SWR-Intendant Kai Gniffke

„Bevölkerung kann sich jetzt mehr denn je auf uns verlassen“: SWR-Programmoffensive zu Corona

Ein Mann der Nachrichten: SWR-Intendant Kai Gniffke will im Angesicht der Corona-Krise die Kräfte und das Programmangebot bündeln.
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Ein Mann der Nachrichten: SWR-Intendant Kai Gniffke will im Angesicht der Corona-Krise die Kräfte und das Programmangebot bündeln.

Eine Gesellschaft im Krisen-Modus: Laut einer Umfrage vom Samstag ist für drei Viertel der Bundesbürger (76 Prozent) Corona derzeit das wichtigste Thema.

Eine Zahl, die fast untertrieben scheint, wenn man sich anschaut, was gerade in Social Media, in Arztpraxen, Kliniken und, nicht zu vergessen, in Deutschlands Supermärkten los ist. So erschreckend vieles schon jetzt erscheint und so unabsehbar alles Weitere ist, auf eines schient in diesen Tagen immerhin Verlass: Die deutsche Medienlandschaft, sie funktioniert - allen Anfeindungen und aller Skepsis zum Trotz. Zumindest in weiten Teilen regieren nicht Hysterie und Panikmache.

Auf dem Medienmarkt schlägt jetzt natürlich die Stunde der Nachrichtensender, der Online-Ticker, der seriösen Reporter und Korrespondenten, die den in dieser Zeit ebenfalls heftig Blüten treibenden Verschwörungstheorien und Fake-News Hintergrund und Aufklärung entgegensetzen (unter anderem wurden via Whatsapp Falschmeldungen verbreitet, die, so warnte unter anderem ntv, von „angeblichen Forschungsergebnissen der 'Wiener Uniklinik' rund um die Einnahme von Ibuprofen und einer angeblichen Verstärkung von Covid-19-Symptomen berichten“). Gerade die sogenannten Leitmedien, allen voran die reichweitenstarken öffentlich-rechtlichen Rundfunksender, tun sich dabei hervor. - Die überragende Resonanz auf die „Brennpunkte“, Talks und Sondersendungen rund um die Corona-Krise spricht Bände.

„Wollen Orientierung, Heimat und Geborgenheit geben“

Zur Aufgabe der öffentlich-rechtlichen Sender in dieser Phase voller Sorge fand am Samstagnachmittag SWR-Intendant Kai Gniffke treffende Worte. „Wir haben es mit einer absoluten Ausnahmesituation zu tun, die sich voraussichtlich noch zuspitzen wird. Dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk kommt in diesen Zeiten eine besondere Verantwortung zu“, sagte der Mann, der lange Jahre als Erster Chefredakteur„ von “ARD-aktuell„ die “Tagesschau„ und die “Tagesthemen„ verantwortete. “In dieser Phase eines überragenden Informationsbedürfnisses sowie von Verunsicherung und Ängsten wollen wir den Menschen im Südwesten Orientierung, Heimat und Geborgenheit geben. Die Bevölkerung kann sich jetzt mehr denn je auf uns verlassen."

Worte, mit denen der SWR-Intendant eine Meldung flankierte, die von einer „Corona-Taskforce“ des Südwestrundfunks berichtete. Demnach hätten sich „Mitarbeitende aus der Wissenschaftsredaktion, aus der Aktualität/Nachrichten sowie Fachredaktionen wie Recht und Justiz multimedial vernetzt“. Die Corona-Berichterstattung habe in Hörfunk, Fernsehen, Online und im Web absolute Priorität, ließ der SWR wissen. Unter anderem habe das SWR-Fernsehensein Sendeschema für Schülerinnen und Schüler weiter geändert. Und: Auf der Startseite der ARD-Mediathek, die vom SWR verantwortet wird, werden Themenspecials zusammengestellt. „Nach dem Motto: 'Schule geschlossen? Lernen geht trotzdem' bündele der SWR Lerninhalte“, hieß es.

teleschau

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