Warnung in Hamburg

Badesee-Schock! Eine Gefahr im Wasser hat wirklich gravierende Folgen

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In Hamburg wird vor Blaualgen und Zerkarien im Badesee gewarnt (Symbolbild)

Das Baden in einem Badesee in Hamburg birgt eine Gefahr. Blaualgen und Zerkarien können für betroffene Menschen gravierende Folgen haben.

  • In Hamburg warnt das Institut für Hygiene und Umwelt vor einer Gefahr im Badesee
  • Blaualgen und Zerkarien können schlimme Folgen für Menschen haben
  • Badegäste in Hamburg müssen deshalb auf der Hut sein

Hamburg - Schock in Hamburgs Badeseen: Das Institut für Hygiene und Umwelt warnt vor Zerkarien und Blaualgen. So ist derzeit in der Binnen- und Außenalster ein verstärktes Blaualgenwachstum zu beobachten. Auch für alle Badegäste ist das ein großes Problem. Denn: An dem ein oder anderen Badesee in Hamburg - die Stadt bietet insgesamt 15 Badestellen - treten die Blaualgen vermehrt auf.

So sollen nach Angaben des Instituts besonders Kinder, empfindliche Personen und Haustiere bei starker grünlicher Trübung oder Algenschlieren auf der Wasseroberfläche den Hautkontakt und das Verschlucken des Wassers vermeiden. Über die Badesee-Warnung in Hamburg berichtet nordbuzz.de*.

Hamburg: Warnung für Badesee - Blaualgen und Zerkarien im Wasser

Doch was sind diese Blaualgen im Badesee in Hamburg eigentlich genau? Streng genommen sind es keine Algen, sondern Cyanobakterien. Im Gegensatz zu Algen besitzen sie keinen echten Zellkern und sind deshalb nicht mit den als „Algen“ bezeichneten Lebewesen verwandt.

Auch sind die Blaualgen nicht blau. Cyanobakterien sind grün, werden dennoch als „Blaualgen“ bezeichnet. Der Grund: Einige von ihnen enthalten neben grünen Photosynthese-Farbstoffen auch blaues Phycocyanin. Dadurch wirkt die Farbe blaugrün. Diese Bezeichnung wurde schließlich auf alle Cyanobakterien übertragen. Sogar auf diejenigen, die überhaupt kein Phycocyanin enthalten und auch nicht blaugrün gefärbt sind.

Ein Drama gab es indes bei einem tragischen Vorfall in einem Badesee in Hannover, als ein 16-jähriger Junge plötzlich im Wasser verschwand.

Hamburg: Schock im Badesee - wie gefährlich sind Blaualgen?

Sind diese Blaualgen nun aber gefährlich? Wenn ja, wie gefährlich? Das Institut für Hygiene und Umwelt erklärt hierbei, das einige Blaualgen Toxine bilden können, die zu Haut- und Schleimhautreizungen, Ohrenschmerzen und Bindehautentzündungen führen können. Deshalb sind besonders Allergiker, Neurodermatiker, Asthmatiker und Kinder, die beim Baden und Spielen mehr Wasser im Badesee schlucken als Erwachsene und sich hauptsächlich im Flachwasserbereich aufhalten gefährdet. Überall dort, wo die Blaualgen angeschwemmt werden.

Beim massenhaften Verschlucken der Algen kann es auch zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Auch allergische Reaktionen können in einem betroffenen Badesee in Hamburg auftreten.

Hamburg: Das müssen Sie tun, wenn Sie im Badesee eine Blaualge verschluckt haben

Sollten Sie mit den Blaualgen in einem Badesee Kontakt gekommen sein, dann waschen Sie die betroffenen Stellen mit sauberem Wasser ab. Falls bei Ihnen Symptome wie Haut- oder Schleimhautreizungen, Bindehautentzündungen, Ohrenschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen auftreten, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Hamburg: Zerkarien im Badesee - Warnung vor Gabelschwanzlarven

Neben den Blaualgen gibt es in einem betroffenen Badesee dann ja auch noch die Zerkarien, auch Gabelschwanzlarven genannt. Das sind Larven von kleinen Saugwürmern. Diese Arten kommen überwiegend in Mitteleuropa vor und verursachen beim Menschen eine Badedermatitis. Ein unangenehm juckender, dennoch in der Regel ungefährlicher Hautausschlag.

Der Verlauf und die Intensität dieses durch Zerkarien hervorgerufenen Ausschlags sind individuell. Bei hypersensibilisierten Personen treten möglicherweise Fieber und Schockzustände auf.

Apropos Schock: Einen solchen gab es auch bei einer sexuellen Belästigung von kleinen Mädchen an einem Badesee in Braunschweig.

Die Polizei warnt zudem nach mehreren Einbrüchen in Hamburg vor einer Frau und ihrer Komplizin.

heu

*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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