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Hamburg: Entstehung und Sehenswürdigkeiten - alles über die Hansestadt an der Elbe

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Der Hamburger Hafen mit der Elbphilharmonie im Hintergrund

Hamburg, als zweitgrößte Stadt Deutschlands, hat einiges zu bieten. Egal ob Sport, Sehenswürdigkeiten oder Geschichte - wir haben alle Infos

Hamburg - Die Freie Hansestadt Hamburg, als zweitgrößte Stadt Deutschlands, hat einiges zu bieten. Vor allem wegen der Vielfalt an Musicals, Sport und den unzähligen Wahrzeichen gilt sie als Touristenmagnet und erzielt weltweit Aufmerksamkeit.

Hamburg: Die zehn wichtigsten Informationen zur Hansestadt

  • Mit 1,8 Millionen Einwohnern ist der Stadtstaat Hamburg nach Berlin die zweitgrößte Stadt         Deutschlands
  • Hamburg unterteilt sich in 7 Bezirke mit insgesamt 104 Stadtteilen
  • Im Jahr 2015 lag Hamburg auf Platz 11 der beliebtesten Ziele für Städtereisen in Europa
  • Als drittgrößte Musicalstadt, direkt nach New York und London, feiert Hamburg große Erfolge 
  • In Hamburg findet man mit der Reeperbahn die wohl sündigste Straße der Welt
  • Die Speicherstadt in Hamburg ist Teil des UNESCO-Welterbes
  • Hamburgs Entstehung begann bereits im 8. Jahrhundert
  • Seit 1618 gilt Hamburg als Freie Stadt und ist bis heute autonom
  • Die Spiele des Hamburger SV und des FC St.Pauli ziehen tausende Besucher an
  • Neben einigem wichtigen Logistikstandort mit dem Hamburger Hafen und Flughafen ist Hamburg eine der größten Medienstandorte Deutschlands.

Hamburg: Die Entstehung der Freien Hansestadt 

Die Entstehung der Hansestadt an der Elbe geht bis in das 8. Jahrhundert nach Christi zurück. Der Ursprung Hamburgs liegt dabei in der Hammaburg, die auch als Namensgeber diente. Hier wurde im Jahr 832, nachdem man von dort aus die Christianisierung vorantrieb, das Erzbistum Hamburg durch Papst Gregor IV. gegründet und der Benediktinermönch Ansgar hielt Einzug in die Hammaburg. Nachdem die Hammaburg von dänischen Wikinger niedergebrannt wurde, floh Ansgar nach Bremen und verlegte den Sitz des Erzbistum dorthin und die Bistümer Bremen und Hamburg wurden zusammengelegt. 

Das Dorf rund um die niedergebrannte Hammaburg samt einer neuen Burg wurden in den folgenden Jahren durch Erzbischof Adaldag wieder aufgebaut, nachdem die Wichtigkeit des Alsterfurts als wichtiger Verbindungs- und Handlungsweg, erkannt wurde. Daraus wuchs nach und nach die Handelsstadt Hamburg, nachdem Adaldag der Stadt das Marktrecht verlieh. Im Jahre 983 wurde Hamburg jedoch von den Abodriten zerstört. Dieser Wiederaufbau der Altstadt zog sich bis in das 11. Jahrhundert.Erzbischof Bezelin Alebrand lies 1037 die Marienkirche errichten, welche das Grundgerüst des heutigen Hamburger Doms war, sowie ein Kloster und die Wiedenburg. 

Infolgedessen ließ der Billunger Bernhard II. die Wasserburg oder auch Neue Burg errichten. Um 1060 wurde Hamburg dadurch in die erzbischöflich regierte Altstadt und die herzogliche Neustadt mit der Neuen Burg geteilt. Hinzu kam die Insel "O", verliehen 1286 durch den Herzog von Sachsen-Lauenburg. Dort wurde 1299 der Wehrturm "Neue Werk" gebaut, der Namensgeber für die Umbenennung der Insel in Neuwerk.

Hamburg: Friedrich Barbarossa verleiht der Hansestadt einen Freibrief

1189 wurde die Grundlage für Hamburgs Aufstieg als Hanse stadt besiegelt, indem der römisch-deutsch Kaiser Friedrich Barbarossa der Kaufmannssiedlung Neustad t einen Freibrief überreichte, der Handels- und stadtrechtliche Privilegien enthielt. Kurz darauf, im Jahr 1216, wurde die Neustadt mit der Altstadt - ab diesem Zeitpunkt konnte von der Stadt Hamburg gesprochen werden, auch wenn sich der Freibrief Barbarossas später als Fälschung herausstellte. 

