VOX-Gründershow

„Die Höhle der Löwen“: Deal von Carsten Maschmeyer und Nico Rosberg ist geplatzt

Zunächst konnten Christina Roitzheim, Marius Rackwitz (links) und Selcuk Aciner mit ihrer App überzeugen. Doch offenbar ist der Deal nach der Aufzeichnung geplatzt.
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Zunächst konnten Christina Roitzheim, Marius Rackwitz (links) und Selcuk Aciner mit ihrer App überzeugen. Doch offenbar ist der Deal nach der Aufzeichnung geplatzt.

Es war der erste Deal für Nico Rosberg: Gemeinsam mit dem Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer stieg der Formel-1-Weltmeister in der gestrigen Ausgabe der Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ (montags, 20.15 Uhr, VOX) in die Entwicklung der App „not less but better“ ein.

Diese soll Nutzern helfen, mithilfe von interaktiven Audio- und Textübungen, die eigene Handysucht zu bekämpfen. Die Entwickler forderten 150.000 Euro, dafür sollten Maschmeyer und Rosberg 20 Prozent der Firmenanteile bekommen. Gesagt, getan - sollte man meinen. Doch inzwischen scheint der Deal geplatzt zu sein.

„Bild“ will erfahren haben, dass Rosberg und Maschmeyer am Ende doch nicht eingestiegen sind. Grund dafür seien veränderte Geschäftsbedingungen vonseiten der Gründer. „Die Gründer haben nach der Sendung eine höhere Bewertung ihrer Idee gefordert“, zitiert „bild.de“ einen „Insider“. „Das hat Nico und auch Carsten ziemlich verärgert. Auch als die Gründer wieder zurückruderten und auf die ursprünglich Bewertung zurückgingen, war der Drops gelutscht“, heißt es weiter.

Nico Rosberg erklärte im Gespräch mit „bild.de“: „Das Team von 'not less but better' widmet sich einer gesellschaftlich relevanten Thematik und hat uns durch einen starken Auftritt bei 'DHDL' von sich überzeugt.“ In Zeiten extensiver Handynutzung sei das Thema „Digital Wellbeing“ aus seiner Sicht sehr wichtig, betonte der 35-Jährige weiter. „Allerdings hat eine neue Bewertung der Gründer nach der Show dazu geführt, dass wir uns letztlich gegen eine Beteiligung entschieden haben.“

„Der Deal, so wie ihn die Gründer gerne nachträglich abgeändert hätten, wäre nicht mehr stimmig gewesen.“

Auch der Mitinvestor Carsten Maschmeyer hat gegenüber „bild.de“ Stellung bezogen: „Gerne hätte ich in 'not less but better' investiert. Die Gründer haben eine überzeugende Idee präsentiert, die vielen Menschen, die zu viel am Handy sind, helfen kann.“ Leider hätten die Gründer nach der Sendung den Deal infrage gestellt - „sowohl bezüglich der Investmentsumme als auch der Bewertungshöhe“. Außerdem hätten er und Rosberg festgestellt, dass das Produkt noch nicht so weit entwickelt gewesen sei, wie es in der Sendung dargestellt wurde.

Der 61-Jährige stellt klar: „Für mich zählt, was man per Handschlag vereinbart - ob vor oder hinter der Kamera. Der Deal, so wie ihn die Gründer gerne nachträglich abgeändert hätten, wäre nicht mehr stimmig gewesen.“ Dennoch wünschen er und Rosberg am Ende ihrer Statements den Gründern „viel Erfolg“. Böses Blut gibt es also offenbar nicht. Einer der Mitgründer der App, Selcuk Aciner, wurde von dem Portal „gruendeszene.de“ mit den Worten zitiert: „Wir haben uns freundschaftlich und gemeinsam entschieden, das Investment nicht zu machen.“

Auch in der zweiten Folge der aktuellen Staffel verzeichnete „Die Höhle der Löwen“ gute Quoten: Insgesamt 2,38 Millionen Zuschauer ab drei Jahren sahen die Episode am vergangenen Montag. In der Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen Zuschauer führt das Format mit 17,8 Prozent den Markt an. Bei der Zielgruppe der 14- bis 29-jährigen Männer wurden sogar 24,2 Prozent Marktanteil erreicht. Neben Maschmeyer und Rosberg zählen die Unternehmer Nils Glagau, Dr. Georg Kofler und Ralf Dümmel sowie die Rechtsanwältin Dagmar Wöhrl und die Fernsehmoderatorin Judith Williams zu den potenziellen Investoren.

teleschau

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