Ernüchternde Prognose

Corona in Hamburg: UKE-Experte Kluge warnt vor 3. Virus-Welle

Infektionszahlen in Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. UKE-Experte Kluge warnt vor einer dritten Pandemie-Welle.

  • Übersicht: Coronavirus*-Neuinfektionen in Hamburg*, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern
  • Corona-Regeln in der Hansestadt aktualisiert – Ein Bezirk sticht mit besonders vielen Infektionen hervor.
  • UKE-Mediziner Kluge geht von einer dritten Virus-Welle aus.

+++ Dieser Ticker ist beendet. Alle weiteren Informationen über das aktuelle Infektionsgeschehen in Hamburg finden sie hier +++.

Update vom Donnerstag, 19. November 2020, 11:15 Uhr: Hamburg* – Noch ist die Hansestadt voll und ganz damit beschäftigt, die zweite Coronavirus-Welle in den Griff zu bekommen. UKE-Experte Prof. Stefan Kluge, Chef der Klinik für Intensivmedizin, spricht bereits von einer dritten Welle. Was steht Hamburg da noch bevor?

Stadt in Deutschland:Hamburg
Bevölkerung: 1,845 Millionen (30. Juni 2020)
Fläche: 755,2 km²
Vorwahl: 040

Coronavirus in Hamburg: UKE-Experte Kluge warnt vor zweiter Welle – was steht Hansestadt bevor?

In einem Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt sagte UKE-Experte Kluge, dass er angesichts der aktuellen Infektionszahlen zwar „kleine positive Signale“ sehe, diese aber keinesfalls Entwarnung geben. Er alarmiert sogar vor einer dritten Pandemie-Welle: „Wir werden einen Jojoeffekt sehen, wenn die Zahlen jetzt runtergehen und es nach und nach Lockerungen gibt“.

UKE-Mediziner Prof. Dr. Stefan Kluge warnt vor einer dritten Corona-Welle (24hamburg.de-Montage)

Er befürchte, „dass die Menschen dann wieder leichtsinniger werden. Im Sommer hat es ja sehr lange gedauert, bis die Zahlen wieder anstiegen, aber im Winter halten sich die Menschen angesichts der Temperaturen viel mehr drinnen auf. Ich habe die Sorge, dass dann die dritte Welle kommt – davon müssen wir eigentlich ausgehen.“

Kluge appelliert daher an alle, wie wichtig es sei, dass „jeder Einzelne seine Kontakte so weit wie möglich beschränkt“. Dies gelte auch für eine längere Zeit. „Wir müssen uns über Monate disziplinieren, auch wenn es uns allen schwerfällt“.

Niedersachsen1320 neue Fälle (Stand Mittwoch, 18 November 2020)
Hamburg246 neue Fälle (Stand Mittwoch, 18. November 2020)
Schleswig-Holstein208 neue Fälle (Stand Mittwoch, 18. November 2020)
Mecklenburg-Vorpommern173 neue Fälle (Stand Mittwoch, 18. November 2020)

Coronavirus in Hamburg: Dieser Bezirk verzeichnet die meisten Infektionszahlen

Update vom Mittwoch, 18. November 2020, 08:52 Uhr: In Hamburg steigen die Infektionszahlen weiter an: Aktuell liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen bei 156,3 (Stand 17. November 2020). Dabei gibt es innerhalb der Bezirke Hamburgs starke Unterschiede im Infektionsgeschehen.

Einem Ranking zufolge, das die Mopo aufgestellt hat, verzeichnet der Bezirk Hamburg-Mitte die meisten Infektionszahlen. Innerhalb der letzten sieben Tage wurden hier 721 neue Fälle verzeichnet, damit liegt der Inzidenzwert hier bei 239,1. Kurz darauf folgt der Bezirk Harburg mit 359 nachweislichen Coronavirus-Infektionen und einem Inzidenzwert von 211,9 Fällen pro 100.000 Einwohner.

Ein Bezirk in Hamburg sticht mit besonders vielen Corona-Neuinfektionen hervor. (24hamburg.de-Montage).

Den dritten Platz belegt der Bezirk Wandsbek: Innerhalb der letzten Woche wurde hier bei 687 Personen eine Coronavirus-Infektion nachgewiesen. Damit liegt der Inzidenzwert hier bei 155,8. Es folgt der Bezirk Altona mit 381 Neuinfektionen. Hier ist allerdings ein starker Rückgang der Neuinfektionen zu beobachten: Innerhalb von sieben Tagen sank der Inzidenzwert von 204,17 auf 138,4.