Im14. Jahrhundert wurde die Stadt Hamburg dann Teil des Kaufmannbundes "Hanse" und würde dementsprechend zum wichtigsten Umschlagplatz zwischen Nord- und Ostsee. Zwischen 1600 und 1700 waren die Territorialmächte auf dem Vormarsch und die "Hanse" wurde macht- und bedeutungslos, ausschließlich der Handel mit Spanien und Portugal konnte Hamburg retten. Ab 1618 könnte Hamburg sich als Freie Stadt bezeichnen, nachdem das Reichskammerngericht sein Urteil fällte. 

Hamburg: Die wohl sündigste Straße der Welt - die Reeperbahn

Die Reeperbahn: Die wohl sündigste Straße der Welt ist mit ihren 930 Metern bekannt für diverse Diskotheken, Bars, ihrer SM-Szene und Nachtclubs. Ob "Zur Ritze", die Große Freiheit, die Davidwache am angrenzenden Spielbudenplatz oder das "Schmidts Tivoli" - hier kommt in Hamburg jeder auf seine Kosten. Starten tut Sie am Millerntor im Stadtteil St. Pauli und verläuft bis zum Nobistor in Altona

Sehenswert ist auch der Beatles-Platz, welcher mit einem Vinyl-Schallplatten-Bodenbelag und einer Skulptur daran erinnern soll, dass die Popband ihre große Karriere unter anderem in Hamburg in diversen Clubs startete. Ebenfalls in St.Pauli findet man die Landungsbrücken. Von hier aus hat man nicht nur einen hervorragenden Blick auf die Elbphilharmonie und das Stage Theater, sondern hier starten auch diverse Hafenrundfahrten.

Hamburg: Elbphilharmonie - das neue Wahrzeichen der Hansestadt

Die Elbphilharmonie: Die Elbphilharmonie, kurz die Elphi, ist mit ihren Konzertsälen, welche im November 2016 fertig gestellt wurden, das neue Wahrzeichen Hamburgs. Mit ihren 110 Meter ist sie in der Hamburger HafenCity kaum zu übersehen und soll mit ihrer eindrucksvollen Glasfassade an Segel, Wasserwellen oder Eisberge erinnern. Bundesweite Aufmerksamkeit erhielt die Hamburger Elphi durch ständige Eröffnugnsverzögerungen und erhöhte Baukosten - aus der geplanten Eröffnung 2010 wurde eine Eröffnung im Jahr 2017. Neben ihren Konzertsälen findet man in der Elbphilharmonie ein Hotel, eine Gastronomie, Parkhaus und ein Hotel. Insgesamt 2820 Konzertbesucher finden in der Hamburger Elphi ihren Platz.

Hamburg: Die Speicherstadt - Teil des UNESCO-Welterbes

Die Speicherstadt: Als ein Teil des UNESCO-Welter bes ist die Speicherstadt als der weltweit größte, historische Lagerhauskomplex eine echte Sehenswürdigkeit in Hamburg. Unter Denkmalschutz steht sie daher bereits schon seit 1991. In den neugotischen Backsteinarchitektur findet man heute diverse Museen, das Miniatur Wunderland mit der größten Modelleisenbahn der Welt und das Hamburger Dungeon für eine Portion Grusel-Spaß.

Hamburg: Die Alster - das Herzstück der Hansestadt

Die Alster: Die Alster ist neben der Elbe das wichtigste Gewässer in Hamburg. Aufteilen tut sie sich in die Außenalster, die Binnenalster, die Kleine Alster und den Alsterfleet. Die Außenalster, welche auch als Alstersee bezeichnet wird, befindet sich direkt am Jungfernstieg und ist das Herzstück Hamburgs. Ihre 164 Hektar laden zum Segeln ein und auf den unzähligen Gehwegen finde man Jogger, Spaziergänge und Hundebesitzer. Die Binnenalster wird durch die Kennedy- und Lombardsbrücke von der Außenalster getrennt. 

