Inzidenz stagniert

Corona-Zahlen: Lockdown bis Ostern steht – Ausnahme für Kitas

Die Corona-Inzidenz in Hamburg sinkt nur leicht – immer wieder gibt es Rückschläge. Der Lockdown wird bis Ostern verlängert, aber Kitas dürfen öffnen.

  • Die Inzidenz in Hamburg sinkt 81,5 auf 80,8 (Stand: Mittwoch, 3. März 2021).
  • Bund und Länder erwägen Lockdown bis zum 28. März zu verlängern.
  • Ausnahmen für Kitas, Gartencenter und Blumenläden.
  • Dieser Ticker wird laufend aktualisiert.

Update von Mittwoch, 3. März 2021, 13.21 Uhr: Hamburg – Das Corona-Infektionsgeschehen in Hamburg stagniert weiter auf hohem Niveau. So stieg die Zahl der registrierten Neuinfektionen am Mittwoch um 234 Fälle. Das waren 51 Fälle mehr als am Dienstag, aber 12 weniger als am Mittwoch vor einer Woche. Das teilte die Gesundheitsbehörde mit. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, verbesserte sich im Vergleich zum Vortag leicht von 81,5 auf 80,8. Die Zahl der Corona-Toten stieg um neun Fälle auf 1287.

Hamburg234 neue Corona-Fälle (Stand Mittwoch, 3. März 2021)
Schleswig-Holstein:187 neue Corona-Fälle (Stand Mittwoch, 3. März 2021)
Niedersachsen:803 neue Corona-Fälle (Stand Dienstag, 2. März 2021)
Mecklenburg-Vorpommern:254 neue Corona-Fälle (Stand Dienstag, 2. März 2021)

Trotz der stagnierenden Entwicklungen plant Hamburg aber nicht nur die Schulen wieder zu öffnen, sondern auch die Kitas. Wie der Senat mitteilte, sollen die Einrichtungen ab dem 15. März wieder von der Notbetreuung in den Regelbetrieb wechseln. Ob es darüber hinaus noch weitere Lockerungen im Lockdown gibt – darüber beraten am Mittwochnachmittag die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Corona-Gipfel. Im Gespräch ist eine Lockdown-Verlängerung bis Ostern.

Corona-Zahlen in Hamburg: Senat sieht Öffnungsschritte skeptisch

Update von Dienstag, 2. März 2021, 12.32 Uhr: Hamburg – Einen Tag vor dem Corona-Gipfel ist das Infektionsgeschehen in Hamburg weiter auf dem Vormarsch. So wurden in der Hansestadt 183 Neuinfektionen verzeichnet. Das waren 75 Fälle weniger als am Montag, aber 22 mehr als am Dienstag vor einer Woche. Das teilte die Gesundheitsbehörde mit.

Will Kitas aus dem Corona-Lockdown befreien: Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD). (24hamburg.de-Montage)

Die Inzidenz, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, stieg im Vergleich zum Vortag damit von 80,3 auf 81,5. Vor einer Woche lag dieser Wert noch bei 71,4. Die Zahl der Toten stieg um sechs Fälle auf 1278.

Am Mittwoch wollen die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen beraten. Laut einer Beschlussvorlage aus dem Kanzleramt soll der Lockdown bis zum 28. März grundsätzlich verlängert werden. Jedoch sollen den Bürgern ein paar Erleichterungen bei den strikten Corona-Regeln erlaubt werden, wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten.

So planen Bund und Länder die Kontaktbeschränkungen ein wenig zu lockern, sodass sich künftig wieder fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen können. Auch sollen Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte sollen in allen Bundesländern einheitlich geöffnet werden. Dies wäre nach den Grundschulen und Friseuren der zweite Lockerungsschritt in kurzer Zeit.

Corona-Zahlen in Hamburg: Senatorin ruft zur Vorsicht auf

Update von Montag, 1. März 2021, 12.44 Uhr: Hamburg – Zwei Tage vor einem erneuten Corona-Gipfel von Bund und Ländern kann Hamburg kaum Erfolge bei der Bekämpfung der Pandemie vorweisen. So stieg die Zahl der Neuinfektionen am Montag wieder um 258 Fälle. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Mittag mit. Das waren 132 Fälle mehr als am Sonntag und 39 mehr als am Montag vor einer Woche. Die Inzidenz, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, kletterte im Vergleich zum Vortag von 78,2 auf 80,3. Vor einer Woche hatte dieser Wert in Hamburg noch bei 70,9 gelegen.

Vor diesem Hintergrund rief Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) die Hamburger weiterhin zur Vorsicht auf. Das Virus sei keinesfalls unter Kontrolle, warnte sie im Interview mit dem Hamburger Abendblatt. Sie verstehe, dass viele Menschen Erleichterungen im Lockdown herbeisehnten. Doch das hänge stark davon ab, ob sich auch weiterhin alle an die Corona-Regeln hielten, betonte Leonhard.

Corona in Hamburg: Polizei ahndet Verstöße gegen Maskenpflicht

Angesichts der steigenden Zahlen hatte Hamburg Ende der vergangenen Woche die Maskenpflicht noch einmal teilweise verschärft. Unter anderem müssen nun auch Jogger an belebten Orten und Eltern auf Spielplätzen eine medizinische Maske tragen. Mit Schwerpunkteinsätzen hatte die Polizei dabei in den vergangenen Tagen die Einhaltung der Maßnahmen kontrolliert.

