Neues Video zum Thema SPD-Vorsitz

Böhmermann gibt nicht auf: „Was Olaf Scholz kann, kann ich auch“

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Jan Böhmermann will noch immer SPD-Vorsitzender werden.

Jan Böhmermanns Vorhaben, den SPD-Vorsitz zu übernehmen, schien bereits gescheitert. Nun wagt der Satiriker eine neue Offensive.

Jan Böhmermann hat den Plan, SPD-Vorsitzender zu werden, noch nicht aufgegeben. In einem neuen YouTube-Video zu seiner Kampagne „#neustart19“ gibt sich der Satirker kämpferisch: Ihm sei klar gewesen, dass die Bewerbung „auf dem herkömmlichen Weg“ schwierig werde. „Weil ich ein Außenseiter bin - und weil sich die SPD mit allen Mitteln dagegen wehrt“, so Böhmermann in seiner neuen 18-minütigen „Rede“, die unter dem Titel „Wo sind die Kids aus dem Block? Jan Böhmermann macht SPD endgültig kaputt bzw. heile“ im Netz zu finden ist.

„Auch ich habe keinen Bock darauf, dass ich SPD-Vorsitzender werde“, so Böhmermann. Aber die Lage in der Partei sei „viel zu ernst, um Rücksicht auf meine Gefühle zu nehmen“. Das derzeitige Auswahlverfahren sei unverbindlich - der Parteivorsitzende werde verbindlich erst Anfang Dezember auf dem Parteitag gewählt. Die Unterstützung von vier Ortsvereinen sei einzige Voraussetzung. „Was Olaf Scholz kann, kann ich auch“, ruft Böhmermann.

„Die Kids aus den Blocks“

„Unsere Partei ist am Ende“, stellt der Moderator fest, doch schließlich seien er und seine Anhänger die Kids aus den Kleinstädten: „Wenn wir nicht wissen, wie man aus der Scheiße herauskommt, wer denn dann? Sozialdemokratie - das heißt für Böhmermann, der in seinem neuen Vorstoß auch wirklich substanzielle Kritik übt: “Die Kids aus den Blocks sitzen wieder an den Reglern".

Selbstironisch fragt er: „Reicht das wirklich, Witze zu machen?“. „Das kann doch so nicht weitergehen“, ruft er den SPD-Granden entgegen. Die SPD-Wähler wollen „abgeholt werden“, und zwar mit „einer geilen weißen Mercedes-Limousine, ihr neidischen Schwänze“.

„Jetzt machen wir ernst, verdammt noch mal“, kündigt Böhmermann an und fordert seine Zuhörer auf, sich zu organisieren. „Es darf in Deutschland in Zukunft keine Milliardäre mehr geben“, sagt der Satiriker, und: „Die schwarze Null ist ein Konzept von gestern“. „Unsere Zukunft liegt in offenen Grenzen“ - dafür stehe die Partei seit „über 500 Jahren - oder noch mehr“.

Jan Böhmermann hatte in seiner Satire-Show „Neo Magazin Royale“ Ende August verkündet, für den SPD-Vorsitz kandidieren zu wollen. Weil allerdings bereits zwei Tage später die Frist für die Bewerbung ablief und eine Parteimitgliedschaft bis dahin nicht vorlag, musste er sich vorerst von seinem ambitionierten Vorhaben verabschieden.

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teleschau

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