Mit 395 Neuinfektionen und einem Inzidenzwert von 125,6 belegt der Bezirk Hamburg Nord den fünften Platz. Darauf folgt Bergedorf: Hier wurden in den letzten sieben Tagen 153 neue Corona-Fälle nachgewiesen. Damit liegt der Inzidenzwert bei 117,5. Schlusslicht im Ranking ist der Bezirk Eimsbüttel. Dieser weist mit einem Inzidenzwert von 102,2 die wenigsten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche auf. Hier wurden 273 Neuinfektionen verzeichnet.

Coronavirus-Überraschung in Hamburg: Zahlen zum Wochenstart unerwartet - Länder im Streit

Update, 16. November, 18 Uhr: Bund und Länder sind sich beim weiteren Vorgehen in der Coronavirus-Pandemie noch uneins. Bei der Videokonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) haben die Ministerpräsidenten am Montag zum Teil versucht, die vom Bund vorgeschlagenen neuen Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung des Corona-Virus zu entschärfen. In einer Beschlussvorlage, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sind wesentliche Vorschläge des Bundes nicht mehr enthalten oder nur noch als Appell und nicht mehr verpflichtend formuliert.

So fehlt zum Beispiel, dass sich Kinder und Jugendliche nur noch mit einem festen Freund oder einer festen Freundin in der Freizeit treffen sollen. Auch wird nur noch an die Bürger „appelliert“, auf private Feiern gänzlich zu verzichten. Und während der Bund ursprünglich den Aufenthalt in der Öffentlichkeit nur noch mit den Angehörigen des eigenen und maximal zwei Personen eines weiteren Hausstandes gestatten wollte, wird im Länder-Papier ebenfalls nur noch an die Bürger appelliert, sich so zu verhalten. Anders als in der Ursprungsfassung des Bundes verschwand bei den Ländern auch der Punkt Schulen praktisch vollends aus dem Entwurf. 

Coronavirus in Hamburg: Woche beginnt mit wenigen Neuinfektionen

Update vom 16. November 2020, 14 Uhr: Zum Wochenbeginn verzeichnet die Hansestadt Hamburg relativ wenige Coronavirus-Neuinfektionen. Im Vergleich zu den Vortagen sinkt die Zahl stark.

Wurden am Montag vor einer Woche, 9. November 2020, noch 298 neue Corona-Infektionen gemeldet, so sieht die Lage in Hamburg sieben Tage später schon deutlich besser aus. Am Montag, 16. November 2020 verzeichnet die Hansestadt 185 neue Fälle. Damit sinkt auch der Inzidenzwert: Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen liegt in Hamburg jetzt bei 156,3. Seit Beginn der Pandemie infizierten sich in der Hansestadt 20.406 Personen mit Covid-19 – davon gelten 11.600 als bereits geheilt.

Hamburg: Nächste Coronavirus-Regel schränkt Hanseaten ein

Update vom Montag, 16. November 2020, 07:59 Uhr: Hamburg hat einige seine Coronavirus-Regelungen erneuert. Die aktualisierten Vorschriften betreffen die Kontaktbeschränkungen und größere Versammlungen.

Wie der NDR berichtet, gelten die Kontaktbeschränkungen, die derzeit Treffen von maximal zehn Personen aus maximal zwei Haushalten erlauben, ab sofort auch ausdrücklich in Fahrzeugen. Nachdem es in diesem Punkt zu Verstößen gekommen war, hat die Gesundheitsbehörde die Coronavirus-Verordnung nun um diese Regelung ergänzt.

In Hamburg gelten verschärfte Corona-Regeln bei Versammlungen und in Fahrzeugen. (24hamburg.de-Montage)

Außerdem wurden die Corona-Regeln für größere Versammlungen aktualisiert. Auf Versammlungen ab 100 Teilnehmern gilt nun auch die Maskenpflicht. Eine Ausnahme gilt für Personen, die auf der Veranstaltung offiziell eine Rede halten. Wer sich nicht an diese Regel hält, den darf die Polizei von der Veranstaltung abgrenzen.

Coronavirus in Hamburg: Zahlen am Sonntag sinken – weniger Neuinfektionen

Update vom Sonntag, 15. November 2020, 13:12 Uhr: Am Sonntag, 15. November 2020 verzeichnet Hamburg insgesamt 243 neue Corona-Fälle. Damit sind die Neuinfektionen im Vergleich zum vorherigen Sonntag gesunken, als noch 285 Infektionen gemeldet wurden.

