Club-, Kreativ- und Kulturzentrum

Zieht Zuckerwerk zur Zwischennutzung ins Papageienhaus am Güterbahnhof?

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Ist das Papageienhaus der Durchbruch zu einer neuen Bleibe fürs Zuckerwerk?

Das Zuckerwerk muss seine Räumlichkeiten auf dem Kellogs-Gelände in der Überseestadt verlassen, doch der anvisierte Bunker-Kauf zieht sich. Nun gibt es die Idee das Künstler- und Kultur-Kollektiv zur Zwischennutzung ins seit zwei Jahren leerstehende Papageienhaus am Güterbahnhof ziehen zu lassen, wie der „Weser-Kurier“ berichtet.

Demnach setzen sich die Grünen dafür ein, dass das Netzwerk in dem Hochhaus mit der bunten Fassade eine mehrjährige Bleibe findet und gleichzeitig ein neues Kulturzentrum entsteht. Die SPD habe derweil etwas anderes mit dem Gebäude vor. Die Initiative für den neuen Standort geht von der grünen Landesvorsitzenden Kai Wargalla aus, die der „Weser-Kurier“ folgendermaßen zitiert: „Die Lage ist optimal, es gibt keine unmittelbar benachbarte Wohnbebauung, auf der einen Seite fährt der Zug, auf der anderen die Autos.“ 

Während der Hochbunker an der Hans-Böckler-Straße längst finanziert und politisch gewollt ist, kann sich die Umsetzung des Plans aufgrund verschiedener Unwägbarkeiten noch über Jahre ziehen. Ende 2017 stehen um die 100 Künstler und Kreative des Zuckerwerks nach dem Auszug bei Kellogs buchstäblich ohne Dach über dem Kulturzentrum da. Wargalle bringt dem Bericht zufolge nun eine Zwischennutzung des Papageienhauses, das eigentlich Jakobushaus heißt, für bis zu zehn Jahren ins Gespräch. Eine Begehung mit Zucker, Zwischenzeitzentrale, Finanzressort und dem Vorbesitzer der Inneren Mission, habe bereits stattgefunden. 

Die Zwischennutzung der rund 4.000 Quadratmetern könnte eine „riesen Chance“ darstellen, wie Wargalla laut „Weser-Kurier“ findet. Sie erhofft sich demnach von einem solch zentralen „urbanen Labor“ samt Kultur, Kreativität und Club Impulse für die Stadtentwicklung. Auch die SPD ist dem Bericht zufolge offen für einen temporären Einzug des Zuckerwerks, möchte das Gebäude jedoch zeitnah umbauen, beispielsweise zu einem Studentenwohnheim. Dies könne bereits 2018 anlaufen, was eine Zwischennutzung verkürzen würde. 

Zwischenzeitlich war das Zuckerwerk eingesprungen und hatte im Sommer das leerstehende Lankenauer Höft in Woltermshausen betrieben.

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