Die Schwäne Hamburgs, welche das Bild der Hansestadt prägen, findet man vor allem im Alsterfleet, welche von der 200 Meter langen Kleinen Alster, entlang des Rathauses, begleitet wird. In richtig kalten Wintern kann die Außenalster auch mal zufrieren und bietet so Schlittschuh-Spaß für Groß und Klein in Hamburg. Rund um die Binnenalster mit dem Jungfernstieg, dem Ballindamm, den Alsterarkaden und den Colonnaden findet man in Hamburg Straßen zum Einkaufen. Wer sich neben Wasser auch nach Strand sehnt, ist am Elbstrand in Hamburg genau richtig. Hier gibt es 13 Kilometer Sand.

Hamburg: Kulturvergnügen für Groß und Klein

Nicht nur die Reeperbahn in Hamburg hat einige bekannte Persönlichkeiten zu bieten. Musiker Jan Delay, Travestiekünstler Olivia Jones, Johannes Oerding, DJ Felix Jaehn, Model Toni Garn, Schauspieler Kostja Ullmann und Jürgen Vogel, Sängerin Sarah Connor und Nena, Rapper Jan Delay, Modeschöpfer Karl Lagerfeld, Koch Tim Mälzer, Entertainerin Verona Pooth, Fernsehmorderator Carsten Spengemann und Oliver Geissen, Fußballer Uwe Seeler, Komiker Otto Walkes, Politiker Helmut Schmidt und Angela Merkel sind nur einige von vielen, die sich als waschechte Hamburger bezeichnen können. 

Darüberhinaus hat Hamburg mit seinen über 60 Theatern, über 100 Musikclubs, etwa 60 Museen und 30 Kinos einiges zu bieten. Besonders bekannt ist die Hansestadt aber für ihre Musicals. Mit dem Operettenhaus, der Neuen Flora, dem Theater im Hafen und dem Stage Theater an der Elbe ist Hamburg die weltweit drittgrößte Musicalstadt direkt nach New York und London. Daneben bieten kleine Bühnen wie das St. Pauli Theater, der Delphi Showpalast und Schmidts Tivoli etwas für Augen und Ohren an. Neben Cats, Phantom der Oper, Buddy, Tanz der Vampire, Dirty Dancing, Mamma Mia, Ich war noch niemals in New Yor, Sister Act, Tarzan feierten König der Löwen und Tina Turner ihre Erfolge in Hamburg. Das Hamburger Ballett in der Staatsoper am Gänsemarkt in Hamburg unter der Leitung von John Neumeier ist sogar eines der weltbesten Ballett-Ensembles. 

Hamburg: Die Hansestadt als Tourismusmagnet

Hamburg entpuppt sich nach und nach immer mehr zu einem absoluten Touristenmagneten - Im Jahr 2015 landete die Hansestadt auf Platz 11 der beliebtesten Ziele für Städtereise in Europa. Veranstaltungen wie der Hafengeburtstag, der Altonaer Fischmarkt, der drei Mal im Jahr stattfindende Hamburger Dom und die Cruise Days sind wahre Attraktionen, die man gesehen haben muss. Auch der Tierpark Hagenbeck samt Tropen-Aquarium in Hamburg Stellingen kann seine Besucher mit Elefanten, Löwen und Pinguinen begeistern und war der weltweit erste Tierpark ohne Gitter. Durch die Autobahnen A1, A7, A23 und A24 ist Hamburg über den Fernverkehr zudem bestens zu erreichen.

Hamburg: Sportliches aus der Hansestadt

Die Fußballspiele des Hamburger SV im Volksparkstadion in Hamburg und die des FC St. Pauli im Millterntor-Stadion stoßen auf großes Interesse. Der Hamburger SV spielte von 1963 bis 2018 durchgehend in der 1. Bundesliga und seit der Saison 2018/2019 nun zweitklassig. Die Hamburg Huskies, die American Football Mannschaft von Hamburg spielt in der höchsten Spielklasse der German Football League. 

Daneben finden zahlreiche Sportveranstaltungen in der Alsterschwimmhalle und in der Barclaycard Arena statt. Zu den ganz großen Sportevents zählen der Hamburger-Marathon, der Triathlon Hamburg und Ironman Hamburg. Dazu finden seit 1892 in jedem Jahr die German Opens im Herrentennis in Hamburg statt. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 und 2006 sowie bei der Handball-Meisterschaft der Männer im Jahr 2007 zählte Hamburg zu den offiziellen Ausrichtungsorten. 

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