Coronavirus in Hamburg: Sonntagszahlen sinken – weniger Neuinfektionen

Auch im Vergleich zum Vortag, Samstag, 14. November 2020 sind die Neuinfektionen in Hamburg stark gesunken. Hier wurden noch 527 neue Corona-Fälle gemeldet. Für gewöhnlich sind die Infektionszahlen an Sonntagen aber immer geringer, weil nicht alle Gesundheitsämter am Wochenende besetzt sind und die entsprechenden Daten weiterleiten. Der Inzidenzwert, welcher die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner pro Woche angibt, liegt aktuell bei 162,3 und sinkt damit ebenfalls.

Am Sonntag, 15. November 2020 sind die Corona-Neuinfektionen in Hamburg gesunken.

Positive Nachrichten gibt es auch hinsichtlich der Patienten, die wegen einer Covid-19-Infektion im Krankenhaus auf der Intensivstation liegen. Im Vergleich zum Vortag sinkt diese Zahl am Sonntag, 15. November 2020 um 14 Personen auf 63 Patienten. Insgesamt werden 273 Infizierte stationär behandelt. Seit Beginn der Pandemie haben sich in der Hansestadt 20.221 Personen mit dem Coronavirus infiziert, davon gelten 11.400 als geheilt, wie die Mopo schreibt. 262 Menschen sind nach NDR-Informationen bereits an einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Hamburg: Corona-Zahlen hoch – Tschentscher macht trotzdem Hoffnung

Update vom Samstag, 14. November 2020, 13:26 Uhr: Seit knapp zwei Wochen herrscht in Hamburg der Lockdown Light. Doch die Neuinfektionen bleiben weiterhin auf hohem Niveau. Bürgermeister Peter Tschentscher richtet sich mit einer überraschenden Lockdown-Ansage an die Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt.

Coronavirus in Hamburg: Zahlen steigen – Bürgermeister Tschentscher über Wirkung des Lockdowns

Am Samstag, 14. November 2020 meldete Hamburg 527 neue Coronavirus-Fälle. Damit bleiben die Zahl der Neuinfektionen auf einem relativ hohen Level. Sieben Tage zuvor wurden in der Hansestadt 592 Fälle gemeldet. Immerhin: Der Inzidenzwert sinkt von Freitag, 13. November, auf den Folgetag von 167,9 auf 164,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche. Ist das ein kleiner Hoffnungsschimmer, der die Wirkung des Lockdowns andeutet?

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) macht Hoffnung, dass die Neuinfektionen nicht mehr steigen werden. (24hamburg.de-Montage)

Hamburgs erster Bürgermeister (SPD) Peter Tschentscher macht Hoffnung, dass die Zahlen in Hamburg nicht weiter steigen werden: „Wir haben derzeit die begründete Hoffnung, dass wir auf einem Plateau sind (...), aber eben noch nicht auf sicherem Terrain“, sagte er am Freitag, 13. November 2020 im Hamburger Rathaus nach einem Gespräch mit Virologen und Medizinern. Der Lockdown light würde Wirkung zeigen, aber: „Ob es sich wirklich verstetigt, wird man in den nächsten Tagen sehen“.

Am Montag, 15. November 2020 berät Peter Tschentscher gemeinsam mit den anderen Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel über mögliche weitere Corona-Maßnahmen. Dabei solle es um die Frage gehen: „Wie können wir Maßnahmen nicht verschärfen, aber schärfen?“.

Hamburg im Corona-Kampf: Virus-Taskforce hilft Gesundheitsämtern

Update vom Donnerstag, 12. November 2020, 08:09 Uhr: Das Infektionsgeschehen in Hamburg überlastet die Gesundheitsämter: Diese kommen kaum noch damit hinterher, Kontaktpersonen von Corona-Infizierten zu nachzuverfolgen und zu informieren. Mit einer speziellen Taskforce sollen die Behörden nun entlastet werden.

Coronavirus in Hamburg: Zentrale Unterstützung Kontaktnachverfolgung (ZUK) entlastet Gesundheitsämter

In Wandsbek wurde die dafür Zentrale Unterstützung Kontaktnachverfolgung (ZUK) eingerichtet, wie das Hamburger Abendblatt schreibt. Auf einer Fläche von etwa 1.000 Quadratmetern gibt es hier 45 Arbeitsplätze, die zur Verfügung stehen. „Wir haben uns dazu entschieden, dass wir das gesamte Kontaktpersonennachverfolgungsgeschäft in Hamburg zentralisieren wollen“, sagte Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD). Mit dem ZUK sollten Gesundheitsämter entlastet werden.

