Hoffnung für Musikbranche

Test-Konzert in Barcelona: 5000 Besucher – alle Corona-Tests negativ

Ein Test-Konzert gibt einer ganzen Musikbranche Hoffnung. 5.000 Musik-Fans besuchten ein Festival in Barcelona – Corona-Infektionen blieben nach dem Konzert aus.

Barcelona – Die Corona-Pandemie* hat die Musikbranche fest im Griff. Viel zu lange dürfen Musiker nicht mehr ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen – und auch ihre Fans leiden drunter: Seit über einem Jahr muss die Musikbranche auf Konzerte verzichten. Doch ist jetzt endlich ein Ende in Sicht? Ein Test-Konzert in Barcelona sorgt für Hoffnung.

Stadt:Barcelona
Land:Spanien
Fläche:101,9 km²
Einwohner:1.636.762 (Stand: 2019)

5000 Musik-Fans feiern Konzert mit negativem Corona-Test und FFP2-Maske

In Zeiten der Corona-Pandemie klingt es zunächst unvorstellbar: 5.000 Musik-Fans treffen sich zum Konzert. So geschehen in Barcelona. Um Musikfans endlich wieder ein echtes Konzert bieten zu können, fand am 27. März im Palau Sant Jordi in Barcelona ein Festival statt. Das örtliche Krankenhaus begleitete die Veranstaltung.

Jeder Besucher war verpflichtet, vor dem Besuch einen negativen Corona-Test vorzulegen. Außerdem mussten sie FFP2-Masken tragen, die in Hamburgs Bussen und Bahnen bereits Pflicht* sind. Zwei Wochen nach dem Konzert unterzogen sich alle Besuche einem PCR-Test. Das Ergebnis erstaunt und bietet jetzt gleichermaßen einer ganzen Branche Hoffnung: Kein Besucher ging mit einer Corona-Infektion nach Hause.

5.000 Menschen besuchten ein Test-Konzert in Barcelona. Auch nach dem Konzert blieben die Corona-Tests negativ.

Nach Test-Konzert in Barcelona: PCR-Tests bestätigen die positive Meldung

Für viele Veranstalter in In- und Ausland würde ein weiterer Sommer ohne Konzerte und Festivals das endgültige Aus bedeuten. Seit Beginn der Corona-Pandemie setzten sie bereits auf kreative Wege. In Bremen überlegte sich so zuletzt „Club 100“ ein neues Konzept-Format für Live-Auftritte trotz Corona*.

Doch auch wenn digitale Konzerte als Notnagel funktionieren können, ersetzen können sie echte Konzerte keineswegs – weder für Fans, Musiker oder Veranstalter. Vor allem finanziell lässt sich die Musikbranche, an der unzählige Jobs hängen, ohne Konzerte nur schwer weiter aufrechterhalten.

Corona-Konzert in Barcelona: Gelungenes Konzept, doch es bleiben Einwände

Dass es für Konzerte in Zeiten des Corona-Virus ein ausgeklügeltes Konzept braucht, liegt auf der Hand: Ein negativer Corona-Test, der nun auch Pflicht in Bremens Unternehmen ist*, das konsequente Tragen einer FFP2-Maske und nur ein Bruchteil der im Normalfall zugelassenen Fans. Können normalerweise 24.000 Menschen das Konzert ihrer Lieblingsband genießen, waren es am 27. März nur 5.000 Menschen, die am „historischen Ereignis“ teilnehmen konnten. Für die Umsetzung des Test-Konzertes mussten die Veranstalter also einige Abstriche hinnehmen.

Das vergangene Test-Konzert in Barcelona zeigt außerdem, dass einige Investitionen nötig sind, um solche Events sicher zu gestalten: Eine verstärkte Lüftungsanlage ließ sich die Stadt Barcelona, die die Veranstalter finanziell unterstützt, teuer zu stehen kommen. Außerdem wirft aktuell eine Frage noch große Zweifel an der Machbarkeit im „echten Leben“ auf: Würden sich auch auf einem ganz normalen Konzert ohne Vorbild-Funktion wirklich alle Konzert-Besucher so konsequent an die Maßnahmen halten wie in Barcelona?

Beim Test-Konzert wusste schließlich jede Person, dass trotz Corona bei einem erfolgreichen Versuch regelmäßige Großveranstaltungen* endlich wieder möglich gemacht werden könnten. Außerdem ist zurzeit fraglich, ob Konzerte auch in kleineren Locations möglich wären.

Test-Konzert in Barcelona gibt der ganzen Branche Hoffnung

Was am Ende übrig bleibt, ist dennoch eine positive Nachricht. So könnte das Barcelona-Konzert ein Modell sein, „wie wir mit Corona leben und absolut sichere Konzerte organisieren können“, so der Leiter des sogenannten Sónar-Festivals in Barcelona, Ventura Barba, über das gelungene Test-Konzert.

Nachdem ein Hamburger Super-Schnelltest ein normales Leben nach nur 28 Minuten* verspricht, ist dies also eine weitere Meldung, die Hoffnung für Großveranstaltungen macht. *nordbuzz.de, 24hamburg.de, kreiszeitung.de und costanachrichten.com sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Alejandro Garcia/imago-images.de

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