ARD-Mittagsmagazin

Berliner Gesundheitssenatorin: Auch Heimkehrer aus Nichtrisikogebieten auf Corona testen

Die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz und Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci sprach sich im "ARD-Mittagsmagazin" für eine Ausweitung der Corona-Tests aus.
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Die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz und Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci sprach sich im „ARD-Mittagsmagazin“ für eine Ausweitung der Corona-Tests aus.

Die Zahl der Corona-Infektionen steigt wieder: Nicht nur in Deutschland sind in den vergangenen Tagen wieder deutlich mehr Infektionen als in den vergangenen Wochen gemeldet worden.

Dilek Kalayci, die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz und Berliner Gesundheitssenatorin, plant deshalb eine Ausweitung der Tests für Reiserückkehrer.

Im „ARD-Mittagsmagazin“ stellte die SPD-Politikerin die jüngsten Ergebnisse der Gesundheitsministerkonferenz vor. Demnach sollen künftig auch Rückkehrer aus Nichtrisikogebieten die Möglichkeit erhalten, sich kostenlos auf eine Corona-Infektion testen zu lassen. Die Testkapazität auf Flug- und Schiffshäfen sowie an Bahnhöfen solle dementsprechend ausgeweitet werden.

Bislang sind die Tests freiwillig, wie die 53-Jährige betonte: „So ein Test ist schon ein erheblicher Eingriff in die Intimsphäre“, erklärte sie in der Sendung. Allerdings unterstütze sie den Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der eine verpflichtende Einführung der Tests derzeit rechtlich prüfen lasse.

Teststellen an Autobahnen

Zudem solle auch an Autobahnen „grenznah getestet werden“, so Kalayci. „Wir wollen stichpunktartig auch die Autofahrer kontrollieren und sie darauf hinweisen, dass es eine Quarantänepflicht gibt“, erklärte sie weiter. Hierfür sollten in Grenznähe weitere Teststellen eingerichtet werden.

Die Tatsache, dass ein Test alleine keine endgültige Aussage über eine mögliche Infektion treffen kann, sei den Ministern bewusst. Deshalb müssten Rückkehrer fünf bis sieben Tage nach ihrer Ankunft erneut getestet werden. Auch dieser zweite Test soll künftig vom Bund finanziert werden.

teleschau

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