Mit der Zentralen Unterstützung der Kontaktnachverfolgung startet in Hamburg eine spezielle Corona-Taskforce. Sozialsenatorin Melanie Leonhard will damit die Kontaktpersonennachverfolgung zentralisieren. (24hamburg.de-Montage)

Mitarbeiter der neuen Coronavirus-Taskforce in Hamburg werden einen Tag lang geschult und eingearbeitet. Ihre Aufgabe besteht darin, Personen telefonisch zu kontaktieren, die in engem Kontakt mit Infizierten standen. Gegebenenfalls verordnen sie dann eine Quarantäne. Wie Martin Helfrich, Sprecher der Sozialbehörde, sagte, müssten pro Infiziertem etwa fünf bis 30 Personen kontaktiert werden. Dafür wird in der ZUK die Software „Pandemie Manager“ verwendet.

Langristig will das ZUK die Anzahl der Arbeitsplätze auf 250 ausweiten. Auch längere Öffnungszeiten seien laut Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) geplant: „Perspektivisch soll der Dienstbetrieb von 7 bis 21 Uhr gewährleistet werden“, zitiert die Mopo. Das Personal komme aus unterschiedlichsten Professionen: „Die Mitarbeitenden, die in der Zentralen Unterstützung Kontaktnachverfolgung tätig werden, sind städtische Beschäftigte aus anderen Bereichen – beispielsweise Kräfte aus dem Polizeiorchester und der Glücksspielaufsicht“, informierte Hamburgs Sozialbehörde.

Corona in Hamburg: Virus-Ausbruch in Senat – machen Fitnessstudios wieder auf?

Update vom Mittwoch, 11. November 2020, 13:44 Uhr: In Hamburg wurden am Mittwoch 396 neue Coronavirus-Fälle gemeldet. Am Vortag waren es 422 Fälle. Bisher scheint sich der Lockdown light somit noch nicht in den Zahlen bemerkbar zu machen – das Coronavirus wütet weiter in der Hansestadt. Selbst im Hamburger Senat* kam es zu einem Virus-Ausbruch: Wie 24hamburg.de berichtete, infizierte sich der Wirtschafts-Staatrat mit Covid-19*.

Eine Betreiberin mehrerer Fitnessstudios in Hamburg hatte beim Hamburger Verwaltungsgericht einen Eilantrag gegen die Schließung von Fitnessstudios gestellt. Dieser wurde am Dienstag, 10. November 2020 bewilligt. Die Richter entschieden, dass die Generalklausel im Infektionsschutzgesetz nicht für „einen derart schwerwiegenden Grundrechtseingriff genüge“.

Allerdings dürfen die Fitnessstudios in Hamburg vorerst trotzdem nicht öffnen, wie der NDR am Mittwochvormittag, 11. November 2020 berichtete: Die Stadt Hamburg habe eine Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingereicht. Dieses verkündete nun, dass die Studios geschlossen bleiben, bis die zuständige Kammer einen Beschluss gefällt habe.

Coronavirus in Hamburg: Neuinfektionen sinken – zeigt Lockdown Wirkung?

Update vom Dienstag, 10. November 2020, 11:10 Uhr: Hamburg verzeichnete zum Wochenstart verhältnismäßig wenige Neuinfektionen: 298 neue Corona-Fälle wurden am Montag, 9. November 2020 in der Hansestadt gemeldet. Verglichen mit dem Höchststand von 647 Neuinfektionen, die nur wenige Tage zuvor gemeldet wurden, zeichnet sich ein Rückgang der gemeldeten Corona-Fälle an. Zeigt der zweite Lockdown bereits seine Wirkung?

Coronavirus in Hamburg: Neuinfektionen sinken – Lockdown-Wirkung?

Die Hamburger Gesundheitsbehörde warnt vor voreiligen Schlüssen und sieht in dem Rückgang der Neuinfektionen „eher ein[en]Montags­effekt“, schreibt das Hamburger Abendblatt. Montags ist die Zahl der Neuinfektionen für gewöhnlich immer niedriger, da nicht alle Gesundheitsämter – die derzeit ohnehin stark überlastet sind – am Wochenende geöffnet haben. In der Zählung zum Wochenstart werden daher nicht alle positiven Testergebnisse berücksichtigt.