Erwischt: Hamburger Polizisten ahnden bei einem Passanten einen Verstoß gegen die Maskenpflicht. (24hamburg.de-Montage)

Die Bilanz fällt dabei gemischt aus. So sprachen die Beamten allein am Samstag 400 Verwarnungen aus. Darüber hinaus stellten sie innerhalb von 24 Stunden 332 Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen des Verstoßes gegen die Corona-Auflagen aus, wie eine Polizeisprecherin mitteilte.

Für den Senat ist dies ein weiterer Beleg dafür, dass die Hamburger pandemiemüde werden. Unklar ist allerdings, ob bei steigender Nachlässigkeit die Deutschen dann auf Lockerungen im Lockdown hoffen können. Am Mittwoch wollen die Ministerpräsidenten der Länder genau über diese Frage mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten.

Corona-Zahlen: Hamburg kämpft gegen hohes Infektionsgeschehen

Update vom Sonntag, 28. Februar 2021, 13:10 Uhr: Hamburg – Normalerweise liegen die Infektionszahlen am Wochenende immer etwas unter denen der Woche, da weniger getestet wird. So zeigte sich auch am Samstag, 27. Februar, eine leicht positive Entwicklung beim 7-Tage-Inzidenzwert. Anders am heutigen Sonntag, 28. Februar. Die Inzidenz, also die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen liegt derzeit bei 78,2. Am Vortag hatte sie noch bei 77,6 gelegen. Zum Vergleich, vor einer Woche lag dieser Wert bei 69,2 – die Infektionen nehmen also wieder zu.

Insgesamt meldet die Gesundheitsbehörde aktuell 126 bestätigte Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Das sind zwar 77 weniger als am 27. Februar, aber 13 mehr als am Sonntag vor einer Woche. Insgesamt haben sich laut Hamburger Behörde seit Beginn der Pandemie 51.791 Menschen in der Hansestadt mit dem Coronavirus infiziert. Laut RKI gelten davon 46.800 als wieder genesen. In Hamburger Krankenhäusern müssen derzeit 83 Menschen wegen einer Corona-Infektion intensivmedizinisch betreut werden, 47 Patienten davon werden beatmet.

Corona-Zahlen Hamburg: Positiver Trend zum Wochenende?

Update vom Samstag, 27. Februar 2021, 13:40 Uhr: Hamburg – Zwar ist die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden in der Hansestadt im Vergleich zum 26. Februar mit 203 Fällen um 15 gestiegen, doch liegt der Wert 74 Fälle unter der Zahl von letzter Woche. Daher sinkt die 7-Tage-Inzidenz auf nun 77,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Vor einer Woche, am 20. Februar, hatte der Inzidenzwert bei 69,5 gelegen. Das bedeutet im Wochenvergleich, dass das Infektionsgeschehen wieder etwas an Fahrt aufgenommen hat. Das RKI meldet zudem sechs neue Todesfälle für Hamburg.

Corona-Zahlen Hamburg: Senator fleht – „Nicht unvernünftig werden“

Update von Freitag, 26. Februar 2021, 13.45 Uhr: Hamburg – Lockdown statt Lockerung: Hamburg leidet weiter unter hohen Corona-Infektionszahlen. Am Freitag verzeichnete die Gesundheitsbehörde wieder einen leichten Anstieg. Zwar ging die Zahl der Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag zurück, gleichzeitig stieg der Inzidenzwert auf 81,5. Insgesamt wurden 188 neue Fälle gemeldet. Das waren 155 weniger als am Donnerstag. Jedoch am Freitag vergangener Woche lag die Zahl nur bei 154. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, stieg damit den fünften Tag in Folge und erreichte 81,5. Vor einer Woche hatte er lediglich bei 64,2 gelegen.

Trotz der hohen Infektionszahlen kehrt Hamburg ab dem 15. März zu einem gelockerten Schulbetrieb zurück. So sollen rund 60 Prozent der Schüler einen Wechselunterricht bekommen, wie Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Freitag ankündigte. Mithilfe von Schnelltests, Maskenpflichten und einem strengen Hygienekonzept soll die Ansteckungsgefahr für Lehrer, Schüler und Eltern dabei minimiert werden. Rabe zeigte sich „vorsichtig optimistisch“, dass der Neustart trotz der steigenden Zahlen gelingen könne. Er appellierte aber an alle Hamburger, sich weiterhin an die strengen Corona-Regeln zu halten und die Lockerung in den Schulen durch „unvernünftiges Verhalten“ zu gefährden.

Corona-Lockdown: Hamburg öffnet wieder die Schulen

Update: von Donnerstag, 25. Februar 2021, 14.49 Uhr: Hamburg – Lichtblick für Eltern und Schüler im Corona-Lockdown: In Hamburg werden die Schulen nach den Frühjahrsferien am 15. März wieder öffnen. Das teilte Schulsenator Ties Rabe (SPD) der Deutschen Presseagentur (dpa) mit. Am Freitag will der Sozialdemokrat die Details zu dem Neustart bekannt geben.

Die Rückkehr zum Präsenzunterricht, der in der Hansestadt seit dem 16. Dezember wegen des Infektionsgeschehens ausgesetzt ist, war bereits seit Tagen erwartet worden. Eine offizielle Bestätigung stand aber bislang immer noch aus. Zwar sind bereits zwölf Bundesländer zum Regelbetrieb zurückgekehrt, aber in Hamburg wollte man kurz vor Ferienbeginn keine Unordnung in die Organisation bringen, wie Rabe im 24hamburg.de-Interview kürzlich betonte.

