Rauschgiftdezernat ermittelt

Schießerei in Hamburg-Bergedorf: 22-jähriger Mann und 14-jähriges Mädchen im Krankenhaus

Unbekannte schießen in Hamburg-Bergedorf auf einen jungen Mann. Der wird schwer verletzt, muss ins Krankenhaus – ebenso ein 14-jähriges Mädchen. Die Polizei fahndet nach drei mutmaßlichen Tätern.

  • Samstag, 30. Mai: Schiesserei in Hamburg-Bergedorf*.
  • 22-Jähriger wird schwer verletzt, 14-jährige Begleitung leicht verletzt.
  • Update: Die Polizei Hamburg hat einen Verdächtigen verhaftet.

Hamburg/Bergedorf - Die Polizei Hamburg meldet, dass inzwischen zwei Tatverdächtige festgenommen werden konnten. Das Rauschgiftdezernat des LKA hat einen 22-Jährigen und einen 20-Jährigen identifiziert. Die drei mutmaßlichen Täter haben das Opfer, einen schwerverletzten 22-jährigen Mann, bis zur Bushaltestelle Fockenweide verfolgt.

Dort fingen Sie an, auf ihn einzuschlagen und sprühten Reizgas. Dadurch wurde auch ein unbeteiligtes 14-jähriges Mädchen verletzt. Ein Händler in Hamburg hatte drei Wochen später mehr Glück. Obwohl er sich wehrte, wurde der Juwelier in Bramfeld beim Überfall nicht verletzt.

Nach der Schlägerei in Bergedorf fielen die Schüsse. Das Opfer wurde am Oberschenkel und am Hintern verletzt. Die Täter flüchteten anschließend Richtung Bahnhof Nettelnburg. Ein vierter Mann, den die Polizei ebenfalls dieser Tat zuordnet, floh mit einem PKW vom Tatort und krachte dabei mit einem Porsche Cayenne zusammen.

Eine erste große Suchaktion mit Streifenwagen, Hunden und Hubschraubern brachte keine Erfolge. Das Rauschgiftdezernat übernahm und konnte zwei Männer identifizieren. In einem Hotel in der Spaldingstraße wurden sie vom Mobilen Einsatzkommando (MEK) vorläufig festgenommen. Der 20-Jährige wurde dem Haftrichter vorgeführt, sein mutmaßlicher Mittäter (22) wurde entlassen.

Erstmeldung vom 1. Juni, 11:30 Uhr – Ein junger Mann wurde am Samstag, 30. Mai mehrfach angeschossen. Unbekannte Täter griffen ihn und seine 14-jährige Begleitung in der Straße Fockenweide in Hamburg-Bergedorf an. Viermal wurde der Mann getroffen, er kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Das Mädchen in seiner Begleitung wurde ebenfalls verletzt. Die Polizei Hamburg sucht nach drei mutmaßlichen Tätern und prüft die Verbindung zu einer ähnlichen Tat.

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Polizei Hamburg meldet Schüsse in Bergedorf: Junger Mann wird schwer verletzt

Nach den Schüssen auf einen 22-Jährigen an einer Bushaltestelle in Hamburg-Bergedorf am Samstagabend sind die Hintergründe der Tat weiter unklar. Nach den mutmaßlich drei Tätern werde weiterhin gefahndet, teilte ein Polizeisprecher am Sonntag mit. Der 22-Jährige und seine 14 Jahre alte Begleiterin hätten sich bisher wenig kooperativ gezeigt, weshalb man zu den Hintergründen noch keine Angaben machen könne, sagte der Sprecher weiter.

Auf den 22-Jährigen war am Samstagabend an einer Bushaltestelle in der Straße Fockenweide von mutmaßlich drei maskierten Männern vier Mal geschossen worden. Er erlitt dabei schwere Verletzungen an Bein und Gesäß und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Seine Begleiterin wurde von den Tätern mit Pfefferspray leicht verletzt. Sie kam nach dem Angriff zwischenzeitlich ebenfalls zur Behandlung in ein Krankenhaus.

Suche nach drei Tätern - Polizei nimmt den falschen fest

Im Rahmen einer großangelegten Fahndung unmittelbar nach der Tat gab es an der nahegelegenen S-Bahn-Haltestelle Nettelnburg eine Festnahme. Man gehe derzeit aber nicht davon aus, dass der festgenommene Mann etwas mit der Tat zu tun habe, sagte der Polizeisprecher. Man habe bei ihm eine erhebliche Menge Drogen gefunden. Gegen den Mann werde nun aufgrund des Verdachts auf den gewerbsmäßigen Handel mit Betäubungsmitteln ermittelt.

Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdienst stehen in Hamburg-Bergedorf am Tatort der Schießerei. (24hamburg.de-Montage)

Ganz so schnell, wie der mutmaßliche Messer-Täter in Hamburg-Eilbek* gefasst wurde, ging es also nicht. Außerdem sagte der Polizeisprecher, dass derzeit geprüft werde, ob es zwischen dem Angriff auf den 22-Jährigen und die 14-Jährige sowie einer ähnlichen Tat vor einigen Wochen in Hamburg-Fischbek einen Zusammenhang gibt. Dort wurde Anfang April einem 28-Jährigen in den Oberschenkel geschossen.

Bei der Großfahndung am Samstagabend kamen neben mehreren Polizeifahrzeugen auch ein Hubschrauber und ein Personenspürhund der Polizei zum Einsatz. Die S-Bahn-Strecke zwischen den Haltestellen Billwerder-Moorfleet und Bergedorf war zwischenzeitlich gesperrt. Das hätte dem 62-Jährigen, der am 26. Mai von einer S-Bahn erfasst wurde, auch sehr geholfen. Für eine Kleinigkeit brachte sich der ältere Herr in große Gefahr.

dpa/lno

Quelle: 24hamburg.de-Blaulicht

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Rubriklistenbild: © Daniel Bockwoldt/dpa/picture alliance

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