Zum Wochenstart sind die Corona-Neuinfektionen in Hamburg gesunken (24hamburg.de-Montage)

Somit ändert sich auch der Inzidenzwert, der die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern pro Woche beschreibt, kau. Aktuell liegt er bei 165,9. 191 Hamburger liegen derzeit mit einer Coronavirus-Infektion im Krankenhaus, darunter befinden sich 45 Personen auf der Intensivstation.

Coronavirus-Ausbruch an der Ida-Ehre-Schule in Hamburg – Testergebnisse stehen noch aus

Auch an der Ida-Ehre-Schule in Hamburg hatten sich mehrere Schülerinnen und Schüler mit dem Coronavirus infiziert. Laut Abendblatt-Information beläuft sich die Zahl der Infizierten auf 31 (Stand: 10. November 2020), dabei stehen noch etwa 200 Testergebnisse aus – 1.200 Tests wurden insgesamt durchgeführt.

Coronavirus Hamburg: Gesundheitsbehörde rät zu einem Kontakttagebuch – Regeln verschärft

Update vom Montag, 9. November 2020, 08:58 Uhr: Die Hamburger Gesundheitsbehörde hat die dringende Empfehlung ausgesprochen, ein Kontakttagebuch zu führen. Dies soll bei einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus dabei helfen, alle vergangenen Kontakte nachvollziehen und an das Gesundheitsamt weiterleiten zu können.

In das Kontakttagebuch, für welches die Stadt Hamburg eine Vorlage auf ihrer Website veröffentlicht hat, sollen weniger direkte Kontakte wie Treffen mit Freunden, Familie oder Kollegen eingetragen werden. Vielmehr ginge es nach NDR-Informationen es darum, Treffen oder Anlässe zu notieren, bei denen es zu unausweichlichem Kontakt mit anderen Menschen auf engem Raum kam – also der Mindestabstand nicht eingehalten werden konnte.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde rät zu einem Corona-Kontakttagebuch. (24hamburg.de-Montage)

Zusätzlich wurden einige Corona-Regeln, die seit Montag, 2. November 2020 in der Hansestadt gelten, angepasst. Betroffen davon sind Hafenrundfahrten, Stadtrundfahrten und vergleichbare touristische Fahrten – diese wurden in Hamburg vorerst eingestellt. Außerdem wird der Publikumsverkehr in Seniorentreffpunkten und Seniorengruppen nicht mehr gestattet. Auch die Ausübung von Freizeitaktivitäten, welche von Bildungseinrichtungen angeboten werden, ist ab sofort ebenfalls nicht mehr erlaubt. Davon ausgeschlossen ist allerdings der Schulsport.

Coronavirus in Hamburg: 7-Tage-Inzidenz schießt auf 163,4 hoch - weiter Risikogebiet

Update vom Sonntag, 8. November, 8:11 Uhr: Am Sonntag wurden weniger neue Fälle gemeldet als am Vortag, jedoch stieg ein Wert weiter an. Der geplante verkaufsoffene Sonntag fällt aus. Die Zahl der in Hamburg bestätigten Coronavirus-Infektionen hat sich um 285 erhöht. Der Sieben-Tage-Wert stieg leicht von 163,3 am Vortag auf 163,4 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner, wie die Gesundheitsbehörde am Sonntagvormittag im Internet mitteilte. Am Samstag waren 592 Neuinfektionen gemeldet worden. Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in Hamburg 17.139 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Rund 10.000 von ihnen gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

In Hamburger Kliniken werden - mit Stand Freitag - 240 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt, das sind fünf mehr als am Vortag. Auf Intensivstationen liegen weiterhin 58 Patienten. Seit Beginn der Pandemie starben in Hamburg nach amtlichen Angaben (Stand: 3. November) 256 Menschen an einer Covid-19-Erkrankung. Das RKI zählte am Sonntag, Stand 0.00 Uhr, für die Hansestadt 304 Tote, sechs mehr als am Vortag.

Coronavirus in Hamburg: 7-Tage-Inzidenz klettert auf 163,3

Update vom Samstag, 7. November, 15:09 Uhr: Die Zahl der in Hamburg bestätigten Coronavirus-Infektionen schnellt weiter hoch. Am Samstag kamen 592 Fälle hinzu. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg damit von 153,0 auf 163,3 Ansteckungen pro 100 000 Einwohner, wie die Behörde im Internet (Stand: 12.00 Uhr) mitteilte. Am Donnerstag war mit 647 Neuinfektion ein Tageshöchstwert erreicht worden. Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in Hamburg 16.854 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Rund 9900 von ihnen gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

In Hamburger Kliniken werden - mit Stand Freitag - 240 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt, das sind fünf mehr als am Vortag. Auf Intensivstationen liegen weiterhin 58 Patienten. Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie starben in Hamburg nach amtlichen Angaben (Stand: 3. November) 256 Menschen an einer Covid-19-Erkrankung. Das RKI zählte am Samstag für die Hansestadt unverändert 298 Tote.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle toten Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt auf dieser Grundlage dann sämtliche Fälle, in denen jemand an Covid-19 gestorben ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind.

