitet Heidi Klum auf einer Erfolgswelle. Jetzt enthüllte die Vierfach-Mutter ihr krasses Fitness-Geheimnis, das nichts mit Hungern zu tun hat.

Rubriklistenbild: © Jürgen Veits/picture alliance/dpa & Henning Kaiser/picture alliance/dpa & Marcel Kusch/picture alliance/dpa

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