Lockdown verlängert

Corona-Regeln in Hamburg: Tschentscher zerstört Hoffnung auf Lockerung 

Neuer Corona-Beschluss der Länder: Der Lockdown wird bis zum 10. Januar 2021 verlängert. Hamburg rüttelt nicht an Regeln – trotz positiven Infektionsgeschehens. 

  • Bund und Länder einigen sich auf Verlängerung des Lockdowns.
  • Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher trägt strikten Kurs mit.
  • Keine Lockerung bei Restaurant- oder Theaterbesuchen.

Update vom Donnerstag, 3. Dezember, 10:00 Uhr: Hamburg * – Trotz des Absinkens des wichtigen Corona-Inzidenzwertes * wird es für die Hamburger vorerst keine Restaurant- oder Theaterbesuche geben. Bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einigten sich die Ministerpräsidenten der Länder auf eine Verlängerung des bestehenden Teil-Lockdowns bis zum 10. Januar 2021. Die Hansestadt werde diesen Kurs mittragen, betonte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) im Anschluss an die Beratungen.

Niedersachsen1129 neue Fälle (Stand Mittwoch, 2. Dezember 2020)
Hamburg326 neue Fälle (Stand Mittwoch, 2. Dezember 2020)
Schleswig-Holstein224 neue Fälle (Stand Dienstag, 1. Dezember 2020)
Mecklenburg-Vorpommern123 neue Fälle (Stand Dienstag, 1. Dezember 2020)

Seit Anfang November gelten bundesweit strenge Vorgaben für Kontaktbeschränkungen und die Maskenpflicht. Nach dem Bund-Länder-Treffen stand vor allem die Frage im Raum, ob Hamburg eventuell nach den Feiertagen einige Maßnahmen zurücknehmen würde. Grundsätzlich verfügen die Länder über einen eigenen Spielraum.

Corona-Regeln in Hamburg: Entscheidung über Lockerung erst im Januar 2021

Tschentscher will aber keinen Sonderweg einschlagen. Es könne nicht davon ausgegangen werden, dass die Schließungen der Hamburger Gastronomie- und Kultureinrichtungen zurückgenommen werden könne, selbst wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der Hansestadt pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen unter den Grenzwert von 50 falle, betonte der SPD-Politiker.

Hält an strikten Corona-Regeln fest: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD).

Es sei wichtig, die Entwicklungen nach den Feiertagen abzuwarten. Es sei zu befürchten, dass die Zahlen in Hamburg nach Weihnachten und Silvester wieder nach oben schnellen könnten. Eine verlässliche Prognose könne man daher erst nach dem 4. Januar 2021 abgeben. Bis dahin werde man den strikten Kurs gemeinsam mit den anderen Bundesländern weiterfahren.

Nach vier Wochen im Teil-Lockdown ist die Entwicklung in Deutschland unterschiedlich. In Hamburg war der Inzidenzwert am Dienstag erstmals seit Anfang Oktober wieder unter die 100er-Marke gefallen. Am Mittwoch lag er laut Gesundheitsbehörde bei 93,9.

Corona in Hamburg: Diese Altersgruppe trifft das Virus am häufigsten

Update vom Mittwoch, 2. Dezember, 13:10 Uhr: Hamburg – Hamburg meldet am Mittwoch 326 neue Coronavirus-Fälle. Das sind mehr als am Vortag (Dienstag wurden 289 Fälle registriert). Der Inzidenzwert sinkt trotzdem weiter auf 93,9 Infektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Seit Beginn der Pandemie in der Hansestadt haben sich insgesamt 25.475 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Davon gelten 17.400 Personen als mittlerweile genesen.

Corona in Hamburg: Gesundheitsbehörde meldet neue Zahlen

Update vom Mittwoch, 2. Dezember 2020, 08.38 Uhr: Die Hamburger Gesundheitsbehörde hat am Dienstagabend, 3. November 2020 neue Corona-Daten veröffentlicht. In der letzten Woche meldeten die Ämter in Hamburg insgesamt 1.622 Fälle. In 530 Fällen davon handelt es sich um 20- bis 39-jährige Infizierte. 173 Fälle gehen auf Personen zurück, die über 70 Jahre alt sind.

Eine Altersgruppe in Hamburg traf das Coronavirus in der vergangenen Woche besonders häufig. (24hamburg.de-Montage)

„Für 489 der Fälle ist die Zuordnung zu einem Ausbruchsgeschehen möglich, insgesamt handelt es sich um 52 identifizierte Ausbrüche“, heißt es. Die Infektionsorte konnten nur bei einem Teil der Ausbrüche festgestellt werden. Vorrangig liegt der Infektionsort in Hamburg, bei acht Fälle lassen sich auf eine Infektion im Ausland (Türkei, Spanien, Portugal, Frankreich, Kosovo, Brasilien) zurückführen.