Coronavirus in Hamburg: Rekordwert erreicht – Quarantäne-Muffeln droht Polizei

Erstmeldung vom Freitag, 6. November, 8:32 Uhr: Die Coronavirus-Neuinfektionen erreichten am Donnerstag, 5. November 2020, einen neuen Höchststand: 647 neue Fälle wurden binnen eines Tages in der Hansestadt gemeldet. Insgesamt gab es damit seit Beginn der Pandemie in Hamburg 15.132 gemeldete Corona-Fälle, von denen 9.562 wieder als genesen gelten. 296 Menschen sind bereits nachweislich am Coronavirus gestorben.

Die hohen Infektionszahlen seien noch zurückzuführen auf die Zeit vor dem Teil-Lockdown, erzählt ein Sprecher der Gesundheitsbehörde dem NDR. „Es ist nicht so, dass irgendwo ein krasser Ausbruch wäre, der diese Zahlen begünstigt“. Inwiefern sich der Lockdown auf die Infektionen in Hamburg auswirke, könne man erst frühestens Anfang nächster Woche abschätzen.

Coronavirus in Hamburg: Teil-Lockdown gilt – Gesundheitsbehörde hat Probleme mit Quarantäne-Muffeln

Seit Montag, 2. November 2020, gilt in Hamburg der Teil-Lockdown. Doch längst nicht alle Hamburgerinnen und Hamburger halten sich an die Quarantäne-Verordnungen und die Gesundheitsbehörde sieht sich mit massiven Herausforderungen konfrontiert. Martin Helfrich, Sprecher der Gesundheitsbehörde, spricht von ignorantem Verhalten Infizierter und deren Angehöriger.

Wer sich in Hamburg der Quarantäne verweigert, dem könnte die Polizei drohen. (24hamburg.de-Montage)

Je 15 Kontaktpersonen müsse das Amt pro Infiziertem anrufen. „Es ist mehr und mehr so, dass wir schwierige Konversationen haben“, erzählt er im Hamburger Abendblatt. Es werde viel diskutiert, viele hätten keine Lust auf Quarantäne. Die Gesundheitsbehörde droht mit diesen Personen mit härteren Maßnahmen: „Im Zweifelsfall bitten wir die Polizei um Amtshilfe“, erklärt Helfrich.

Ein weiteres Problem, mit dem die Gesundheitsbehörde zu kämpfen habe, sei, dass im Falle einer Covid-19-Infektion nicht immer alle Kontaktpersonen angegeben würden. Dies geschehe beispielsweise, wenn trotz Kontaktbeschränkungen an einer größeren Feier teilgenommen wurde.

Coronavirus in Hamburg: UKE verschiebt Operationen wegen steigender Coronavirus-Infektionszahlen

Auch im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) steigt die Zahl der Coronavirus-Patienten. Aus dem Grund werden Operationen, die nicht dringlich sind, verschoben. „Das UKE reagiert damit auf die dynamische und ernstzunehmende Lage“, erklärte eine Sprecherin des UKEs gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Aktuell befinden sich im UKE 29 Coronavirus-Patienten in stationärer Behandlung (Stand 5. November 2020). In der gesamten Hansestadt befinden sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde 222 Covid-19-Patienten im Krankenhaus, 51 Infizierte werden derzeit auf der Intensivstation versorgt.

„Die Betten sind relativ voll, und dadurch können wir nicht alle Patienten, die wir sonst aufnehmen würden, aufnehmen. Die ersten Operationen werden leider abgesagt“, sagte Klinikdirektor Prof. Stefan Kluge zu Sat.1 Regional.

Der Teil-Lockdown bestimmt das öffentliche Leben in Hamburg immer mehr: Unter anderem musste auch der verkaufsoffene Sonntag in der Hansestadt, welcher für den 8. November 2020 geplant war, abgesagt werden.* 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digtal-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Axel Heimken/dpa & Markus Scholz/dpa

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