Im Keller hatte er noch Drogen und Munition

Kiosk-Einbruch: Deutschrusse klaut säckeweise Schnaps und Kippen – und wird von Hund überführt

Er wollte nur einen schnellen Rausch und landete am Schluss auf dem Polizeirevier. Ein Deutschrusse ist in einen Kiosk in Neugraben-Fischbek eingebrochen, um sich Alkohol und Zigaretten zu besorgen – für lau. 

  • Deutschrusse bricht in Kiosk in Hamburg-Neugraben-Fischbek ein.
  • Er klaut Zigaretten und Spirituosen.
  • Ein raffinierter Zeuge beobachtet die Tat und meldet sie der Hamburger Polizei*.

Hamburg – Am frühen Morgen des 23. Juli 2020 hat der Mittdreißiger offenbar immer noch nicht genug getrunken. Gegen 5 Uhr bricht er in den Kiosk im Ohrnsweg ein, indem er die Scheibe der Eingangstür brutal herausbricht. Seine Motivation klingt mehr als lächerlich: Drinnen angekommen füllt er seinen Rucksack nicht etwa mit Bargeld, sondern mit Hochprozentigem und Zigaretten! Mit einem vollgepackten Rucksack und einer randvollen Mülltüte verlässt er den Kiosk, will den Abend vermutlich berauscht ausklingen lassen.

Stadtteil:Neugraben-Fischbek
Fläche: 22,5 km²
Postleitzahl: 21147, 21149
Einwohner: 31.589 (31. Dez. 2019)
Vorwahl: 040
Bezirk: Harburg

Kiosk-Einbruch in Hamburg-Neugraben-Fischbek: Zeuge beobachtet Deutschrussen bei Diebstahl

Doch die Rechnung hat er ohne einen aufmerksamen Zeugen gemacht, der das ganze Szenario beobachtet hat und bereits die Polizei alarmiert hat. Er verfolgt den Deutschrussen unauffällig bis dieser von den Beamten, die am Wochenende übrigens auch auf der Schanze und der Reeperbahn* einiges zu tun hatten, konfrontiert wird. Doch als der 35-Jährige die uniformierten Polizisten erblickt, packt ihn die Angst. Er lässt seine Beute fallen und flüchtet in seine Wohnung im Neckerstücken. Dort schließt er sich in seinem Kellerverschlag ein.

Um Schnaps und Kippen zu besorgen, bricht ein Deutschrusse kurzerhand einfach einen Kiosk in Hamburg-Neugraben-Fischbek auf. (Symbolbild)

Hamburg-Neugraben-Fischbek: Nach Kiosk-Einbruch muss Polizeihund den Dieb im Kellerverschlag stellen

Weil die Beamten sich keinen Zugang verschaffen können, setzen sie prompt einen geschickten Diensthund ein. Der Vierbeiner passt gerade so durch den Kellerschacht und überführt den Räuber, der bei dieser Aktion leichte Verletzungen davonträgt. Schließlich gelingt es den Beamten doch, den Kellerverschlag zu öffnen und den Einbrecher zu stellen.

Doch dann der nächste Schock: Wie aus dem nichts stürmt sein zwei Jahre jüngerer Bruder in den Keller und attackiert die Beamten unvermittelt – Festnahme! Er leistet erheblichen Widerstand, will partout nicht mit auf die Wache kommen. Sein Bruder, der sich zunächst auch aggressiv gegenüber der Polizei verhält, wird nach Aufnahme seiner Personalien wegen der Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Bei dem Gerangel werden drei Beamte leicht verletzt, müssen ihren Dienst jedoch nicht abbrechen.

Nach Kiosk-Einbruch: Hamburger Polizei findet bei Deutschrussen auch noch Drogen und Munition

Und die Bereitschaft zum Diebstahl ist offenbar nicht alles, was das Bruder-Gespann auf dem Kerbholz hat. Die Beamten finden in dem Kellerverschlag auch noch Marihuana und Kleinkalibermunition! Der Kioskbesitzer hat seine Ware mittlerweile zurückerhalten. Die Männer sind wieder auf freiem Fuß, da keine Haftgründe vorliegen. Die Fachdienststelle für Einbruchsdelikte (LKA 182) in Hamburg-Harburg hat die Ermittlungen übernommen. 

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst/dpa

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