Deutscher Fernsehpreis: VOX räumt ab

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Die jungen Schauspieler aus der VOX-Serie "Club der roten Bänder" mit ihren Trophäen.

Nach einem Jahr Pause wurde am Mittwochabend der Deutsche Fernsehpreis erneut verliehen - quasi unter Ausschluss der breiten Öffentlichkeit: Aufgrund zuletzt enttäuschender Einschaltquoten wurde die Zeremonie dieses Jahr nicht im Fernsehen übertragen.

"Ich bekomme einen Preis - und keine Sau schaut zu", kommentierte denn auch Barbara Schöneberger das ungewöhnliche Event. Schöneberger moderierte nicht nur den Abend, sie wurde auch in der Kategorie "Unterhaltung" ausgezeichnet. Als Bester Fernsehfilm wurde die ARD-Produktion "Nackt unter Wölfen" mit einem Award bedacht, die bewegende Krankenhausserie "Club der roten Bänder" (VOX) ist laut Jury-Meinung die Beste Serie des vergangenen Jahres. Shooting-Star Jonas Nay wurde als Bester Schauspieler ausgezeichnet (für "Thannbach" und "Deutschland 83", Ina Weisse als Beste Schauspielerin (für "Ich will dich" und "Ein großer Aufbruch"). Den Ehrenpreis des Deutschen Fernsehpreis erhielt der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff. Über die Preisträger entschied eine elfköpfige Jury, die unter dem Vorsitz von TV-Spielfilm-Chefredakteur Lutz Carstens tagte. Insgesamt wurde der Deutsche Fernsehpreis in 22 Kategorien verliehen, darunter zwölfmal an Produktionen der öffentlich-rechtlichen Sender. Mit drei Preisen ist VOX der große Gewinner unter den Privatsendern.

Alle Preisträger im Überblick:

Bester Fernsehfilm: "Nackt unter Wölfen" (ARD)

Beste Serie: "Club der roten Bänder" (VOX)

Beste Schauspielerin: Ina Weisse ("Ich will dich", ARD; "Ein großer Aufbruch", ZDF)

Bester Schauspieler: Jonas Nay ("Deutschland 83", RTL; "Tannbach - Schicksal eines Dorfes", ZDF)

Beste Comedy/Kabarett: "Die Anstalt" (ZDF)

Beste Unterhaltung Primetime: "Joko gegen Klaas - Das Duell um die Welt" (ProSieben)

Beste Moderation Unterhaltung: Barbara Schöneberger ("Die 2 - Gottschalk & Jauch gegen alle", RTL)

Beste Unterhaltung Late Night: "Neo Magazin Royale" (ZDF)

Bestes Factual Entertainment: "Die Höhle der Löwen" (VOX)

Beste Information: "An der Grenze - 24 Stunden an den Brennpunkten der Flüchtlingskrise" (N24)

Beste Persönliche Leistung Information: Michel Abdollahi ("Im Nazidorf", NDR)

Bestes Infotainment/Talksendung: "Menschen bei Maischberger" (ARD)

Beste Dokumentation/Reportage: "Asternweg - Eine Straße ohne Ausweg" (VOX)

Beste Sportsendung: "Geheimsache Doping. Im Schattenreich der Leichtathletik" und "Wie Russland seine Sieger macht" (beide ARD) von Hajo Seppelt

Beste Regie: Lars Becker ("Zum Sterben zu früh", ZDF)

Bestes Buch: Magnus Vattrodt ("Ein großer Aufbruch", ZDF; "Das Zeugenhaus", ZDF)

Beste Kamera: Ngo The Chau ("Zum Sterben zu früh", ZDF)

Bester Schnitt: Ulf Albert ("Altersglühen - Speed Dating für Senioren", ARD)

Beste Musik: Stefan Will und Marco Dreckkötter ("Mordkommission Berlin 1", Sat.1)

Beste Ausstattung: Max Wohlkönig, Matthias Müsse und Tilman Lasch ("Mordkommission Berlin 1", SAT.1)

Ehrung fürs Lebenswerk: Günter Wallraff

Förderpreis: Hubertus Koch

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