Künstlerkollektiv soll einziehen

Zucker ins Papageienhaus: Weg für kulturelle Zwischennutzung frei

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Das Papageienhaus genannte Jakobushaus liegt zentral in der Bahnhofsvorstadt zwischen Schienen und Autobahnzubringer.

Der Umzug vom Kellogg‘s-Gelände Richtung Güterbahnhof rückt näher: Das Künstlernetzwerk Zuckerwerk darf ins Papageienhaus ziehen. Die Idee einer solchen Zwischennutzung begrüßte der Beirat Mitte am Montagabend einstimmig. Das berichtet der „Weser Kurier“.

Ende des Jahres muss der Verein seine Ateliers und Räumlichkeiten auf dem Kellogg‘s-Gelände in der Überseestadt räumen und steht dann buchstäblich auf der Straße. Da sich der geplante und bereits finanzierte Kauf des Hochbunkers an der Hans-Böckler-Straße hinzieht, wurde vor einigen Wochen die Übergangslösung mit dem Papageienhaus genannten Jakobushauses ins Spiel gebracht (nordbuzz berichtete). Die ehemalige Obdachlosenunterkunft zwischen Schienen und Autobahnzubringer in der Bahnhofsvorstadt steht seit zwei Jahren leer. Für die längerfristige Zukunft ist seitens der Stadt ein Auszubildendenwohnheim angedacht.

Nach Plänen, die nun die ZwischenZeitZentrale vorstellte, soll die Belebung des Papageienhauses in drei Phasen stattfinden, so der „Weser Kurier“ weiter. Kurzfristig sollen demnach Ateliers und Studios einziehen und in einem zweiten Schritt Veranstaltungsräume eingerichtet werden. Schließlich soll das entstehende Kulturzentrum für den Stadtteil und andere Nutzer geöffnet werden. Hierbei könnte es sich etwa um Bildungszwecke oder Angebote für Geflüchtete handeln. Neben den Stadtteilpolitikern steht auch der Bremer Senat hinter dieser zwischenzeitlichen Lösung. So gebe es einen Beschluss, dem Zuckerwerk das Papageienhaus anzubieten. Dies erklärte nach „Weser Kurier“-Angaben das Bürgeschaftsmitglied Kai Wargalla von den Grünen.

Bewegung in der (Sub)Kultur-Szene 

Mittlerweile steht fest: Mit der Kompletten Palette geht es 2018 weiter, das Projekt im Hemelinger Hafen erhielt Zustimmung vom Beirat. Auch eine Neuauflage der Kultur-Brache Anderswo soll es geben, bei der Planung gibt es jedoch noch Hindernisse.

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