Erlaubt Lockerungen trotz hoher Corona-Zahlen: Schulsenator Ties Rabe (SPD). (24hamburg.de-Montage)

Für Hamburg wäre es die erste Lockerung im aktuellen Lockdown. Angesichts weiterhin hoher Zahlen sträubt sich der Senat derzeit auch noch vor voreiligen Schritten. Zwar hatte der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) stets betont, dass die Öffnung der Schulen Priorität habe. Doch noch am Mittwoch hatte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard weitere Zugeständnisse an die pandemiemüden Hamburger in den kommenden zwei Wochen ausgeschlossen.

Corona-Zahlen: Hoher Inzidenzwert – Senat genervt vom Geschrei nach Lockerungen

Update von Donnerstag, 25. Februar 2021, 13.14 Uhr: Hamburg – Die Corona-Zahlen in Hamburg sind wieder außer Kontrolle. So nahm das Infektionsgeschehen erneut deutlich zu. Am Donnerstag wurden 343 Neuinfektionen gemeldet. Das waren 97 Fälle mehr als am Mittwoch und 148 mehr als am Donnerstag vor einer Woche, wie die Gesundheitsbehörde am Mittag mitteilte. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, stieg bereits am vierten Tag in Folge und liegt nun bei 79,7. Am Mittwoch hatte dieser Wert bei 71,9, am Donnerstag vor einer Woche noch bei 68,1 gelegen.

Zugleich meldete die Behörde 16 neue Todesfälle. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind in der Hansestadt nun insgesamt 1251 Menschen mit oder an dem Virus gestorben. Auch vor diesem Hintergrund sieht sich der Senat in seinem strikten Kurs bestätigt. Lockerungen im Lockdown könne es angesichts der Zahlen nicht geben, betonte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD). Erst wenn die Zahlen zwei Wochen lang stabil seien, könne man über eine schrittweise Erleichterung von Maßnahmen reden. Zuvor hatte die Sozialdemokratin bereits die verschärfte Maskenpflicht für Hamburg verteidigt und dafür auch eine gewisse Pandemie-Müdigkeit bei den Bürgern verantwortlich gemacht.

Strikter Corona-Lockdown: Leonhard verteidigt Null-Toleranz-Kurs

Update von Donnerstag, 25. Februar 2021, 9.55 Uhr: Hamburg – Der Hamburger Senat hat seinen Sonderweg bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie gegen Kritik verteidigt. „Wir alle wünschen uns mehr Flexibilität, aber derzeit sind wir in einer anderen Situation“, sagte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD). Das Infektionsgeschehen sinke leider in der Hansestadt nicht mehr und die Menschen zeigten zunehmend eine „Corona-Müdigkeit“. Dem wolle man mit der beschlossenen Verschärfung der Maskenpflicht entgegenwirken, so die Senatorin.

Sorgt sich um die Virusausbreitung in Hamburg: Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD). (24hamburg.de-Montage)

Während in den meisten Bundesländern teilweise Lockerungen in Schulen und Kitas sowie für Baumärkte oder Zoos erlassen worden sind, fährt Hamburg eine strikte Null-Toleranz-Politik. Wegen großer Menschenansammlungen in den vergangenen Tagen aufgrund des frühlingshaften Wetters wurde die Maskenpflicht in der Stadt noch einmal strenger gefasst. Ab Samstag müssen Eltern auf Spielplätzen, Jogger oder Radfahrer im Freien eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn der Mindestabstand von 1,50 Metern nicht mehr gewährleistet werden kann.

Corona-Zahlen in Hamburg: Virologen uneins über verschärfte Maskenpflicht

Update von Mittwoch, 24. Februar 2021, 13.08 Uhr: Hamburg – Das Coronavirus breitet sich in der Stadt wieder stärker aus. Am Mittwoch stieg die Zahl der Neuinfektionen wieder um 246 neue Fälle an. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde waren das 85 Fälle mehr als am Dienstag und neun mehr als am Mittwoch vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, stieg leicht von 71,4 auf 71,9. Zudem hat die Stadt elf neue Todesfälle zu beklagen. Insgesamt sind nun 1235 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben.

Angesichts der Entwicklung sieht sich der Senat in seinem Kurs der Null-Toleranz-Kurs bestätigt. Am Dienstag hatte das Kabinett wegen der steigenden Zahlen noch einmal die Maskenpflicht verschärft. Allerdings ist die Wirksamkeit der Maßnahmen bei Experten umstritten.

Corona: Verschärfte Maskenpflicht – Experten streiten über Sinn

Update von Mittwoch, 24. Februar 2021, 9.54 Uhr: Hamburg – Nach der Verschärfung der Maskenpflicht in Hamburg ist eine Debatte über den Sinn der Maßnahme entbrannt. So begrüßte der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit die Entscheidung des Senats ausdrücklich. Auch im Freien müsse der Mindestabstand eingehalten werden, sagte der Experte der Hamburger Morgenpost. Wo dieser unterschritten werde, müssten halt Masken getragen werden.

Kämpft gegen hohe Corona-Zahlen: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). (24hamburg.de-Montage)

Zur Eindämmung des weiterhin hohen Infektionsgeschehens hatte der Senat am Dienstag die Maskenpflicht verschärft. Künftig muss bei Menschenansammlungen an belebten Orten eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Das betrifft auch Eltern auf Spielplätzen und Jogger an der Elbe. Der Senat regierte damit auf die Tatsache, dass bei dem frühlingshaften Wetter der vergangenen Tagen immer mehr Menschen ins Freie geströmt waren.

