Krankheit erreicht Deutschland

Coronavirus: Killer-Keim! Lage spitzt sich zu - elfter deutscher Infizierter

Durch das Coronavirus spitzt sich die Lage in Deutschland weiter zu. Es gab schon die ersten Infizierten. Nun sitzen Deutsche auf einem Kreuzfahrtschiff fest.

  • In Deutschland sind zahlreiche Menschen am Coronavirus erkrankt
  • Hamburg ergreift Maßnahmen zum Schutz
  • Verdachtsfälle in Bremen haben sich indes nicht bestätigt
  • In Göttingen gab es vier neue Verdachtsfälle

Update vom 7. Februar: In Bayern wurde nun der nächste und damit elfte Infizierte gemeldet. Die Frau eines Corona-Patinenten wurde nun ebenfalls posititv auf das Virus getestet.Derweil plant die Bundesreagierung einen weiteren Evakuierungsflug. Am Sonntag soll ein Flieger 35 Personen aus Wuhan zurück nach Deutschland holen. 

Update vom 6. Februar 2020: Die Lage spitzt sich immer weiter zu. Die Weltgesundheitsorganisation gab nun bekannt, dass bislang noch kein wirksames Mittel oder eine geeignete Theraphie gegen das Coronvirus gefunden wurde. Derweil wurden zehn weitere Infizierte auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" bestätigt. Die acht deutschen Staatsangehörigen an Board sind nach bisherigen Erkentnissen aber weiterhin symtomfrei. Ein Aufatmen gab es währenddessen in Bayern. Dort werde derzeit geprüft, ob die ersten der zehn Corona-Patienten nun bald wieder die Kliniken verlassen dürfen. Letztendlich obliegt die Entscheidung den Gesundheitsbehörden.

Update vom 5. Februar 2020:Nachdem ein Kreuzfahrtschiff im Hafen von Yokohama unter Quarantäne gestellt wurde, folgte nun die Bestätigung. Unter den mehr als 3700 Menschen haben sich 10 mit dem Coronavirus infiziert und wurden umgehend in ein Krankenhaus gebracht. Die acht Deutschen, die sich auf dem Schiff befinden, sind jedoch gesund. Und auch in Achim bei Bremen gab es Entwarnung : Die Laborergebnisse einer Frau ergaben nun, dass sie sich nicht mit dem Coronavirus infiziert hat. 

Derweil stellten auch die US-Fluggesellschaften United und American Airlines ihre Flüge nach Hongkong ein. Der Flug-Stopp soll derzeit bis zum 20. Februar andauern. Derweil wurde festgestellt, dass auch Infizierte mit schwachen Symptomen das Coronavirus übertragen können. 

Update vom 4. Februar 2020: Mittlerweile wurden weitere Coronavirus-Fälle in Deutschland bestätigt, insgesamt 12 Menschen sind infiziert. Zehn der Infizierten zählen zu dem Webasto-Kreis in Bayern, während zwei bestätigte Fälle zu den Wuhan-Rückkehrern gehören und nun in der Uniklinik Frankfurt/Main behandelt werden. Zudem soll es einen Verdacht in Achim, Landkreis Verden geben, wie *kreiszeitung.de berichtet. Eine junge Frau wurde nun in einer Klinik isoliert und untersucht. Bislang stehen die Laborergebnisse noch aus. Wie die Klinik Schwabing in München nun bekannt gab, sind sieben Corona-Patienten stabil und weitgehend symptomfrei. Derweil verlängerten Lufthansa, Swiss und Australien Airlines ihren Flug-Stopp von und nach Peking und Shanghai bis zum 29. Februar 2020. In der japanischen Stadt Yokohama wurde ein Kreuzfahrtschiff nun unter Quarantäne gestellt - auf dem Schiff "Diamond Princess"befinden sich auch acht Deutsche. Schuld an dem Coronavirus - Verdacht ist ein 80-jähriger Passagier, der vor wenigen Tagen das Kreuzfahrtschiff in Hongkong verlassen hatte und positiv auf den Virus getestet wurde. Außerdem wurden erste Stimmen zum Höhepunkt der Epidemie laut. So geht der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Coronavirus davon aus, dass der Höhepunkt erst in zehn bis zwei Wochen erreicht wird.

Update vom 2. Februar 2020 um 12.39 Uhr: Die Zahl der Infizierten in Deutschland ist auf zehn Menschen angestiegen. Der Landkreis Germersheim bestätigte nun zwei Neu-Infektionen unter den rund 100 China-Heimkehrer. Die weiteren acht Coronavirus-Fälle stehen nach wie vor im Zusammenhang mit der Firma Webasto in Bayern.

