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Flughafen Hamburg ist der älteste in Deutschland – Initiativen mit scharfer Kritik

Der Flughafen in Hamburg ist der älteste in Deutschland und gut mit der Bahn und dem Auto zu erreichen. Doch er steht auch in der Kritik: Wegen Verstößen gegen das Nachtflugverbot.

  • Der Flughafen Hamburg ist der älteste in Deutschland 
  • Der Flughafen ist mit Auto und Bahn gut zu erreichen 
  • Initiativen kritisieren Verstöße gegen Nachtflugverbot

Hamburg – Der Flughafen Hamburg ist der älteste und fünftgrößte Flughafen in Deutschland. Rund 17,23 Millionen Passagiere nutzten ihn im Jahr 2018, was einem Rückgang von 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entsprach.

Flughafen Hamburg: Namensergänzung zu Ehren von Helmut Schmidt

Der Flughafen Hamburg ist auch unter der Eigenbezeichnung Hamburg Airport und seit 2016 auch Hamburg Airport Helmut Schmidt bekannt. Diese Ergänzung wurde zu Ehren des verstorbenen Altkanzlers und Ehrenbürgers von Hamburg, H elmut Schmidt, hinzugefügt. Der Flughafen hieß früher Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel. Der Flughafen Hamburg ist ein wichtiges Drehkreuz von Eurowings.

Er hat zwei Terminals. Terminal 1 ist das neuere der beiden Abfertigungsgebäude und wurde 2005 eingeweiht. Besonders am ersten Terminal ist eine Regenwassernutzungsanlage, die die sanitären Einrichtungen versorgt, und ein sogenanntes ThermoLabyrinth, das die Klimaanlage durch Nutzung von Erdwärme entlastet.

Flughafen in Hamburg hat zwei Terminals

Das gewölbte Dach von Terminal 2 des Flughafens in Hamburg sticht den Reisenden sofort ins Auge. Es ist einer Tragfläche eines startenden Flugzeugens nachempfunden. Das Terminal wurde 1993 in Betrieb genommen und dient vor allem der Abfertigung von Lufthansa- und Star-Alliance-Flügen.

Zwischen den beiden Terminals in Hamburg liegt das AirportPlaza. Es ist das neueste der drei Abfertigungsgebäude des Flughafens und verbindet die beiden Terminals miteinander. Seit 2009 ist dort die zentrale Sicherheitskontrolle untergebracht.

Flughafen Hamburg ist mit dem Auto gut zu erreichen

Der Flughafen Hamburg liegt im Stadtteil Fuhlsbüttel, zwischen den Ortskernen von Niendorf im Südwesten und Fuhlsbüttel im Osten. Er liegt rund acht Kilometer nördlich der Stadtmitte Hamburgs und acht Kilometer südlich der Stadtmitte Norderstedts.

Mit dem Auto ist der Flughafen gut zu erreichen. Wer aus dem westlichen und nördlichen Schleswig-Holstein und dem nördlichen Niedersachsen kommt, fährt über die Autobahn A7 und den ausgebauten Ring 3 (B 433). Wer aus Mecklenburg-Vorpommern und dem Osten Schleswig-Holsteins anreist, muss jedoch durch die Stadt fahren.

Bahn fährt regelmäßig zum Flughafen Hamburg

Am Flughafen in Hamburg gibt es mehr als 12.000 Parkplätze, auf denen Reisende ihr Auto kurz oder über die komplette Zeit ihres Urlaubs abstellen können. Urlaubern und Langzeitparkern empfiehlt der Flughafen Hamburg die Parkplätze der Kategorien „Holiday Smart“ im Parkhaus P1 direkt am Terminal und „Holiday“. Von dort aus fährt ein kostenloser Shuttlebus direkt zum Flughafen.

Aber auch mit dem öffentlichen Nahverkehr ist der Flughafen Hamburg gut zu erreichen. Vom Zentrum in Hamburg beispielsweise fährt die S-Bahn-Linie 1. Mit dieser kommen Reisende bis zur Haltestelle „Hamburg Airport“. Die S1 fährt regelmäßig im 10-Minuten-Takt.

Flughafen Hamburg: Initiativen kritisieren Verstöße gegen Nachtflugverbot

In der Nacht wird der Flughafen in Hamburg an den Werktagen durch die Nachtbuslinie 606 an die Hamburger Innenstadt angebunden. An den Wochenenden ist das durch die Buslinie 274 gewährleistet, die Reisenden zu den durchgehenden im Nachtbetrieb fahrenden Schnellbahnlinien U1 und S1 am Bahnhof Ohlsdorf bringen.

Am Betrieb des Flughafens in Hamburg wird immer wieder scharfe Kritik geübt. Seit 1970 gibt es mehrere Bürgerinitiativen, die sich unter anderem für den Schutz vor Fluglärm einsetzen. Die Initiativen beklagen vor allem, dass zu oft gegen das Nachtflugverbot verstoßen wird. Nach 23 Uhr dürfen demnach noch nachweislich unvermeidbar verspätete Starts und Landungen von Linien- und Touristikflügen stattfinden. Verstöße dagegen nahmen in den vergangenen Jahren stark zu. Während es 451 dieser Flüge im Jahre 2013 gab, waren es 2018 genau 1.194.

Christian Weihrauch

Rubriklistenbild: © Bodo Marks/dpa

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