Der Direktor des Instituts für Mikrobiologie, Virologie und Hygiene an der Universität Rostock, Andreas Podbielski, sieht diese Entscheidung aber kritisch. Eine Übertragung des Coronavirus in der freien Umgebung sei unter bewegenden Menschen sehr unwahrscheinlich, sagte er der „Mopo“. „Dafür gibt es keine wissenschaftliche Begründung.“ Das Vorgehen sei wohl eher politisch motiviert.

Corona in Hamburg: Hamburger bezahlen Ausflüge mit strengeren Regeln

Update von Dienstag, 23. Februar 2021, 16.37 Uhr: Hamburg – Wegen weiter steigenden Corona-Infektionszahlen und dem vermehrten Auftreten von Virusmutanten will Hamburg die Maskenpflicht weiter verschärfen. So muss spätestens ab dem Wochenende überall dort, wo Mindestabstände nicht eingehalten werden können, eine Maske getragen werden. Das teilte der Senat am Dienstag mit. Dies gelte insbesondere für stark besuchte Orte wie Stadtpark, Jungfernstieg oder Landungsbrücken. Auch wer dort joggt, muss dann eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Eltern auf belebten Spielplätzen müssen sich ebenfalls an die strengere Vorschrift halten. Die Polizei kündigte Kontrollen an.

Damit reagiert der Senat auch auf den Wetterumschwung der vergangenen Tage. Nachdem am letzten Wochenende die frühlingshaften Temperaturen die Menschen massenhaft nach draußen getrieben hatte, sollen nun entsprechende Vorkehrungen getroffen werden, um das Ansteckungsrisiko einzudämmen. Denn die Corona-Zahlen steigen derzeit wieder rasant. Lockerungen, wie etwa eine vielfach geforderte vorzeitige Öffnung der Blumenläden und Gartencenter, schließt der Hamburger Senat im Gegensatz zu anderen Bundesländern aus. „Das können wir nicht verantworten“, sagte ein Senatssprecher.

Corona-Zahlen in Hamburg: Infektionsgeschehen klettert weiter nach oben

Update von Dienstag, 23. Februar 2021, 13.01 Uhr: Hamburg – Die Corona-Zahlen in Hamburg nehmen keine gute Entwicklung. So ist die Ausbreitung der Pandemie in der Hansestadt wieder auf dem Vormarsch. Wie die Gesundheitsbehörde am Mittag mitteilte, stieg die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Dienstag um 161 Fälle. Das waren zwar 58 weniger als am Montag, aber 10 mehr als am Dienstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, stieg von 70,9 auf 71,4. Am Dienstag vor einer Woche hatte dieser Wert noch bei 67,1 gelegen. Darüber hinaus hat die Stadt nun 1224 Corona-Tote zu beklagen.

Vor diesem Hintergrund sieht sich der Hamburger Senat in seinem strikten Kurs zur Eindämmung der Pandemie bestätigt. Anders als viele andere Bundesländer bleiben Schulen und Kitas in der Hansestadt vorerst geschlossen. Spielräume für Lockerungen gebe es derzeit so gut wie nicht, hatte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) bereits am Montagabend in einem ARD-Interview klargestellt:

Corona-Lockdown: Tschentscher sieht Lockerungen skeptisch

Update von Dienstag, 23. Februar 2021, 10.57 Uhr: Hamburg – Trotz einer großen bundesweiten Diskussion um Lockdown-Lockerungen sieht Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) derzeit wenig Spielraum für neue Öffnungspläne. Angesichts des weiterhin hohen Infektionsgeschehens stehe er der geforderten Rückkehr zum Regelbetrieb in Kitas und Schulen skeptisch gegenüber, sagte der Rathauschef in einem ARD-Interview. In den kommenden Wochen müsse man wegen der Ausbreitung der Virusvarianten weiterhin sehr vorsichtig bleiben.

Rückkehr in den Schullalltag? Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hält am Lockdown fest. (24hamburg.de-Montage).

Zwölf Bundesländer haben seit Montag die Schulen und Kitas wieder geöffnet. In Hamburg beginnen am 1. März jedoch zweiwöchige Ferien, weshalb der Senat vorher keine Lockerungsschritte mehr einleiten will. Ob jedoch dann die Bildungseinrichtungen nach dem Urlaubsende zum Normalbetrieb zurückkehren können, ließ Tschentscher offen: Er sei „nicht sicher, ob wir von der Infektionslage her stabil genug sind, dass wir diesen Schritt auch gehen können“, betonte er in der ARD. Zuletzt hatten sich die Corona-Zahlen in Hamburg nicht mehr spürbar gesenkt. Dennoch hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erstmalig Lockerungspläne nicht mehr ausgeschlossen.

Corona-Zahlen: Merkel pfeift auf Anstieg und will Lockerungen

Update von Montag, 22. Februar 2021, 13.16 Uhr: Hamburg – Das Infektionsgeschehen in Hamburg schlägt wieder die falsche Richtung ein: So stieg die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Montag um 219. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Mittag mit. Das waren 106 Fälle mehr als am Sonntag und 32 mehr als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, kletterte damit von 69,2 auf 70,9. Am Montag vor einer Woche hatte dieser Wert bei 67,7 gelegen. Die Zahl der Corona-Toten liegt weiterhin unverändert bei 1223.