Update vom 2. Februar 2020 um 10.19 Uhr: Entwarnung in NRW - bei dem isolierten Mann aus Kamen, der sich mehrere Wochen in der Gegend von Wuhan aufgehalten hat, kam nun die Bestätigung, dass er sich nicht mit dem Coronavirus infiziert hat, dennoch gibt es in Deutschland bereits acht bestätigte Coronavirus-Fälle, alle in Bayern . 

Chinesische Forscher sollen nun herausgefunden haben, dass sich die Lungenkrankheit nicht für über die Tröpfcheninfektion ausbreiten kann, sondern auch über das Verdauungssystem. Zudem wurde nun das erste Todesopfer außerhalb Chinas gemeldet. Am Samstag erlag ein Mann auf den Philippinen dem Coronavirus. Demzufolge ist die Zahl der Toten mittlerweile auf 304 angestiegen und die Zahl der Infizierten auf 14.380  Menschen. Im Kampf gegen den neuartigen Virus schickte die Europäische Union daher nun zwölf Tonnen Schutzkleidung an China, um den Coronavirus eindämmen zu können.

Update vom 31. Januar 2020 um 11.23 Uhr: Die Luftwaffe schickt nun am Freitag einen Flieger von Köln-Wahn nach China, um mehr als 100 Menschen aus der vom Coronavirus am stärksten betroffenen Provinz Wuhan zurück nach Deutschland zu holen. Das Evakuierungsflugzeug mit den Rückkehrern soll später in Frankfurt landen. Dort werden sie zur Untersuchung ins Medical Assessment Center gebracht und anschließend zwei Wochen auf dem Luftwaffenstützpunkt Germersheim in Rheinland-Pfalz in Quarantäne verbleiben. Derweil wurden zwei Coronavirus-Fälle in England bestätigt

Ein Evakuierungsflugzeug der Luftwaffe ist auf dem Weg nach China, um über 100 Menschen zurück nach Deutschland zu bringen.

Update vom 31. Januar 2020 um 9.08 Uhr: Die Lage spitzt sich langsam aber sicher zu. Obwohl sich die Verdachtsfälle in Niedersachsen bislang nicht bestätigt haben, ist die Nachfrage nach Atemschutzmasken als Vorsichtsmaßnahme in vielen Städten enorm. Ausverkauft und kein Nachschub in Sicht - so sieht die Lage derzeit aus, wenn man Pharma-Großhändler und Versandapotheken fragt. Ebendso bei vielen Apotheken vor Ort.

Coronavirus: Dramatische Zunahme von Infizierten und Toten

Die Zahl der Todesopfer dahingegen ist in der vergangenen Nacht dramatisch angestiegen. Insgesamt 213 Menschen sollen bislang an dem Coronavirus gestorben. Auch die Zahl der Infizierten stieg rasant von 1981 auf 9692 Menschen, davon stammen fünf Menschen aus Deutschland, Bayern. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach der raschen Zunahme von Infizierten und Toten nun eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausgerufen. Auch das Auswärtige Amt reagierte auf den Ausnahmezustand und rät von Reisen nach China ab. So heißt es in den Reisehinweisen: "Verschieben Sie nach Möglichkeit nicht notwendige Reisen nach China."

Update, 21.44 Uhr: Jetzt wurde bekannt, dass es in Niedersachsen neue Verdachtsfälle auf das Coronavirus gibt. So könnten sich möglicherweise weitere vier Menschen angesteckt haben. Diese werden aktuell in der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) behandelt. Das berichtet hna.de*. So wird UMG-Sprecher Stefan Weller zitiert: "Wir haben vier Verdachtsfälle (hna.de*), die Patienten werden versorgt." Die möglicherweise am Coronavirus erkrankten vier Menschen könnten sie den Angaben nach in Wuhan in China infiziert haben. Dort sollen die Personen aus Niedersachsen Kontakt mit Menschen gehabt haben. Entwarnung gab es hingegen zuletzt bei einem anderen Verdachtsfall um das Coronavirus in Göttingen.

