Mini-Serie „Liebe. Jetzt!“ in der ZDF-Mediathek

Alltag in Zeiten von Corona: Diese Serie wurde bei den Stars daheim gedreht

Da sein Mitbewohner unter Quarantäne steht, zieht Thorsten (Jürgen Vogel) überraschend bei seiner Freundin Jana ( Natalia Belitski) ein. Sie ist nicht gerade begeistert und pocht in der Folge „Plötzlich Paar“ auf eine virtuelle Paartherapie.
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Da sein Mitbewohner unter Quarantäne steht, zieht Thorsten (Jürgen Vogel) überraschend bei seiner Freundin Jana ( Natalia Belitski) ein. Sie ist nicht gerade begeistert und pocht in der Folge „Plötzlich Paar“ auf eine virtuelle Paartherapie.

Wie beeinflusst der Corona-Alltag die zwischenmenschlichen Beziehungen? Die Mini-Anthologie-Serie „Liebe. Jetzt!“ in der ZDF-Mediathek möchte dieser Frage auf den Grund gehen.

Der Alltag in der Corona-Krise ist nicht gerade leicht: Durch Ausgangsbeschränkungen und Home Office sind viele Menschen gezwungen, mehr Zeit mit ihren Liebsten zu verbringen als ihnen womöglich lieb ist. Welche Probleme durch diese ungewohnte Nähe entstehen, zeigt die unterhaltsame Mini-Serie „Liebe. Jetzt!“, die derzeit in der ZDF-Mediathek abrufbar ist.

„Liebe. Jetzt!“ ist eine Anthologie-Serie: Jede der insgesamt sechs Folgen behandelt eine andere Kurzgeschichte über eine Beziehung in Zeiten von Corona. Da wären zum Beispiel Thorsten (Jürgen Vogel) und seine neue Freundin Jana (Natalia Belitski): Obwohl die beiden liiert sind und ein gemeinsames Kind erwarten, lebte das Paar bislang getrennt: Jana in ihrer Wohnung und Thorsten in einer WG. Doch als sein Mitbewohner nach einem Corona-Kontakt in Quarantäne muss, zieht Thorsten kurzerhand bei seiner Freundin ein. Die wiederum ist gar nicht begeistert von der neuen Nähe: „Mir ist das hier einfach alles zu eng in der Wohnung und mit ihm und dem Baby. Und ich kann hier einfach nicht raus“, klagt sie. Um ihre Beziehung zu retten, entscheiden sich Thorsten und Jana zu einer Paartherapie - per Videokonferenz. Doch kann Therapie über die Distanz funktionieren?

Die Beziehung zwischen Lucy (Lea Zoe Voss) und ihrem Kommilitonen Max (Leonard Scheicher) steht hingegen noch ganz am Anfang. Genauer gesagt, weiß Max gar nicht, dass Lucy in ihn verliebt ist. Als er überraschend in Wien strandet, besorgt Lucy ihm aus der Ferne eine Unterkunft. Max will sich per WhatsApp-Videoanruf bedanken und stößt damit eine lange virtuelle Dating-Phase an, in der beide Seiten mehr über den anderen erfahren als ihnen lieb ist ...

Corona-Alltag im Drehbuch und am Set

„Liebe. Jetzt!“ ist in der Corona-Krise entstanden. Kein Wunder also, dass soziale Medien, Videoanrufe und Home Office zu den zentralen Themen zählen. Daneben werden aber auch andere Sorgen der Menschen aufgegriffen, wie zum Beispiel die von Lucys Schwester Helen (Sarina Radomski), die, während sie mit Lucy telefoniert, immer wieder ihr Kind ermahnen muss. Merle (Nina Gummich) wiederum kämpft mit der Doppelbelastung, die die Betreuung ihres vielleicht infizierten Vaters (Bernhard Schütz) und ihr Job als Produktdesignerin mit sich bringen.

Die Darstellerin Natalia Belitski sieht die Serie deshalb als eine Art Mutmacher an: „Man ist nicht alleine, trotz dieser Situation und Isolation. Man teilt da auch ganz viel mit den Mitmenschen. Ich glaube, das ist ein extrem wichtiger Punkt“, erklärt sie.

Laut ZDFneo wurden alle Folgen der Serie unter Einhaltung der örtlichen Corona-Regeln produziert. Viele der Schauspieler agieren entweder allein oder mit ihren realen Lebenspartnern - wie im Fall von Jürgen Vogel und Natalia Belitski, die seit September 2019 verlobt sind - am Set. Anweisungen der Regisseure Pola Beck und Tom Lass erhielten sie via Videokonferenz und Handy. Das Team sei dabei auf ein absolutes Minimum reduziert gewesen. Kameras seien ferngesteuert worden.

Somit hat das Ergebnis etwas von einem Kammerspiel, in welchem der Fokus ganz klar auf den Dialogen und der Interaktion zwischen den Menschen liegt. Gleichzeitig erinnert die ungewohnte Perspektive durch die Webcam oder die Handykamera aber auch an den eigenen Alltag: Das letzte Telefonat mit Oma oder das letzte Skype-Meeting. Auf diese Weise verleiht die Technik der Serie ein gutes Stück Authentizität.

teleschau

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