Trotz des nicht sinkenden Infektionsgeschehens stellte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum ersten Mal vorsichtige Lockerungen in Aussicht. In der Bevölkerung gebe es eine große Sehnsucht danach, das verstehe sie, sagte Merkel laut der Deutschen Presseagentur (dpa). Angesichts einer möglichen dritten Ansteckungswelle müssten Lockerungsschritte aber sorgfältig abgewogen werden, hieß es.

Lässt sie Lockerungen bald zu: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). (24hamburg.de-Montage)

Dies könne möglicherweise in drei Lebensbereichen möglich sein, so Merkel. Dies gelte für persönliche Kontakte, für Schulen und Kitas sowie bei ausreichenden Testkapazitäten auch für Sportgruppen, Restaurants und die Kultur, wurde die Regierungschefin zitiert. Bereits am Montag hatten zahlreiche Bundesländer zuvor in den Schulen und Kitas wieder den Regelbetrieb gestartet.

Corona-Lockdown: Alle außer Hamburg – Zehn Länder öffnen Schulen

Update von Montag, 22. Februar 2021, 10.45 Uhr: Hamburg – Trotz eines weiterhin hohen Infektionsgeschehens startet am heutigen Montag in zehn Bundesländern wieder der Schul- und Kita-Alltag. Auch Schleswig-Holstein kehrt nach zweimonatiger Schließung in fast allen Einrichtungen in den Regelbetrieb zurück, wie die Landesregierung mitteilte.  Allerdings gilt für alle Lehrer, Schüler und Mitarbeiter die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Zunächst sollen Lesen, Schreiben, Rechnen sowie soziales Lernen im Vordergrund stehen.

Niedersachsen und Sachsen waren schon in der vergangenen Woche zum Präsenzunterricht zurückgekehrt. Nun folgen die meisten anderen Länder. Nur Sachsen-Anhalt und Hamburg halten noch an dem erweiterten Notbetrieb fest. In der Hansestadt beginnen zum 1. März die zweiwöchigen Winterferien, weswegen der Senat aus praktischen Erwägungen erst nach dem Urlaubsende eine Lockerung genehmigen will – auch wenn viele Eltern mittlerweile mit den Nerven runter sind. Am Wochenende hatte Schulsenator Ties Rabe (SPD) den Hamburger Sonderweg im exklusiven 24hamburg.de-Interview noch verteidigt.

Trotz anfänglicher Skepsis wegen des unkalkulierbaren Infektionsrisikos tragen Teile der Bundesregierung die Öffnung der Kitas und Schulen mittlerweile aber mit. Es sei „gut, dass viele Schulen in Deutschland jetzt schrittweise wieder mit dem Präsenzunterricht beginnen“, sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU). Präsenzunterricht sei durch nichts zu ersetzen. „Kinder, besonders jüngere, brauchen einander.“ Zuvor hatten Mediziner und Politiker eindringlich vor den Auswirkungen des Corona-Lockdowns für Kinder und Jugendlichen gewarnt.

Corona-Zahlen in Hamburg: Senat vermeldet 113 Neuinfektionen

Update vom Sonntag, 21. Februar 2021, 12:20 Uhr: Hamburg – Die Zahl der Corona-Neuninfektionen in Hamburg ist im Vergleich zum Vortag deutlich gesunken. Wie der Hamburger Senat mitteilt, sind innerhalb von 24 Stunden 113 Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind fünf weniger als am vergangenen Sonntag und 164 weniger als am Samstag, 20. Februar 2021. Der Sieben-Tage-Inzienzwert in Hamburg beträgt nun 69,2. Am Vortag lag der Wert noch bei 69,5 – damit ist er minimal gesunken. Vor sieben Tagen lag der Inzidenzwert bei 67,7.

Insgesamt haben sich nach Angaben der Behörden seit dem Beginn der Pandemie in Hamburg 50.305 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Davon gelten 45.200 als geheilt. Aktuell werden 306 Corona-Infizierte in Hamburg stationär behandelt – davon 75 auf der Intensivstation. Die Zahl der Corona-Todesfälle in der Hansestadt ist um sieben weitere Fälle auf nun insgesamt 1223 Fälle seit Pandemie-Beginn angestiegen.

Corona: Zahlen schießen nach oben – 277 Neuinfektionen

Update von Samstag, 20. Februar 2021, 12:45 Uhr: Hamburg – Das Corona-Infektionsgeschehen in Hamburg nimmt wieder zu: Wie der Hamburger Senat mitteilt, wurden binnen 24 Stunden in der Hansestadt 277 Neuinfektionen registriert. Das sind deutlich mehr als in den vergangenen Tagen. Am Samstag vor einer Woche hatte der Wert der Neuinfektionen bei 178 gelegen. Gestern betrug er 154. Damit steigt auch der Inzidenzwert wieder an: von 64,2 auf 69,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der zurückliegenden sieben Tage.

Seit Beginn der Pandemie wurden damit inzwischen 50.192 bestätigte Fälle gemeldet. Davon gelten 45.000 als geheilt. Im Vergleich zum Vortag sind sechs weitere Menschen am oder mit dem Coronavirus gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der Toten auf insgesamt 1216 seit Pandemie-Beginn. Stationär werden in Hamburg aktuell 306 Corona-Infizierte behandelt, davon 75 auf der Intensivstation.