Meldung vom 30. Januar 2019, 9.42 Uhr: Hamburg/Bremen - Das neuartige Coronavirus hat Deutschland erreicht. In Bayern gibt es zwar mehrere Erkrankte, in Hamburg und Bremen jedoch keine Verdachtsfälle. Allerdings befinden sich in Schleswig-Holstein vorsichtshalber einige Menschen in "häuslicher Isolation", wie die Welt berichtet. Wenngleich laut Bundesgesundheitsministerium das Risiko für eine Ausbreitung des Virus in Deutschland gering ist, haben die Behörden in Hamburg die Situation im Blick, wie *nordbuzz.de berichtet.

Coronavirus: Hamburg trifft Vorsichtsmaßnahmen - Isolation in Schleswig-Holstein

Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz in Hamburg teilte mit, dass die Stadt in klinischen Einrichtungen ausreichend Plätze bereithält, sollte es zu Infektionen mit dem Coronavirus in Hamburg kommen. Bislang (Stand 29. Januar) gebe es jedoch keinen Verdachtsfall in der Hansestadt. 

Die Behörde steht in ständigem Kontakt mit dem Hafen, dem Hamburger Flughafen, dem Deutschen Roten Kreuz, der Flughafenfeuerwehr sowie dem Robert-Koch-Institut in Berlin. Außerdem liefen deutschlandweit enge Abstimmungen mit Behörden und Ministerien, um eine Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland zu verhindern.

Coronavirus: Keine Flugverbindungen zwischen Hamburg und China

Laut Auskunft der Stadt ist Hamburg "auf den Fall einer ungewöhnlichen Seuchenlage vorbereitet". Mit dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) und dem Institut für Hygiene und Umwelt (HU) befinden sich in der Stadt gleich zwei auf Infektionskrankheiten spezialisierte Forschungseinrichtungen befinden sich in der Stadt. Außerdem stünde eine Vielzahl von medizinischen Einrichtungen der Maximalversorgung bereit, sollte das Coronavirus tatsächlich in Hamburg auftreten.

Derzeit bestehen keine Flugverbindungen zwischen Hamburg und China, wo das Lungen-Virus zuerst aufgetreten war und die Universität Hamburg hat wegen des Coronavirus alle Dienstreisen nach China gestoppt. Außerdem versucht die Einrichtung, sich einen Überblick über die Universitäts-Angehörigen in China zu machen und sie im Falle einer Ausreise zu unterstützen. Auch werden Tagungen mit Teilnehmern aus China verschoben, berichtet *nordbuzz.de.

Coronavirus: Verdachtsfälle in Bremen und Bremerhaven

In Bremen gab es zunächst einen Verdachtsfall auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus, der jedoch nicht bestätigt wurde. Eine Touristin aus Chinahatte verdächtige Symptome gezeigt. Untersuchungen eines Labors in Berlin konnten das Coronavirus nicht nachweisen. 

Ein Verdachtsfall in Bremerhaven wird derzeit geprüft. Dabei handelt es sich um einen 47 Jahre alten Hafenmitarbeiter, wie buten un binnen berichtet. Er liege mit Fieber im Klinikum Mitte in Bremen, eine Infektion sei jedoch sehr unwahrscheinlich. Der Mann soll Kontakt mit Werftarbeitern in China gehabt haben.

In Schleswig-Holstein befinden sich allerdings derzeit mehrere Personen in häuslicher Isolation, weil sie nach China-Aufenthalten Anzeichen einer Grippe zeigten. Die Symptome ähneln denen des Coronavirus.

Coronavirus fordert weltweit bislang 170 Tote

Die ersten Fälle des Coronavirus wurden am 31. Dezember 2019 in China bekannt. Dort litten etliche Menschen, die teilweise zuvor auf einem Markt in der Stadt Wuhan waren, an Lüngenentzündungen. Weltweit sind bislang mehr als 7000 Fälle aufgetreten, davon bislang vier in Deutschland. 170 Erkrankte sind gestorben. Experten schätzen, dass das Coronavirus nicht so ansteckend ist, wie die Grippe oder Masern.

Der Coronavirus sorgte nun für Alarm in Schleswig-Holstein.

Personen, die in die Risiko-Provinz Hubei in China gereist sind oder Kontakt mit am Coronavirus erkrankten hatten, sollten zum Arzt gehen, wenn sie innerhalb von 14 Tagen Symptome wie Fieber oder Atemwegsprobleme zeigen. Der Besuch beim Arzt oder im Krankenhaus sollte auf jeden Fall vorher angekündigt werden.

*nordbuzz.de, kreiszeitung.de und hna.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Quelle: Nordbuzz.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/Dorothee Barth/dpa/Center for Disease Control/Montage

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