Coronavirus in Hamburg: Zahlen am Montag besonders niedrig

Update vom Montag, 30. November 2020, 11:51 Uhr: Am Montag, 20. November 2020, meldet die Hansestadt 150 neue Coronavirus-Infektionen. Damit sinken die Zahlen in Hamburg stark: Eine Woche zuvor waren es noch 237 Infektionen. Auch der Inzidenzwert nimmt ab: Die Anzahl der Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohner liegt bei 101,1 Neuinfektionen. Seit Beginn der Pandemie haben sich damit in Hamburg 24.860 Personen mit dem Coronavirus infiziert, davon gelten 16.400 als genesen.

Update vom 30. November 2020, 08:58 Uhr: Hamburg – Nach Informationen des NDR hat die Stadt Hamburg seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 1,2 Millionen Euro Bußgelder wegen Verstößen gegen Corona-Richtlinien eingenommen. Wie ein Sprecher des Einwohnerzentralamts mitteilte, seien die meisten Verstöße auf eine Missachtung der Abstandsregel zurückzuführen. Wer sich nicht an den Abstand von 1,5 Metern hält, der kann in Hamburg derzeit mit einer Strafe von 150 Euro rechnen. Insgesamt habe das Amt etwa 13.400 Ordnungswidrigkeiten verzeichnet, daraus sind rund 11.900 Bußgeldbescheide entsprungen.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Bevölkerung: 1,845 Millionen (30. Juni 2020)
Fläche: 755,2 km²
Vorwahl: 040

Update vom 29. November, 12:38 Uhr: Am Sonntag, 29. meldet die Hansestadt den niedrigsten Wert seit Wochen: Nur 102 neue Fälle kamen binnen eines Tags dazu. Am vorherigen Sonntag waren es noch 172 Fälle. Zuletzt wurden am 19. Oktober mit 93 Fällen weniger Neuinfektionen in Hamburg gemeldet, danach stiegen die Zahlen drastisch an. Die 7-Tage-Inzidenz in der Hansestadt liegt aktuell bei 105,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Update vom 28. November, 15:39 Uhr: Am Samstag, 28. November 2020 wurden in der Hansestadt 300 neue Fälle gemeldet. Das ist ein Anstieg im Vergleich zum Vortag: Am Freitag waren es nur 252 Neuinfektionen. Im Vergleich mit den Infektionszahlen vom vorherigen Samstag sind die Corona-Fälle allerdings gesunken: Am Samstag, 21. November 2020 wurden noch 433 Neuinfektionen gemeldet. Auch der Inzidenzwert nimmt ab und sinkt auf 109,3. Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Coronavirus in Hamburg: Impfzentrum Messehallen sucht Ärzte

Update vom 24. November 2020, 11:24 Uhr: Keine Aussicht auf Besserung in Hinblick auf das Infektionsgeschehen in der Hansestadt. Am Dienstag, 24. November 2020 wurden 392 neue Fälle gemeldet, einen Tag zuvor waren es 237 Neuinfektionen. Immerhin: Der Inzidenzwert in Hamburg sinkt von 133,4 auf 131,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Wie die Mopo berichtet, soll der erste Impfstoff schon ab dem 15. Dezember bereitstehen. Für die Messehallen Hamburg ist ein riesiges Impfzentrum geplant, für welches die Stadt Hamburg bereits über das Jobportal „doctari“ Ärzte sucht. Der Stellenausschreibung zufolge werden diese mit 80 Euro pro Stunde bezahlt. In dem Impfzentrum Messehallen können sich Patienten dann voraussichtlich täglich von 8 bis 20 Uhr impfen lassen. Für die impfenden Ärzte bedeutet dies eine Arbeit im Drei-Schicht-System von 7 bis 21 Uhr.

Die Stadt Hamburg sucht Personal für das neue Impfzentrum in den Messehallen. (24hamburg.de-Montage)

Hamburg Coronavirus: Zahlen steigen zum Wochenbeginn, kaum Besserung in Sicht

Update vom 23. November 2020, 15:29 Uhr: Nachdem die Zahlen am Sonntag stark absanken und Hoffnung zur Wirkung der Maßnahmen gaben, sind sie am Montag wieder stark angestiegen. Der 7-Tage-Inzidenzwert liegt damit bei 133,4. Mit den 237 am Montag gemeldeten Neuinfektionen gibt es insgesamt 22.939 bestätige Corona-Fälle in Hamburg.

