Freitag und Samstag

Urbaner Wandel: Stadt vs Dorf im Gespräch und Bremer Audiowalks

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Im urbanen Wandel gibt es viel zu entdecken, man muss nur die Augen offen halten.

Urbaner Wandel und urbanes Wandeln, beides steht dieses Wochenende beim Theater Bremen auf dem Programm. Bremen, ein „Dorf mit Straßenbahn“ oder eine urbane Großstadt mit dörflichen Zügen – weniger anonym und mit kurzen Wegen? Wer über Stadt spricht, muss auch über das dörfliche Gegenstück sprechen. Im Noon wird am Freitag dieses Verhältnis und sein Wandel diskutiert. Bis Samstag wandeln außerdem noch die künstlich ferngesteuerten Soundwalks von „Remote Bremen“ durch die Stadt.

Bremen gilt trotz mehr als einer halben Million Einwohner augenzwinkernd als „Dorf mit Straßenbahn“. Groß, aber übersichtlich. Urbane wie dörfliche Merkmale liegen in der Hauptstadt des kleinsten Bundeslandes nah beieinander. So nah beieinander, wie alles in Bremen. Eine Stadt der kurzen Wege. Familiär, nicht so anonym. Trotzdem eine Großstadt. Eine Landeshauptstadt mit allem, was eine große Stadt ausmacht. Eine Stadt, in der man eigentlich alles per Rad erreicht. Und wenn mal nicht, dann halt per Straßenbahn.

Doch wer über Urbanes, also Städtisches spricht, kann kommt nicht ohne einen Blick aufs Gegenstück aus: das Dörfliche. Gerade in Bremen, wo dem Sprichwort nach beides nah beieinander liegt. Oder doch nicht? Klarheit über das Verhältnis von Stadt und Dorf soll am Freitag, 3. November, um 17 Uhr im Noon geschaffen werden. Bei der Veranstaltung „Neue Akteure des städtischen Wandels“. In Person von Micha Kranixfeld. 

 

Der nordhessische Dramaturg und Performer hat sich 2017 für vier Monate als Gast in einer kleinen Gemeinde in der Schwäbischen Alb einquartiert und gemeinsam mit den Bewohnern künstlerische Raumforschung betrieben. Im Raum standen Fragen zum Stadt-Land-Verhältnis und Annahmen zum Strukturwandel. In Kooperation mit dem Autonomen Architektur Atelier, der Zwischen Zeit Zentrale und „Remote X“ stellt Kranixfeld seine Ergebnisse nun vor. 

„Remote Bremen“-Soundwalk in Aktion.

Remote Bremen“ ist ein kollektiver Audiowalk von der Theater-Gruppe „Rimini Protokoll“. Dabei werden die Teilnehmer gesteuert von einer künstlichen Intelligenz und unterlegt von einem Stadt-Soundtrack, auf ihre eigene Reise durch Bremen schickt. Mensch und Maschine, wer kontrolliert im urbanen Raum eigentlich wen? „Remote X“ gab es bereits in 40 Städten, in Bremen stehen noch wenige Termine auf dem Programm. Unter anderem ermöglicht durch das Theater Bremen und den Kultursenat. 

Für folgende ausverkaufte Soundwalks gibt es mit Glück noch Restkarten an der Abendkasse:

„Remote Bremen“: (Treffpunkt jeweils Friedhof Buntentor)

  • Freitag, 3. November, 15 Uhr 
  • Samstag, 4. November, 11.30 Uhr 
  • Samstag, 4. November, 15 Uhr 

„Neue Akteure des städtischen Wandels“: (Noon, Foyer Kleines Haus, Theater Bremen)

  • Freitag, 3. November, 17 Uhr (Eintritt frei)

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Auch eine interessante Wissensvermittlung ist die Reihe „Science goes Public“, die „trockene“ Themen in Bremen und Bremerhaven an die Theke bringt. Und wer auf eigene Faust durch das urbane Bremen wandeln will, sollte im Kunsttunnel vorbeischauen, in dem Johann Büsen 500 Quadratmeter Streetart-Wunderwelt im Viertel kreiert hat.

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