Corona-Zahlen: 154 Neuinfektionen – Holla Holstein!

Update von Freitag, 19. Februar 2021, 12.55 Uhr: Hamburg – Nach einigen Tagen des Stillstandes hat sich das Corona-Infektionsgeschehen in Hamburg erstmals wieder leicht verbessert. So wurden der Hansestadt am Freitag 154 Neuinfektionen gemeldet, wie die Gesundheitsbehörde am Mittag bekannt gab. Das waren 42 weniger als am Donnerstag und 74 weniger als am Freitag (228) vor einer Woche. 

Der wichtige Inzidenzwert, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, sank wieder deutlich auf 64,2 (Vortag: 68,1). Vor einer Woche hatte die Inzidenz bei 67,1 gelegen. Die Zahl der Todesfälle stieg um vier auf 1210.

Insgesamt liegt das Infektionsgeschehen in Hamburg aber noch auf sehr hohem Niveau. Zum Vergleich: In Schleswig-Holstein sank der Inzidenzwert erstmals wieder unter den Grenzwert von 50. Aktuell liegt er seit Donnerstag bei 48,6, weshalb die Lockerungsdebatte im nördlichen Nachbarland am Freitag wieder ordentlich Fahrt aufnahm. Vor allem Schulen und Kitas sollen ab kommender Woche wieder in den Regelbetrieb wechseln.

Auch vor diesem Hintergrund mischte sich die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am Freitag in die Impfdebatte ein und forderte die bevorzugte Behandlung von Lehrern und Erziehern. Wenn die Priorisierung von Bildung ernst gemeint sei, müssten diese Personengruppe „in der Impf-Priorität weiter nach oben rücken“, sagte sie. In Hamburg hielt man sich zu diesem Thema unterdessen bedeckt. Schulen und Kitas sollen frühestens Mitte März wieder geöffnet werden.

Corona: Hohe Zahlen – Senatorin Leonhard ätzt gegen Pendler

Update von Donnerstag, 18. Februar 2021, 12.58 Uhr: Hamburg – Im Kampf gegen die Corona-Pandemie tritt die Hansestadt Hamburg weiter auf der Stelle. So stieg die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen am Donnerstag um 195, wie die Gesundheitsbehörde am Mittag mitteilte. Das waren zwar 42 weniger als am Vortag aber einer mehr als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, beträgt wie am Vortag 68,1. Am Donnerstag vor einer Woche war der Wert niedriger und lag bei 66,8. Die Zahl der Corona-Toten stieg um vier Fälle auf 1206.

Angesichts dieser Zahlen zeigte sich Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) weiterhin besorgt. Zwar habe man im Vergleich zum Januar die Zahlen dank des Lockdowns schon halbieren können. Dennoch stecke man seit über einer Woche bei der Entwicklung fest. Deswegen sei sie noch nicht zufrieden, sagte die SPD-Senatorin dem NDR. Eine genaue Ursache für die Stabilisierung des Niveaus ist weiterhin unklar. Eine Erklärung könnte der starke Pendelverkehr sein, vermutete Leonhard. So gebe es in letzter Zeit viele Corona-Ausbrüche bei Hamburgern, die zuvor Kontakt mit infizierten Menschen aus dem Umland gehabt hätten.

Corona-Zahlen: Anstieg warnt Senat – Kita-Öffnung fraglich

Update von Mittwoch, 17. Februar 2021, 13.11 Uhr: Hamburg – Die Ausbreitung des Coronavirus und seiner Varianten löst in Deutschland weiterhin große Besorgnis aus. In Hamburg stieg die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen am Mittwoch um 237. Das waren 86 mehr als am Dienstag und 18 mehr als vor einer Woche, wie die Gesundheitsbehörde am Mittag mitteilte. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, legte auf 68,1 zu. Am Vortag hatte sie bei 67,1 gelegen, am Mittwoch vor einer Woche bei 68,4. Die Zahl der Corona-Toten stieg um fünf Fälle auf 1202.

Insbesondere wegen der Ausbreitung der als hochaggressiv geltenden Virusvarianten versetzt Mediziner und Politiker immer mehr in Alarmbereitschaft. So stieg der Anteil der bundesweiten Infektionen, die auf eine britische Mutation zurückgehen, innerhalb von zwei Wochen von sechs auf 22 Prozent, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch bekannt gab. Die Auswirkungen lassen sich dabei insbesondere auch in Flensburg beobachten, wo der Inzidenzwert auf 181,9 schnellte und mittlerweile ein Drittel der Ansteckungen auf die Virusmutation zurückzuführen sind.

Warnt vor den Gefahren der Corona-Virusvarianten: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). (24hamburg.de-Montage)

Auch vor diesem Hintergrund rief Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Mittwoch wieder zur Einhaltung der strikten Corona-Regeln auf. Angesichts steigender und stagnierender Infektionszahlen könne man sich vorerst keine Lockerungen erlauben, stellte er erneut in einem Interview mit dem „Hamburger Abendblatt“ klar. Inwieweit dies auch die angedachte Öffnung von Kitas und Schulen tangiert, ließ der Rathauschef vorerst offen.

Hohe Corona-Zahlen: Kita-Öffnung steht in Hamburg auf der Kippe

Update von Mittwoch, 17. Februar 2021, 10.39 Uhr: Hamburg – Eine schnelle Öffnung der Kitas sieht Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) weiterhin skeptisch. Ob die Einrichtungen eventuell bereits in den Märzferien wieder in den Regelbetrieb zurückkehren könnten, werde derzeit geprüft, sagte der Rathauschef im Interview mit dem „Hamburger Abendblatt“. Aber entscheidend sei hier das weitere Infektionsgeschehen, so Tschentscher.

