Drama im Schanzenviertel in Hamburg

Mann gräbt Freundin von Kumpel an - jetzt ist er fast blind

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Nach einer Feier in Hamburg ist ein Geschädigter nun fast blind. (Symbolbild)

Eine Kneipen-Tour unter Freunden in Hamburg nahm ein wirklich brutales Ende. Ein Mann ist nach dem Angraben der Freundin seines Kumpels fast blind.

  • Eine Clique feierte einen Abend lang im Schanzenviertel in Hamburg
  • Dabei verletzte der Angeklagte das Opfer mit einem Glas schwer an den Augen
  • Das Opfer soll die Freundin des Angeklagten sexuell angefasst haben

Hamburg - Es begann als nettes Beisammensein von Freunden und Bekannten im Schanzenviertel in Hamburg. Es endete vor dem Richter – mit einem fast erblindeten jungen Mann (30). Am Amtsgericht Hamburg-Altona wird der Fall jetzt verhandelt. Wie die Hamburger Morgenpost (Mopo) zuerst berichtete, ist der Täter wegen schwerer Körperverletzung angeklagt. Von dem Prozess in Hamburg berichtet nordbuzz.de*.

Der verhängnisvolle Abend begann in einem italienischen Lokal im Schanzenviertel in Hamburg. Eine Frau der Clique hatte Geburtstag, das wurde mit Wein und Ramazzotti begossen. Anschließend zog die Gruppe weiter in die Bar „Haus 73“, hier ging es mit Gin-Tonic und Weißwein weiter. Ein Großteil der Freunde schloss den Abend in Hamburg nach dieser Runde für sich ab – ein paar Feierlustige verlängerten ihn in der „Good Old Days Bar“, schreibt die Mopo.

Prozess in Hamburg: Mann begrapscht Frau und erblindet

Hier kippte die Stimmung. Weit nach Mitternacht kam es zu einer Schubserei, bei der der Täter dem Opfer fast das Augenlicht raubt. Der Grund: Er soll zuvor seine Freundin begrapscht haben. Die Situation in Hamburg eskalierte, als der Angeklagte den Geschädigten mit dem Inhalt seines Glases überschüttete. 

Der ging daraufhin auf den Täter los, der sich mit seinen Armen schützen wollte, sie hochriss – und dabei sein Glas, das er immer noch in der Hand hält, dem Opfer mitten ins Gesicht schmetterte. Der Richter wird genau da später nachhaken. „Es war eine gegenläufige Bewegung“, zitiert die Mopo die Antwort des Täters.

Hamburg: Augenlicht geschädigt - Notoperation nach Streit in Hamburger Bar

Der Geschädigte erlitt nicht nur einen Nasenbeinbruch und eine Gehirnerschütterung, sondern auch "schwere und bleibende Verletzungen an beiden Augen”. Nur dank einer Notoperation und weiteren Behandlungen kann er noch sehen – mithilfe von Spezialbrillen. Auf dem linken Auge ist er trotz der geglückten Operation fast blind. „Ich drehte mich um, dann wurde plötzlich alles hell“, schilderte das Opfer dem Richter den Moment, als sein Augenlicht Schaden nimmt.

Die Richter in Hamburg dürften derartiges nicht zum ersten Mal hören: Erst neulich ging es in zwei Verhandlungen um fürchterliche Vorfälle. So stehen Eltern vor Gericht, die ihr Baby in Hamburg laut Anklage qualvoll sterben ließen. Bei einem anderen Prozess steht ein Mann wegen brutaler Handlungen an zwei Frauen in Hamburg vor Gericht.

Hamburg: Mann grapscht und wird fast blind - Verhandlung vertagt

Was den unglückseligen Abend angeht, sagte auch das damalige Geburtstagskind als Zeugin aus. Der Geschädigte soll aufdringlich gewesen sein und die Freundin des Täters angetanzt haben, obwohl die ihn mehrmals deutlich aufforderte, das zu lassen. Schließlich soll er ihr den Mittelfinger gezeigt haben.

Das endgültige Urteil in der Anklage wegen schwerer Körperverletzung steht noch aus. Die Verhandlung in Hamburg wurde der Mopo zufolge vertagt, da der Promillewert des Opfers fehlte. Auch die Tatwaffe soll nochmal begutachtet werden. Ein eigentlich als nett angedachter Abend, der nun schwerwiegende Folgen hat.

Bei einem anderen Vorfall drehte eine Frau am Flughafen Hamburg im Flugzeug komplett durch, wie nordbuzz.de* berichtet.

frs

*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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