Jack Reacher - So. 24.04 - ProSieben: 20.15 Uhr

Vor aller Augen

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Action kann er eben am besten: Tom Cruise macht auch als Jack Reacher eine gute Figur.

Rasant und raffiniert: Im Krimipuzzle-Thriller "Jack Reacher" zum Mitfiebern und Mitraten klärt Tom Cruise actionreich einen Massenmord auf. Gekonnt spielen die Filmemacher mit den blinden Flecken unserer Wahrnehmung.

Am helllichten Tag auf einem Parkgelände: Ein Lieferwagen bleibt stehen, ein Mann mit Sonnenbrille steigt aus - so weit so gewöhnlich. Seltsam wird es erst, als er auf eine Handvoll unbescholtener Leute zielt und sie einen nach dem anderen erschießt. Der Killer flieht, doch die Polizei hat bald einen ersten Verdacht: Sie nimmt den vorbestraften Ex-Soldaten Barr (Joseph Sikora) fest. Der möchte unbedingt mit Jack Reacher (Tom Cruise) sprechen, einem ehemaligen Militär-Kriminalisten, der ihn einst in den Knast brachte und nun als einsamer Drifter kreuz und quer durch die USA reist. Mit "Jack Reacher" (2012) hat der gleichnamige Serienheld aus den Büchern von Lee Child nun zum wiederholten Mal einen Primetime-Auftritt bei ProSieben.

Als Reacher den des Attentats beschuldigten Barr erreicht, liegt dieser im Koma, von Mitgefangenen bewusstlos geprügelt. Überzeugt, dass irgendetwas nicht stimmt, versucht Reacher zusammen mit Barrs Anwältin Helen (Rosamund Pike) die mysteriösen Hintergründe der Tat aufzudecken. Er begibt sich an den Tatort, geht im Kopf die Ereignisse durch, wie sie die Polizei rekonstruiert hat und kommt einem Komplott auf die Spur.

Hinter die Fassade trügerischer Realität zu blicken und dabei die verblüffendsten Entdeckungen zu machen, ist der große Reiz der Reacher-Romane. Regisseur Christopher McQuarrie sowie sein äußerst versierter Kameramann Caleb Deschanel rücken die Indizien, Hinweise, Hypothesen und Irritationen in Jack Reachers tastender Ermittlungsarbeit mit faszinierenden visuellen Details und Arrangements in den Blick.

Mit "Jack Reacher" gelingt ihnen Spannungsunterhaltung der Spitzenklasse. Für Action sorgt Tom Cruise, wenn er sich in seinem hochgetunten Youngtimer derart wilde Verfolgungsjagden mit der Polizei liefert, dass selbst Ryan Gosling in "Drive" schon fast wie ein Fahranfänger wirkt. Da sind ein schwächelndes letztes Drittel und der Regisseur Werner Herzog ("Die Höhle der vergessenen Träume") als wenig überzeugender Bösewicht verzeihlich.

Mit "Jack Reacher 2: Never Go Back" kommt im November eine Fortsetzung in die Kinos. Diesmal wird der Titelheld selbst zum Gejagten: Als Beschuldigter in einem 16 Jahre zurückliegenden Totschlag kämpft Reacher mit allen Mitteln um seinen Ruf - und sein Leben. Tom Cruise spielt erneut die Titelrolle und zeichnet zudem als Produzent verantwortlich.

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