Klinik-Tragödie in Hamburg

Skandal: Schwangere Frau wird im Kreißsaal ignoriert - dann folgt schreckliches Drama

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Eine schwangere Frau wurde in einem Krankenhaus in Hamburg stundenlang alleingelassen - die Geburt wurde für die werdende Mutter und ihr Baby zur Tragödie. (Symbolbild)

In einem Krankenhaus in Hamburg kam es zum Skandal. Das Personal ignorierte eine schwangere Frau im Kreißsaal. Dann folgte ein schreckliches Drama.

  • Eine schwangere Frau kommt mit Wehen in ein Krankenhaus in Hamburg
  • Im Kreißsaal lässt das Klinikpersonal die werdende Mutter allein
  • Dann setzen bei der jungen Frau Schmerzen ein und der Albtraum beginnt

Hamburg - In einem Krankenhaus in Hamburg entwickelte sich eine Geburt zur unfassbaren Tragödie. Eine junge Frau kam nach einer völlig normal verlaufenen Schwangerschaft mit Wehen in das Katholische Marienkrankenhaus im Hamburger Stadtteil Hohenfelde. Im Kreißsaal lief anfangs noch alles nach Plan, doch dann begann für die werdenden Eltern der Albtraum. Über den tragischen Vorfall im Krankenhaus in Hamburg berichtet nordbuzz.de*.

Hamburg: Für eine schwangere Frau begann im Kreißsaal der Klinik der Albtraum

Eine ganz normale und unauffällige Schwangerschaft war es für Neslihan K. aus Hamburg-Wilhelmsburg gewesen. Ein gesunder Junge wuchs im Bauch der werdenden Mutter aus Hamburg heran, entwickelte sich altersgemäß und gedieh prächtig. Nach zwei Fehlgeburten freuten sich die 30-Jährige und ihr Mann Akin wahnsinnig auf ihr Wunschkind. Doch dann sollte in Hamburg alles ganz anders kommen.

Die schreckliche Tragödie im Kreißsaal des Hamburger Krankenhauses ereignete sich am Samstag (21. September 2019). Bereits einen Tag zuvor - am Freitag, dem errechneten Geburtstermin - fuhren Neslihan und Akin ins Marienkrankenhaus. Doch man schickte sie wieder nach Hause. Von Seiten des Krankenhauses in Hamburg hieß es, die schwangere Frau sei noch nicht so weit.

Also kehrten die werdenden Eltern unverrichteter Dinge zurück in ihre Wohnung in Hamburg-Wilhelmsburg. Dort platzte gegen vier Uhr nachts dann Neslihans Fruchtblase. Akin K. kündigte die Ankunft seiner schwangeren Frau per Telefon in der Klinik an und fuhr mit ihr erneut ins Marienkrankenhaus nach Hamburg. Nachdem sie dort eingetroffen waren, wurde die schwangere 30-Jährige zuerst an einen Wehenschreiber (CTG) angeschlossen, um die Werte des ungeborenen Kindes zu überwachen. Alles war normal, das Herz des kleinen Jungen schlug kräftig. Dann begann das Warten in dem Krankenhaus in Hamburg - und damit auch der Albtraum.

Nach Angaben von Neslihan K.'s Schwester Aygül Y. in der Hamburger Morgenpost verlegte man die schwangere Frau gegen sieben Uhr morgens in einen Kreißsaal des Marienkrankenhauses in Hamburg. Dort wurde sie mit ihrem Ehemann und ihrer Mutter alleingelassen, nach Angaben der Familie kümmerte sich keine Hebamme, kein Arzt, überhaupt kein Mitglied des Klinikpersonals um die schwangere Frau. "Niemand kam, um mal nachzusehen, ob alles in Ordnung ist", kritisierte Aygül Y. den Umgang mit ihrer Schwester im Hamburger Krankenhaus.

Um neun Uhr morgens ließ sich endlich eine Schwester des Marienkrankenhauses in Hamburg wieder im Kreißsaal blicken. Sie machte erneut ein CTG, erklärte, es gebe keine Auffälligkeiten, und überließ die Familie nach ihrem Abgang wieder sich selbst. Drei Stunden später wurde Neslihan noch einmal zur Überprüfung an den Wehenschreiber im Krankenhaus in Hamburg angeschlossen, wieder waren die Werte normal. Unterdessen starb ein Teenager bei einem mysteriösen Einbruch in Stade bei Hamburg.

