Auf DVD und Co.

Abgang mit Stil: „Drei gegen die Bank“ kommt ins Heimkino

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„Abgang mit Stil“ ist ein Remake der Bankraubkomödie „Die Rentner-Gang“ von 1979.

Was ist abgenutzter? Der Bankraubplot oder die Alterswitzchen in „Abgang mit Stil“? Dabei hätte die starbesetzte Komödie auch anders aussehen können.

Zufälle gibt es: Da beschloss irgendwann vor einigen Jahren Wolfgang Petersen, dass es an der Zeit wäre, seinen rund 40 Jahre alten Fernsehfilm „Vier gegen die Bank“ neu aufzulegen. Eine Komödie, in der sich vier Amateure zusammentun, um die Bank auszurauben, die sie abgezockt hat. Irgendwann um diese Zeit herum, vielleicht nur ein paar Kilometer Luftlinie von Petersens Villa entfernt, kam Tony Bill, dem Produzenten von „Die Rentner-Gang“, der Gedanke, dass es an der Zeit wäre, seinen fast 40 Jahre alten Kinofilm neu aufzulegen. Eine Komödie, in der sich drei Amateure zusammentun, um die Bank auszurauben, die sie abgezockt hat. Zufälligerweise wurden beide Remakes hierzulande auch vom selben Studio herausgebracht - im Abstand von vier Monaten. Doch das ist leider nicht das einzige Wehwehchen, unter dem der „Abgang mit Stil“ (2016, nun fürs Heimkino erhältlich) der neuen Rentner-Gang zu leiden hat.

Nachdem das Stahlwerk, in dem sie jahrelang schufteten, seine Produktion ins Ausland verlegt, löst sich der Rentenfonds der alten Freunde Joe (Michael Caine), Al (Alan Arkin) und Willie (Morgan Freeman) plötzlich in Luft auf. Schuld daran trägt auch die Bank, bei der die drei Kunden sind, und die Joe schon bald das Haus abknöpfen will. Nachdem er selbst Zeuge eines erfolgreichen Bankraubs wurde, reift in dem verzweifelten Senior eine Idee: Warum nicht selbst eine Bank überfallen, fragt er seine staunenden Freunde. Viel zu verlieren haben sie ja nicht und die Gesundheitsversorgung im Gefängnis sei eh besser als ihre jetzige. Trotz anfänglicher Skepsis und mehr oder weniger schwerwiegender Gesundheitsprobleme beginnen die drei Amigos mit der Planung ihres großen Coups.

Ab diesem Zeitpunkt fängt die Komödie dann auch endlich an, Spaß zu machen: War der Film bis dahin eine recht wunderliche Aneinanderreihung von Alterswitzchen und Albernheiten, gewinnt er durch das neu gesteckte Ziel der Senioren die dringend benötigte Struktur. Dank Splitscreen-Montage, grafischer Elemente und mitlaufender Stoppuhr werden auch die Bilder interessanter; Schnitt und Soundtrack im gleichen Maße flotter. Etwas Besonderes, ein Alleinstellungsmerkmal, verleiht Regisseur Zach Braff der Komödie zwar auch dadurch nicht, doch immerhin gelingt es, den Zuschauer zu versöhnen und etwas mitzureißen.

Erhältlich auf DVD, Blu-ray Disc und als Video-on-Demand.

teleschau

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