Am 3. September

Alles wie beim letzten Mal: Kanzler-Duell mit Merkel und Schulz wie 2013

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Drei Wochen vor der Bundestagswahl treffen Angela Merkel und Martin Schulz im großen TV-Duell aufeinander.

Über den Ablauf des „TV-Duells“ zur Bundestagswahl im September gab es zuletzt Streit. Nun haben sich die übertragenden TV-Anstalten mit dem Merkel-Lager geeinigt.

Der Termin für das „TV-Duell“ zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem Herausforderer Martin Schulz (SPD) ist endgültig nicht mehr gefährdet: Die Politiker stellen sich am Sonntag, 3. September, 20.15 Uhr, den Fragen von ARD, SAT.1, RTL und ZDF. Nun haben sich die erneut zeitgleich übertragenden Fernsehanstalten auch über den Ablauf des TV-Höhepunktes im Bundestagswahlkampf 2017 geeinigt. Kurzum: Es wird keine Änderung im Vergleich zum TV-Duell 2013 (Merkel gegen den SPD-Kandidaten Peer Steinbrück) geben. Die Vertreter der Bundeskanzlerin waren mit geforderten dramaturgischen Veränderungen nicht einverstanden. Sogar eine Teilnahme Merkels war fraglich.

Die vier Fernsehanstalten wollten „Das TV-Duell 2017“ vor der Bundestagswahl am 24. September neu gestalten. Dafür waren für jeweils zwei Moderatorenpaare nach einem gemeinsamen Einstieg jeweils Blöcke von je 45 Minuten vorgesehen. Die Sender hofften so auf eine „klarere Struktur und mehr Raum zu Spontanität und Vertiefung“, wie es in einer gemeinsamen Presseerklärung heißt, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Diesen Vorschlag jedoch lehnte Berlin ab.

Um eine Ausstrahlung des „Duells“, der einzigen direkten Konfrontation zwischen Merkel und Schulz, nicht zu gefährden, kehren die einladenden Fernsehanstalten nun zum 2013 praktizierten Modell zurück. Das bedeutet: Die Moderatorenpaare - Maybrit Illner (ZDF) und Peter Kloeppel (RTL) sowie Sandra Maischberger (ARD) und Claus Strunz (ProSiebenSAT.1) - werden sich mit ihren Fragen wie schon 2013 häufiger abwechseln.

Am „TV-Duell“ 2013 wurde insbesondere kritisiert, dass es durch den häufigen Wechsel der Fragesteller kaum zu einer Vertiefung brisanter politischer Themen gekommen sei. Da Merkel sowie Steinbrück zudem schräg zueinander positioniert gewesen waren, wäre eine direkte Konfrontation kaum möglich gewesen.

Hohe Wellen im Vorfeld des letzten „TV-Duells“ schlug, dass ProSiebenSat.1 damals ausgerechnet Stefan Raab in die Fernsehdebatte entsendete. Der einstige Unterhaltungsmoderator schlug sich zwischen den Polit-Profis jedoch beachtlich. In diesem Jahr ist Raab nach seinem Abgang aus dem TV-Geschäft freilich nicht mehr dabei. Er wird ersetzt durch Claus Strunz („Akte“). Für die ARD stellt Sandra Maischberger anstelle von zuvor Anne Will die Fragen. Maybrit Illner und Peter Kloeppel hingegen waren bereits 2013 dabei.

Das „TV-Duell“ erreichte bei seiner letzten Ausgabe insgesamt 17,64 Millionen Zuschauer. Der Ausgang damals wurde als nicht eindeutig bewertet. Nach einer Umfrage des Instituts infratest dimap für die ARD empfanden 49 Prozent Steinbrück nach Ende des TV-Duells als Sieger. 44 Prozent sahen Merkel vorn.

tsch

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