Wer hat Angst vorm weißen Mann? - Mi. 13.04 - ARD: 20.15 Uhr

Bayerisch-kongolesische Totenmagie

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Ungleiches Paar: Franz (Andreas Giebel, links) ist auf die Hilfe und das Wohlwollen von Alpha (Tony Mpoudja) angewiesen.

Ein rassistischer Metzgermeister stirbt - und kann nur dank seiner schwarzafrikanischen Aushilfe Kontakt mit seinen Hinterbliebenen halten. Ein Geisterfilm mit Augenzwinkern und eine durchaus bewegenden Lektion für ein menschliches Miteinander.

Es sind derbe Worte, die weh tun. Und die doch so gesagt werden müssen, weil man sie so hört - mitten in München und in ganz Deutschland. "Wie soll ein Neger wissen, wie man Weißwürste macht", poltert Metzgermeister Franz Rissmeyer (großartig: Andreas Giebel), als er die neue Aushilfe, den Schwarzafrikaner Alpha (Tony Mpoudja), das erste Mal in seinem Geschäft arbeiten sieht. Nur mit ganz viel gutem Willen kann man Rissmeyer Senior noch als typischen bajuwarischen Grantler bezeichnen. Eigentlich ist er ein verbohrter, bösartiger, hartherziger Rassist - aber einer von vielen, die allzu leichtfertig von "Bimbos" sprechen und denen schlechte Wortspiele von "Schwarzsehen" bis "Schwarzarbeiten" leicht über die Lippen kommen. Und doch nimmt die übersinnlich angehauchte, tatsächlich rabenschwarz respektlose Dramen-Komödie "Wer hat Angst vorm weißen Mann?" (2013, Regie: Wolfgang Murnberger) einen guten Weg: Franz lernt seine Lektion von der Brüderlichkeit - auch wenn sie ihn das Leben kostet. Es ist ein Film, der finstere Themen mit Leichtigkeit und verschrobenem Humor abhandelt. Ein Lichtblick im Fernsehfilm-Einerlei, den das Erste nun wiederholt.

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