Hamburger Krankenhaus: Die junge Mutter musste vor der Geburt den Kreißsaal verlassen

Doch dann begann das Drama in dem Hamburger Krankenhaus. Die schwangere Frau bekam plötzlich Blutungen und war äußerst beunruhigt darüber, dass das Baby in ihrem Bauch ungewöhnliche Bewegungen machte. Die Wehen wurden immer schlimmer, Neslihan K. hielt die Schmerzen kaum noch aus. In seiner Verzweiflung lief der besorgte Ehemann mehrmals zur Rezeption im Krankenhaus in Hamburg, um Hilfe für Neslihan K. zu suchen - doch niemand kam.

Als gegen 14.45 Uhr endlich das Personal im Kreißsaal des Hamburger Krankenhauses erschien, dachte die Familie noch, die Geburt werde endlich eingeleitet. Doch stattdessen musste Neslihan K. den Raum verlassen, eine andere werdende Mutter habe Vorrang. Die hochschwangere Frau wurde in ein Patientenzimmer im Krankenhaus in Hamburg verlegt, wo sie sich vor Schmerzen krümmte. Derweil sollten zwei Handwerker in Hamburg ein Wasserrohr verlegen, doch plötzlich machten sie eine gruselige Entdeckung.

Tragödie in Hamburg: Der Wehenschreiber meldete keine Herztöne des Babys mehr

Es war etwa 16.00 Uhr, als die Tragödie im Marienkrankenhaus in Hamburg-Hohenfelde ihren Höhepunkt erreichte. Erneut wurde ein CTG gemacht, doch diesmal waren die Werte des Babys alles andere als normal. Der Wehenschreiber gab keinen Ton von sich. Wo zuvor das Herz des kleinen Jungen noch kräftig schlug, herrschte jetzt Totenstille. "Das Gerät hat keine Herztöne mehr gemessen", erklärt Aygül Y. mit brechender Stimme im Interview mit der Hamburger Morgenpost. Ihren Angaben zufolge sei das Personal des Hamburger Krankenhauses dann in Hektik verfallen, der Arzt habe einen Not-Kaiserschnitt angeordnet. Doch da war Neslihan K.'s und Akins kleiner Sohn bereits tot.

Auch nach der Not-Geburt im Hamburger Krankenhaus erhielten die völlig geschockten Eltern keine Hilfe. Man wickelte das tote Baby in ein Handtuch und legte es neben die fassungslose Mutter. Ganz lila sei der kleine Junge gewesen. "Meine Schwester kriegt dieses Bild gar nicht mehr aus dem Kopf", klagte Aygül Y. und verrät, dass die verzweifelten Eltern im Krankenhaus in Hamburg auch erst dann psychologische Betreuung erhalten haben, als sie danach fragten.

Hamburg: Hat das Krankenhauspersonal Fehler gemacht?

"Die Station war total überfüllt und es gab zu wenig Personal, um die Gebärenden angemessen zu betreuen", erklärt Aygül Y. die Situation im Hamburger Marienkrankenhaus. Ihre Schwester lag nach dem Not-Kaiserschnitt nach wie vor mit Schmerzen in der Klinik. Neslihan und Akin K. sind überzeugt: Das fehlerhafte Verhalten von Ärzten und Hebammen habe zum Tod ihres Sohnes in Hamburg geführt. 

Das verzweifelte Paar hat sich laut Hamburger Morgenpost eine Anwältin genommen und eine Klage gegen das Marienkrankenhaus in Hamburg eingereicht. Auch die Staatsanwaltschaft Hamburg hat die Ermittlungen aufgenommen und ein sogenanntes "Todesermittlungsverfahren" eingeleitet. Nun soll eine Obduktion klären, woran das Baby starb und ob Fremdverschulden zum Tod des Säuglings führte. Zu einem weiteren Familiendrama kam es ebenfalls in Hamburg, als beim Besuch bei der Mutter einer der Söhne ein Messer zückte.

Die Hamburger Klinik will sich zur Kreißsaal-Tragödie nicht äußern

Das Marienkrankenhaus in Hamburg will sich zu dem tragischen Vorfall nicht äußern, sprach nur den Eltern ein tiefes Mitgefühl aus. In einem Statement heißt es weiter, Presseanfragen könne man aktuell nicht beantworten, da es sich um ein laufendes Verfahren handle. Natürlich sei man "sehr an einer Aufklärung interessiert", daher würden "alle relevanten Vorgänge intern sorgfältig überprüft". Einen Schock am Hauptbahnhof erlebte ein Vater in Hamburg, als der Zug mit seinen Kindern, aber ohne ihn losfuhr.

SJ

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