Lehnt schnelle Lockerungen ab: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). (24hamburg.de-Montage)

Die Kitas der Hansestadt befinden sich derzeit wegen der Corona-Pandemie im sogenannten erweiterten Notbetrieb, etwa ein Drittel der Kinder wird dort aber weiterhin betreut. Für die Schulen ist mit Lockerungen erst nach den zweiwöchigen Ferien zu rechnen. Tschentscher hatte es abgelehnt, die Schulen noch vor dem frühen Ferienbeginn in der Stadt für wenigen Tage zu öffnen. Für die Kitas indes hatte die Sozialbehörde in der vergangenen Woche eine frühere Rückkehr in den Regelbetrieb in Aussicht gestellt. Jedoch sinken die Corona-Zahlen derzeit nur minimal, weswegen Tschentscher grundsätzlich schnelle Öffnungsschritte ablehnt.

Corona-Zahlen: Wenig Fortschritt – Mutanten in 10 Fällen nachgewiesen

Update von Dienstag, 16. Februar 2021, 12.40 Uhr: Hamburg – Das Rätselraten um die Hamburger Corona-Zahlen geht weiter. So stagniert das Infektionsgeschehen weiterhin auf relativ hohem Niveau. Am Dienstag wurden 151 nachgewiesene Neuinfektionen gemeldet. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Mittag mit. Das waren 36 Fälle weniger als am Montag und elf weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, sank damit im Vergleich zum Vortag von 67,7 auf 67,1. Am Montag vor einer Woche lag dieser Wert bei 67,6. Die Zahl der Corona-Toten liegt nun bei 1197.

In vielen anderen Bundesländer sinken die Corona-Zahlen mittlerweile kräftiger. Erklärungen, warum der Trend in der Hansestadt anders verläuft, gibt es weiterhin nicht. Naheliegend wäre, dass sich die mutierten und ansteckenderen Virusvarianten verstärkt ausbreiten. Doch dafür hat die Gesundheitsbehörde bislang keinen eindeutigen Beweis. Es gebe da „keinen Faktenbeleg“, betonte Sprecher Martin Helfrich. Weiterhin seien Mutanten nur in zehn Fälle nachgewiesen worden. Die Suche nach der Ursache geht jedenfalls weiter – und solange können die Hamburger nicht auf Lockerungen hoffen, auch wenn sie mittlerweile pandemiemüde werden.

Corona-Lockdown: Immer mehr Regelbrecher nerven die Polizei

Update von Dienstag, 16. Februar 2021, 10.27 Uhr: Hamburg – Sind die Hamburger pandemiemüde? Zumindest nehmen sie es mit den Regeln nicht mehr so genau. So muss die Hamburger Polizei nach eigenen Angaben mit einem steigenden Aufwand die Kontaktbeschränkungen und Maskenpflichten durchsetzen, wie das Hamburger Abendblatt jetzt berichtete. Demnach mussten die Ordnungshüter seit Ausbruch der Pandemie insgesamt 15.281 Bußgeldbescheide erlassen. Die Einnahmen belaufen sich mittlerweile auf 1,7 Millionen Euro.

Ob beim Schlittenfahren oder zuhause: Die Hamburger Polizei ahndet immer mehr Corona-Verstöße. (24hamburg.de-Montage)

Die Zahlen gehen aus einer Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor. Demnach wurden in 36.000 Fällen nur die Identitäten festgestellt, 23.000-mal gab es mündliche Verwarnungen, 9000-mal sprachen die Beamten Platzverweise aus. Und in 235 Fällen wurden Leute sogar in Gewahrsam genommen. Anzeigen wurden dabei vor allem wegen Missachtung des Kontaktverbotes oder wegen Teilnahmen an verbotenen Feiern geschrieben. Bereits Anfang des Jahres hatte Innensenator Andy Grote angekündigt, mit aller Härte gegen die Corona-Regelbrecher vorzugehen. An dieser Linie soll sich wegen des unverändert hohen Infektionsgeschehens auch vorerst nichts ändern.

Corona-Zahlen sinken kaum – Warnung vor Frust und Gewalt

Update von Montag, 15. Februar 2021, 12.53 Uhr: Hamburg – Trotz eines wochenlangen Lockdowns hat sich in Hamburg das Corona-Infektionsgeschehen im Wochenvergleich nur minimal verringert. Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen stieg am Montag um 187. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Mittag mit. Das waren 69 neue Fälle mehr als am Vortag und eine mehr als am Montag vor einer Woche. Die Inzidenz, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, blieb unverändert bei 67,7. Am Montag vor einer Woche hatte dieser Wert bei 70 gelegen. Die Zahl der Corona-Toten in Hamburg gibt das Robert-Koch-Institut (RKI) jetzt mit 1196 Fällen an.

Der Hamburger Senat sieht sich vor diesem Hintergrund in seinem Kurs bestätigt, keine großen Lockerungen im aktuellen Corona-Lockdown in Erwägung zu ziehen. Zum Missfallen von Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) nimmt die Debatte aber in anderen Bundesländern wieder ordentlich Fahrt auf. Unterstützt wird das Bemühen zu weiteren Öffnungsschritten auch von Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki, der eindringlich davor warnte, die Pandemiemüdigkeit der Bevölkerung trotz des hohen Infektionsgeschehens zu unterschätzen. Namentlich kritisierte er dabei vor allem Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), der die Wirtschaft zunehmend in die Pleitewelle treibe*, so der FDP-Politiker.