Während manchen Orts aufgrund eines ominösen Positionspapiers gemunkelt wird, der Lockdown solle viel länger anhalten als ursprünglich bekannt gegeben, ist auf jeden Fall klar, dass bis zum Gipfel am Mittwoch alles nur Möglichkeiten und keine Entscheidungen sind inklusive Böllerverbot und Ausweitung der Maßnahmen bis 20. Dezember.

Hamburg: Erneut Coronavirus in Flüchtlingsheim – Bewohner in Quarantäne

Hamburg – Die Infektionszahlen in Hamburg bleiben weiterhin auf hohem Niveau. Am Donnerstag, 19. November 2020 meldete die Hansestadt 659 neue Fälle, davon sind 16 einem Coronavirus-Ausbruch in einem Norderstedter Flüchtlingsheim zuzuordnen. Am Freitag, 20. November 2020, gehen die Infektionszahlen in Hamburg wieder leicht zurück und die Stadt verzeichnet 362 Neuinfektionen, das sind bereits 173 weniger Fälle als noch am Freitag vor einer Woche. Seit Pandemiebeginn haben sich in Hamburg damit 22.097 mit dem Coronavirus infiziert. Etwa 12.900 gelten nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts wieder als genesen.

Coronavirus in Hamburg: Zahlreiche Personen in Flüchtlingsheim Norderstedt infiziert

Schon wieder hat es ein Flüchtlingsheim getroffen: Nachdem sich zuletzt 70 Personen in einem Flüchtlingsheim in Hamburg-Rahlstedt mit dem Coronavirus infiziert hatten, herrscht nun auch Corona-Alarm in einem Asylantenheim in Norderstedt. Wie das Hamburger Abendblatt berichtetet, betrifft dies eine Einrichtung in der Oadby-and-Wigston-Straße Nord. In der Unterkunft wohnen insgesamt 98 Menschen, 16 Bewohnerinnen und Bewohner davon wurden nun positiv getestet. Dies gab der Infektionsschutz des Kreisgesundheitsamtes am Donnerstag, 19. November 2020, bekannt.

In einem Flüchtlingsheim in Norderstedt haben sich 16 Personen mit dem Coronavirus infiziert (24hamburg.de Montage & Symbolbild)

Der Kreis vermutet, dass sich in dem Flüchtlingsheim noch deutlich mehr Personen infiziert haben, als bisher bekannt. Der Hintergrund: Kinder aus Familien, in denen Mitglieder positiv getestet wurden, hätten miteinander gespielt. Auch infizierte Erwachsene sollen Nicht-Infizierten Kontakt gehabt haben. Da die Wohnsituation im Flüchtlingsheim ohnehin beengend ist und viele Räume gemeinsam genutzt werden, ist diese Annahme nicht unwahrscheinlich.

Coronavirus-Ausbruch in Hamburger Flüchtlingsheim: Bewohner in Quarantäne

Nun steht das gesamte Asylantenheim auf Anordnung der Gesundheitsbehörde unter Quarantäne. Am Freitag, 20. November 2020, sollen erneut alle Bewohner auf das Coronavirus getestet werden. Dolmetscherinnen erklären den Flüchtlingen vor Ort, wie weiter vorgegangen wird. Auf Russisch, Arabisch und Farsi informieren die Mitarbeiterinnen des Kreises über die Quarantäne und das Test-Vorgehen.

Die Ermittlungen laufen weiter. „Wir vertrauen zunächst darauf, dass sich alle Bewohnerinnen und Bewohner an die Auflagen halten“, erklärt Landrat Jan Peter Schröder gegenüber dem Abendblatt. „Sollten wir feststellen, dass dem nicht so ist, werden wir zusammen mit der Stadt zusätzliche Maßnahmen veranlassen, beispielsweise einen Sicherheitsdienst anstellen. Gemeinsames Ziel von Kreis und Stadt ist es, mittels der Quarantäne-Maßnahme das Ausbruchsgeschehen möglichst lokal zu begrenzen.“

Auch in Hamburgs Schulen kam es jüngst zu Coronavirus-Ausbrüchen, 24hamburg.de/hamburg berichtete. An der Ida-Ehre-Schule wurde bei insgesamt 56 Schülern und Lehrern eine Infektion nachgewiesen. Hamburgs Schulsenator Ties Rabe lieferte vier Vorschläge, wie an den Schulen mit der derzeitigen Coronalage umgegangen werden soll. Unter anderem fordert der SPD-Politiker eine erweiterte Maskenpflicht ab Klasse fünf.*24hamburg.de und merkur.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Christian Charisius/dpa/picture-alliance

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