28. Oktober, ARD

Tatort Bremen auf ARD: So gruselig wird „Blut“ - vorletzter Fall für Lürsen und Stedefreund

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Sabine Postel alias Inga Lürsen und Oliver Mommsen alias Nils Stedefreund gehen im neuen Bremen-Tatort „Blut“ zum vorletzten Mal gemeinsam auf Verbrecherjagd. Es ist ein mystischer Fall rund um einen „Vampir“-Mord.

Es wird unheimlich in Bremen. Im neuen Tatort „Blut“ geht es um den Mord an einer jungen Frau, die aufgrund brutaler Bisse in den Hals verstirbt. Die Ermittler Lürsen und Stedefreund geraten in ihrem vorletzten Fall in einen mystischen Strudel aus Albtraum und „Vampiren“.

Schockmomente, düstere Nachtszenen, Realität, die mit Fiktion verschwimmt. Die Ermittlungen im neuen Bremen-Tatort „Blut“ geraten für die Protagonisten zunehmend zum Albtraum – insbesondere für Hauptkommissar Stedefreund.

Was passiert im neuen Bremen-Tatort „Blut“? 

Lürsen und Stedefreund von der Kripo Bremen am Tatort.

Ein Notruf geht bei der Bremer Polizei ein, zu hören sind Hilferufe. Kurze Zeit später wird in einem Park die Leiche einer jungen Frau gefunden. Die massiven Verletzungen am Hals der Toten stellen die Bremer Hauptkommissare Inga Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen) vor ein besonderes Rätsel. Eine traumatisierte Augenzeugin kann den Ermittlern nur den verstörenden Hinweis „Vampir“ liefern. Während Inga Lürsen Schritt für Schritt die Indizien und Hinweise zusammensetzt, gerät Stedefreund in einen fieberhaften Strudel mystischen Aberglaubens. Als die Ermittler auf Nora Harding (Lilith Stangenberg) und ihren Vater Wolf Harding (Cornelius Obonya) treffen, überschlagen sich die Ereignisse.

Was sagt Regisseur Philip Koch zum neuen Bremen-Tatort „Blut“? 

Der mit mehreren Filmpreisen ausgezeichnete Regisseur Philip Koch arbeitet in unterschiedlichen Genres für Kino und Fernsehen, seit 2016 auch an Tatort-Folgen. Für seinen TV-Film „Operation Zucker“ erhielt er eine Grimme-Preis-Nominierung sowie den Deutschen Fernsehpreis. Beim Bremen-Tatort „Blut“ führte Koch Regie und schrieb am Drehbuch mit. Sein Ziel ist es nach eigener Aussage mit dem Krimi das übernatürlich aufgeladene Thema „Vampirismus“ zu erden und auf eine menschlich-emotionale Facette herunterbrechen. Dabei spielt das Thema Angst eine zentrale Rolle. „Die Angst vor dem Unbekannten, dem Nicht-Sichtbaren, vor dem, was buchstäblich im Schatten liegt. Und was sie mit uns macht“, erklärt Koch. „Daher bedient sich der Film, der im Kern zwar ein Krimi ist, immer wieder auch auf spielerische Weise den Stilmitteln anderer Genres, vor allem des Gruselfilms.“

Was sagt Sabine Postel alias Inga Lürsen zum neuen Bremen-Tatort „Blut“? 

Gerichtsmediziner Katzmann im Gespräch mit Lürsen und Stedefreund.

Bereits seit 1997 verkörpert Schauspielerin Sabine Postel die Hauptkommissarin Inga Lürsen. Inzwischen hat sie 37 Folgen auf dem Buckel und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Zu Bremen hat sie eine lange und enge Bindung. Zur „speziellen“ Todesursache im neuen Bremen-Tatort „Blut“ hat sie ihre ganz eigene Meinung: „Um an einer solchen Verletzung zu verbluten, muss der Biss schon mit großer Kraft ausgeführt worden sein. Da denkt man natürlich zuerst an ein Tier, einen Wolf vielleicht ... Um einen Menschen als Täter in Betracht zu ziehen, bedarf es schon einer großen Vorstellungskraft.“ Im Laufe der zunehmend merkwürdiger und unheimlicher werdenden Geschichte, hat Lürsen es auch mit einem verängstigten Kollegen zu tun. „Eine große Hilfe, um den mysteriösen unheimlichen Fall aufzuklären, ist Stedefreund in weiten Teilen für sie nicht“, so Postel. Eine wichtige Rolle spielen auch Traumsequenzen. „Eine blieb mir besonders in Erinnerung, in der ich tot auf dem Boden der Pathologie ausharren musste. Ein Erlebnis, auf das eine Schauspielerin gerne verzichtet!“

Was sagt Oliver Mommsen alias Nils Stedefreund zum neuen Bremen-Tatort „Blut“?

Seit 2001 und 32 Folgen ist Schauspieler Oliver Mommsen als Kommissar Stedefreund im Bremer Tatort zu sehen. Auch er erhielt etliche Preise, u.a. für seine Darstellung als Ermittler. Darüber hinaus ist er als TV-, Kino- und Theaterschauspieler zu sehen. Im neuen Bremen-Tatort „Blut“ lernt Mommsen seine Rolle von einer neuen, zu Tode geängstigten Seite kennen. „Wir haben 18 Jahre lang eine Figur aufgebaut und sie Stück für Stück mit Selbstvertrauen, Fachwissen und einer schönen Routine ausgestattet“, sagt Mommsen. „Im Tatort ‚Blut‘ nehmen wir dem lieben Stedefreund all das wieder weg. Ihm wird komplett der Boden unter den Füssen weggezogen und der Knabe ist vollkommen verunsichert.“ Mehr wird nicht verraten, Zu verraten, warum, wäre schade.“ Schließlich ist er so durcheinander, dass er anfängt ins Mystische abzudriften. „Es wäre toll, wenn man Stedefreund nicht als vollkommen durchgeknallt durchwinkt, sondern denkt: Ja, unter den Umständen könnte es mir ähnlich gehen“, so Mommsen. 

Achtung: Spoiler – Plottwist im neuen Bremen-Tatort „Blut“ 

Regisseur Philip Koch verrät: „Am Ende erfährt der Krimi eine überraschende – und auch sehr tragische – Wendung, die alles zuvor Gesehene relativiert und letztlich, bei aller Mystifizierung, vermenschlicht.“ Damit dürften Spannung und Vorfreude auf den vorletzten Fall mit Lürsen und Stedefreund endgültig ins Unermessliche gesteigert sein. 

Der neue Bremen-Tatort „Blut“ läuft am Sonntag, 28. Oktober um 20.15 in Das Erste 

Tatort „Blut“ aus Bremen läuft zu Halloween: Lürsen, Stedefreund und ein Vampir – Bissiger Horror-Krimi schockt Zuschauer bei der Kino-Premiere.

Im nordbuzz-Verhör: Die Tatort-Schauspieler Postel und Mommsen im ausführlichen Interview über ihr Bremen.

In Bremen wird der letzte Tatort mit Lürsen und Stedefreund gedreht. Ein Set-Besuch mit Fotos vom Dreh und Fragen an Sabine Postel und Oliver Mommsen.

Bremen Tatort: Fotos vom Dreh mit Sabine Postel, Oliver Mommsen, Kostja Ullmann und Violetta Schurawlow

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