Corona-Lockdown in Hamburg: Der Frust steigt – Kubicki warnt vor Gewalt

Erstmeldung von Montag, 15. Februar 10:39 Uhr: Hamburg – Trotz der Einigung beim Bund-Länder-Treffen in der vergangenen Woche geht die Lockerungsdebatte im Corona-Lockdown munter weiter. Mit deutlichen Worten hat sich dabei auch Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) eingeschaltet und vor Gewaltausbrüchen gewarnt. „Die Teildepression schlägt wirklich in Wut um. Die Wut wird irgendwann in Gewalttätigkeit umschlagen, befürchte ich“, sagte er der „Bild“-Zeitung. Während auch andere führende Politiker am Wochenende deutliche Öffnungsschritte bei den Corona-Beschränkungen forderten, wird die Diskussion in Hamburg kritisch beurteilt.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,845 Millionen (30. Juni 2020)
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)

Wegen des weiterhin hohen Infektionsgeschehens in der Hansestadt Hamburg gilt bis zum 7. März ein strenger Lockdown. Erst in der vergangenen Woche hatten sich die Ministerpräsidenten der Bundesländer zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf die Fortsetzung der bestehenden Kontaktbeschränkungen und Maskenregeln geeinigt. Über mögliche Öffnungsschritte soll gemäß den Beschlüssen erst entschieden werden, wenn die Inzidenz dauerhaft unter 35 liegt.

Corona in Hamburg: Die Nachbarländer lockern den Lockdown

Doch diese festgelegte Grenze stößt zunehmend auf Kritik. So planen bereits einige Bundesländer wie Schleswig-Holstein oder Niedersachsen eigene Lockerungspläne für Friseure, Schulen, Kitas, aber auch für Blumenläden, Wildparks oder Zoos. Das Erstellen eines Perspektivplans habe der vergangene Corona-Gipfel „nicht so hinbekommen, wie viele Menschen das von uns erwartet haben“, räumte der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Wochenende ein.

Warnt vor Lockdown-Frust: Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP). (24hamburg.de-Montage)

Darüber hinaus zweifelte er die neu festgelegte Inzidenzgrenze von 35 an. Vor dem Gipfel hatten Bund und Länder immer erste Lockerungsschritte bei einem Sieben-Tage Wert von 50 in Aussicht gestellt. „Wenn wir ständig neue Dinge beschließen und erklären müssen, wie jetzt die Zahl 35 als neues Inzidenz-Ziel, dann irritiert das die Menschen mehr, als dass dies Perspektive schafft“, sagte Günther und nannte dieses Vorgehen „wenig hilfreich“.

Vor diesem Hintergrund erwägt er im Unterschied zum Bund oder vielen anderen Bundesländern deutlich frühere Öffnungsschritte, was ihm wiederum auch Kritik im eigenen Land eintrug. So nannte es die schleswig-holsteinische SPD-Vorsitzende Serpil Midyatli wenig glaubhaft, wenn ein Länderchef erst beim Gipfel die Entscheidungen mittragen würde, nur um sie wenige Tage später selber wieder einzukassieren.

Und auch in Hamburg reagiert man auf den Lockerungskurs beim nördlichen Nachbarn weiterhin verschnupft. „Ich bin schon einigermaßen erstaunt über das Agieren einiger Landesregierungen in unserer Nachbarschaft“, hatte Hamburgs Zweite Bürgermeisterin, Katharina Fegebank (Grüne), Ende der vergangenen Woche gesagt und zugleich zur kompletten Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse aufgerufen. Alle Länder täten gut daran, diese Vorgaben ernstzunehmen, so Fegebank.

Corona-Zahlen in Hamburg: Senat rätselt über schleppende Fortschritte

Hamburg selber verzeichnet derzeit auch kaum Fortschritte bei der Senkung der Corona-Zahlen. Trotz des Lockdowns geht es nur schleppend voran. Nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz am 6. Februar erstmals seit Oktober wieder unter die Marke von 70 gefallen war, bewegt sie sich seit einer Woche nur noch minimal: Mal steigt sie um einen Punkt, mal sinkt sie um einen Punkt. Auch am Wochenende nahm sich leicht zu und kletterte wieder auf 67,7.

Eine Erklärung für diese Entwicklung gibt es so richtig nicht. Vermutet wird, dass möglicherweise neue Virusmutationen aus Südafrika und Großbritannien das Infektionsgeschehen hochhalten. Doch ernsthaft bewiesen ist das nicht. Laut Senatsangaben waren bei 1700 Sequenzierungen nur in sieben Fälle die britische und in einem Fall die südafrikanische Variante nachgewiesen worden.

Solange die Neuinfektionszahlen nicht spürbarer zurückgehen und Erklärungen für den schleppenden Fortschritt gefunden sind, lehnt Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) eine Lockerungsdebatte ab. Lockerungsschritte seien „jetzt nicht das Gebot der Stunde, so leid mir das tut“, hatte er bereits am Freitag klargestellt. Zuvor hatte er diese Linie bereits auch schon wacker gegen aufgebrachte Gäste in der Talkshow von Markus Lanz verteidigt. *24hamburg.de und merkur.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes

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